120 Seiten, geb.
erschienen 1993
Best.-Nr. 03185
Gewicht: 230g
ISBN: 978-3-03950-087-1 9783039500871
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Auszug: Unter Ischias werden in der homöopathischen Literatur alle Beschwerden verstanden, die direkt, oder indirekt zu einer Reizung des Nervus ischiadicus führen. Im heutigen medizinischen Sprachgebrauch wird der Ischias auf eine Kompression der Nervenwurzel des Nervus ischiadicus reduziert. Damit wird das Augenmerk, das Gesichtsfeld unnötig eingeschränkt, so daß man nur noch die Wurzelkompression im Visier hat. Der Ischias ist nicht, wie üblich angenommen, ein Lokalübel, sondern Ausdruck einer chronischen Erkrankung. Treten im Verlaufe der Behandlung eines chronisch Kranken Ischiassymptome auf, so handelt es sich nicht um Zeichen einer interkurrenten Erkrankung, sondern um unmittelbare Symptome "miasmatischer" Krankheiten. Dies verlangt vom Therapeuten, daß er entsprechend den Symptomen des aktiven "Miasmas", in diesem Fall nach den Symptomen des Ischias und seiner Begleitsymptome eine neue Arznei wählen muß. Die Behandlung des Ischias ist deswegen nicht einfach, weil die meisten vom Patienten geklagten Symptome sogenannte Lokalsymptome sind und für die Mittelwahl eine geringere Bedeutung haben. Horst Barthel gibt im Repertorium der Charakteristika einige ihm wichtig scheinende Rubriken an: Ischias rechts oder links, Anziehen des Beines an den Leib bessert, mit Atrophie, lokalisiert sich in der Ferse, beim Liegen auf der schmerzhaften Seite, Ischias im Sommer abwechselnd mit Husten im Winter, mit Taubheit. Diese Liste läßt sich noch erweitern, wenn man die in diesem Repertorium angegebenen Rubriken mit den von H. Barthel angegebenen Kriterien für die Charakteristika vergleicht. Außer diesen sind sicher die Begleitsymptome und die Causa wichtig für die Mittelwahl.
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