Abspieldauer (ca.) 3 Std. 33 Min.
3 CDs in kompakter Buchformatbox
Der Herausgeber schreibt:
Zur Reihe "Der miasmatische Weg"
Die "Homöopathischen Sonntage" der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin gehören zu den ältesten Vortragsreihen deutschsprachiger Homöopathie und finden regelmäßig einmal monatlich statt. Jeder Homöopathie-Sonntag widmet sich einem Arzneimittel, einem klinischen oder theoretischen Thema, das von mehreren ReferentInnen, prozesshaft aus dem aktuellen Erkennntnis- und Erfahrungsstand heraus, vorgetragen wird.
Mit dem Zyklus "Der miasmatische Weg", der über 7 Sonntage einen vollständigen Kreis um alle Miasmen des Gienowschen Modells (zusätzlich Skrophulose) zieht, unternehmen der prozessorientierte Homöopath Andreas Krüger, der Miasmatiker Falk Kuhfuhs, der Homöopath und Astrologe Michael Antoni sowie weitere MitstreiterInnen erstmals den Versuch, ihr Verständnis der Miasmatik aus prozessorientierter Sicht zu verbinden. Bekanntlich ist der miasmatische Ansatz in der Homöopathie nach wie heftig umstritten und umkämpft. Nicht-Miasmatiker feinden Miasmatiker an - und umgekehrt. Die Haltung heutiger Homöopathen ist gespalten zwischen Miasmatik als höchster Weisheitssstufe und als seniler Spinnerei des alten Hahnemann.
Mit dem Satz "Leben in der Liebe zum Handeln und leben lassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen." (Rudolf Steiner) eröffnet Andreas Krüger den Zyklus, bereit und offen für die Ergründung des Wesens der Miasmen in der heutigen Zeit.
Dieser spannende Vortrags-Zyklus vermittelt nicht nur einen umfassenden Überblick über die Miasmen selbst, ihre Geschichte, Theorie und praktischen Anwendungsmöglichkeiten, sondern ein tiefes Verständnis für das, was Miasmen im menschlichen Gesund- und Kranksein repräsentieren.
Für prozessorientierte Homöopathen bietet die Reihe einen gut einführenden Zugang zur Miasmatik. Miasmatisch arbeitende Homöopathen, die über die reine Begutachtung von Symptomen hinaus ein Interesse am Sinn von Krankheit haben, können neue Anregungen und aufschlussreiche Ideen zur Entwicklung eines tieferen Verständnis der Miasmatik gewinnen.
Drittes Miasma - Die Sykose
"Weil Gott/Göttin nicht überall sein konnte, schuf er/sie die Mütter" (frei nach Mohammed)
Dieser Teil des Zyklus fand "zufällig" am Muttertag statt. Andreas Krüger nimmt dies zum Anlass, um ausgehend vom Thema "Mutterschaft" in die Sykose einzuführen: Fülle, Zellwachstum, Schwangerschaft ("ein heranwachsendes Kind ist eigentlich nichts anderes als ein gutartiger Tumor"), aber auch Überbevölkerung als kollektives sykotisches Problem.
Falk Kuhfuhs, miasmatischer Homöopath nach Gienow, erläutert die verschiedenen Krankheitsschichten im miasmatischen Modell und leitet über zu den Kernproblemen der Sykose, der Fixierung und dem "Schein statt Sein". Gienow unterscheidet in der Sykose drei Stadien oder Schweregrade, die hier anhand ihrer Charakteristika und Symptome vorgestellt werden. Werden bei einer Erkrankung Symptome unterdrückt, so ist es möglich, dass sie sich an anderer und zumeist tieferer Stelle manifestiert. Wir gewinnen anhand dieses Modells einen guten Überblick, in welcher Richtung Krankheit fortschreitet, wie ein Heilungsverlauf sich umgekehrt entwickeln sollte und welche Reaktionen signalisieren, dass der Patient gesundet.
Verschiedene Arzneimittel der Sykose-Behandlung werden von Wiebke Töpper und Katharina Miethe vorgestellt: Bryonia, Sabina, Rhus toxicodendron, Natrium sulfuricum, Variolinum und Melandrium. Im astrologischen Teil, ein fester und bewährter Bestandteil der Homöopathischen Sonntage, legt uns der Homöopath und Astrologe Michael Antoni seine Gedanken zur Sykose dar. Welche Planeten symbolisieren das sykotische Miasma? Welcher "Verstoß gegen die Götter" lässt einen Menschen aus astrologischer Sicht sykotisch erkranken?
Die Nosoden sind in der miasmatischen Behandlung von größter Wichtigkeit - für die Sykose ist Medorrhinum prototypisch, neben der Hauptarznei Thuja. Andreas Krüger berichtet aus eigener Erfahrung und Praxis, lebensnah und voller Humor, über sein Verständnis dieser großen Arzneien und über sein eigenes sykotisches Miasma. Den klinischen Problemen PMS sowie Hypo- und Hypertonie liegt seiner praktischen Erfahrung nach besonders häufig das sykotische Miasma zugrunde. Den Abschluss des heutigen Ausflugs in die Fülle bildet Thuja, der Lebensbaum und die Befreiung des persönlichen Charismas.
Andreas Krüger und seine MitarbeiterInnen laden Sie ein zu einer Reise auf dem miasmatischen Weg, in das Land der Sykose.
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