Henri Voisin Doktor Henri Voisin aus Annecy
Er ist 1896 in Tourraine in einer Familie mit vier Kindern geboren. Als Sohn eines Offiziers studiert er Medizin an der Ecole de Santé Militaire. Seine Ausbildung wird von 1914-1918 vom Krieg unterbrochen, wo er bei der Luftwaffe eingesetzt wird. 1920 beendet er dann sein Studium. Seine Laufbahn beginnt er als Feldarzt in Cruseilles, im 74. Departement. Etwa 1930 wird er bei der Konsultation durch einen Patienten auf ein homöopathisches Medikament gebracht. Nachdem er das außergewöhnliche Heilergebnis sieht, fängt er an, sich für die Homöopathie zu interessieren. Ungefähr 1935-1937 ist er vollzeitlich als homöopathischer Arzt tätig. 1937 lässt er sich in Annecy nieder (ebenfalls im 74. Departement), wo er bis zu seine Tode 1975 bleibt. Als Vater von zehn Kindern arbeitete er aktiv bei den jungen Katholiken mit und kam dadurch zur Widerstandsbewegung, wo er sich engagierte. Als er im Begriff war, verhaftet zu werden, flüchtete er für mehr als eineinhalb Jahre in die Schweiz. Nach seiner Rückkehr nach Annecy war er hier und da politisch tätig; seine Leidenschaft aber blieb die Homöopathie. Die Schriften über Homöopathie waren in dieser Zeit verwirrend und schwer zu verstehen. Also schrieb er seine Bücher mit dem Ziel, die Herangehensweise an die Homöopathie und ihren Gebrauch klarer zu machen. Als Arzt bildete er sich in Akupunktur und manueller Wirbelsäulenbehandlung fort. Er bildete in seiner Praxis etwa hundert Homöopathen aus (die sogenannte "Ecole d'Annecy"). Vom Charakter her war er freiheitsliebend und ein wenig menschenscheu, und so besuchte er selten homöopathische Kongresse mit ihren "eingebildeten und förmlichen" Reden. Mit seinem lebhaften Temperament und seinem scharfen Verstand zeigte er sich als guter Lehrer. |