177 Seiten, kart.
erschienen 2011
Best.-Nr. 10320
Gewicht: 225g
ISBN: 978-3-86805-782-9 9783868057829
|
Der Herausgeber schreibt:
Stellen Sie sich vor, es juckt Sie an einer Stelle auf dem Rücken, an die Ihre Hand nicht heranreicht. Niemand ist da, der Ihnen beim Kratzen behilflich sein könnte. Solange sich diese juckende Stelle am Körper auf der Haut befindet, lässt sich das Problem auch allein mit einem geeigneten Werkzeug, zum Beispiel einem Lineal beheben und ist Sekunden später wieder vergessen. Stellen Sie sich nun aber vor, diese Stelle befindet sich im Inneren Ihres Körpers und dieses Jucken ist nicht etwa ein Hustenreiz, sondern es quält Ihre Seele, vergiftet Ihre Erinnerungen, zermürbt Ihren Alltag und lässt Sie verbittert in die Zukunft blicken. Kein Werkzeug, keine Chemikalien und kein zärtliches Streicheln können diese Reizung lindern. Vielleicht aber können es Worte? – Die selbst ausgesprochenen, die ein aufmerksames Gehör treffen, und die empfangenen, die Trost und Rat spenden. Seit den frühen Kulturen tun Schamanen, Priester, Ärzte und Psychotherapeuten genau das: Gesang, Beschwörung, Beichte, Anamnese, Liturgie. Ebenso, wie Krankheiten zwischen Leib und Seele nie scharf unterscheiden, berührt auch die Heilung beide Aspekte des Daseins. Dieses alte Wissen scheint heute jedoch in der Diagnoseverschlüsselung der Apparatemedizin oft unterzugehen. Erik, ein mit diesen Problemen vertrauter Homöopath im Ruhestand, lädt eines Abends den Erzähler Ferdinand zum Tee ein und schildert ihm die persönlichen Dilemmas seiner Patienten. Für deren Lösung hat er im Laufe der Jahre Strategien entwickelt, die schließlich auch Ferdinand selbst dabei helfen, eine schwere Prüfung zu überstehen. Die erlernten und angewandten Lebenskünste der Achtsamkeit und der Meditation stellen den Beginn seiner Selbstbesinnung dar, an deren Ende die Niederschrift dieser aufschlussreichen Gespräche Freitagabends beim Tee mit Erik steht …
|