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Krebs-Kongress 2009

A.U. Ramakrishnan, D. Payrhuber, Drs. Pareek, P. Le Roux, R. Sonnenschmidt, H. Knauss

Krebs-Kongress 2009

25. - 27. September 2009 in Badenweiler


Gruppenfoto

Gruppenfoto

Zum ersten Krebskongress in Badenweiler konnte der Narayana Verlag über 200 Teilnehmer, z.T. sogar aus Indien, Kanada und Kuba begrüßen.

6 Referenten beleuchteten mit ihren sehr unterschiedlichen Herangehensweisen das sehr komplexe Thema Krebs.

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Das Spektrum reichte von der klassischen Methode nach Hahnemann, über Jan Scholtens Verordnung nach dem Periodensystem, einer nach eigenen Erfahrungen entwickelten Arbeitsweise und einem miasmatisch orientierten Ansatz bis hin zum spirituellen Ansatz eines Heilers. Ein harmonischer Abend im Verlagshaus mit indischem Büffet und Signierstunde sorgte, neben dem wunderschönen Veranstaltungsort, dem strahlenden Sonnenschein und reichlichster Verpflegung, für den gemütlich-entspannenden Teil des Kongresses.

Der indische Arzt Dr. A.U.Ramakrishnan, einer der bekanntesten Krebstherapeuten weltweit, begann den ersten Seminartag mit philosophischen Gedanken zum Thema Krebs:
Das Problem von Krebs ist der Punkt, an dem aus einer normalen Zelle eine sich unkontrolliert vermehrende Zelle wird. Was bringt die Zelle an diesen Punkt? Warum verlieren die formenden Kräfte des Körpers ihre Kontrolle über das Zellleben in diesem bestimmten Teil des Körpers?
Die Balance ist verloren gegangen. Ein glückliches, von Freude erfülltes Leben - ein Leben in unserer Mitte, in Balance, ist die Grundlage für Gesundheit. – In der heutigen Zeit ist so vieles unsicher geworden. Werte, die gestern galten, sind morgen schon Vergangenheit. Der Mensch klammert sich an das Negative, - den Ärger, die Sorge. Wir müssen den Patienten helfen, das Leben zu verstehen,- zu verstehen, wer sie eigentlich sind und so wieder in Balance zu kommen. Damit geschieht sowohl Heilung, als auch Prävention.

 

A.U. Ramakrishnan

Dr. A.U. Ramakrishnan

Im Laufe seiner Praxistätigkeit hat Dr. Ramakrishnan schon mehr als 12 800 Krebsfälle behandelt, kann also auf einen riesigen Erfahrungsschatz zurückblicken. Nachdem er 2 seiner Geschwister an Krebs sterben sehen musste, ohne dass die klassische Homöopathie helfen konnte, ging er auf die Suche nach einem eigenen, speziellen Weg zur homöopathischen Krebsbehandlung. In allen anderen Fällen ist er klassischer „Kentianer“ geblieben – aber bei Krebs läuft die Zeit davon: „Wenn das Symptom mit 200 km/h daher gefegt kommt, kann man keinen Bollerwagen hinterherschicken.“ Abwarten, ob ein Mittel wirkt, kann im Falle der Wirkungslosigkeit bedeuten, zu spät zu kommen. - Gerade im ersten Krebs-Stadium haben wir als Behandler eine hohe Verantwortung.

Nicht nur das Tumorwachstum muss gestoppt werden, es darf auch nicht zur Metastasierung kommen. Engmaschige Kontrolle und ständige Bereitschaft zum Wechsel der Mittel sind erforderlich.

So hat sich die folgende Vorgehensweise bewährt: Im wöchentlichen Wechsel gibt er 2 Mittel; entweder ein Konstitutionsmittel und die passende Nosode oder ein Organmittel (lokales Mittel) abwechselnd mit einer Nosode (evtl. auch noch ein biochemisches Mittel als Erhaltungsdosis über einen längeren Zeitraum). Verabreicht werden die Mittel in der Plussing-Methode: In der ersten Woche 3 Globuli des ersten Mittels in einer Mineralwasserflasche in 250 ml Wasser auflösen und heftig schütteln. Davon 10 x alle 15 Minuten einen kleinen Schluck nehmen. Eine kleine Restmenge für den nächsten Tag belassen und wieder auf 250 ml auffüllen. Dies wird die ganze Woche wiederholt, in der 2. Woche mit dem anderen Mittel, in der 3. Woche wieder Mittel 1, in der 4. Woche Mittel 2 usw… Die beste Wirkung zeigt sich bei C 30, C 200 und 1 M. Schmerzerleichternde Mittel werden in C 30 oder C 200 verabreicht.
Als wichtige Mittel der Krebsbehandlung erläuterte er Arsenicum album, Arsenicum bromatum, Aurum muriaticum, Aurum muriaticum natronatum, Barium iodatum, Cadmium bromatum, Cadmium sulphuricum, Carcinosinum (um einen Fall, der nicht gut läuft, aufzubrechen), Condurango, Conium, Euphorbium officinarum, Hekla lava, Hippozaeninum, Hydrastis, die Kali-Salze, Magnesium phosphoricum, Ornithogallum, Phytolacca, Plumbum metallicum, Plumbum iodatum, Radium bromatum, Sabal serullata, Scirrhinum und Scrophularia nodosa. Als passende Nosoden kommen z.B. Carcinosinum, Scirrhinum, Tuberculinum bovinum und Medorrhinum in Frage.
Die hilfreiche Wirkung der Mittel für Prostata-Tumore (Sabal serrulata, Barium muriaticum, Barium carbonicum, Staphisagria, Pulsatilla, Lycopodium, Solidago, Conium und Thuja) belegte er mit mehreren Fallbeispielen. Ein 58jähriger Mann kam z.B. mit Prostata-Karzinom und Lebermetastasen, sowie Knoten im Präsakralbereich in seine Praxis. Der PSA lag bei 13,3. Aufgrund seines intellektuellen Typus, tiefen Furchen im Gesicht und einer Neigung gegen 17 Uhr einzuschlafen, erhielt er über 16 Wochen Lycopodium im Wechsel mit Scirrhinum in der Plussing-Methode als C 200. Die Untersuchung in der 16. Woche ergab eine Reduktion der Knoten im Präsakralbereich um 80 %, die Leber war unverändert, der PSA 4,2. Nach weiteren 2 Wochen (Lycopodium 1M und Scirrhinum C 200) waren die Lebermetastasen um 25 % reduziert. Vom 7. bis 9. Monat der Behandlung erhielt er Lycopodium 1M und Scirrhinum 1M. Schließlich waren die Metastasen verschwunden, der PSA auf 3,2 gesunken. Zur Prävention erfolgte darauf in halbmonatlichem Wechsel die weitere Gabe der beiden Mittel in der 1M.

Leider gibt es auch Fälle, in denen man nicht mehr heilen, nur noch lindern kann. In diesen Terminalstadien ist an Arsenicum album, Arsenicum bromatum, Radium bromatum, Magnesium phosphoricum, Opium, den Kalis, Aconitum, und Sanguinaria zu denken. Dr. Ramakrishnans Fazit: „Es gibt keinen Punkt, an dem Homöopathie nicht mehr hilft, - man kann immer helfen.“

 

Dietmar Payrhuber

Dr. Dietmar Payrhuber

Dr. Dietmar Payrhuber, Mitbegründer der österreichischen Ärztegesellschaft für klassische Homöopathie, stellte seine Arbeitsweise nach Scholten vor:
Eine Patientin mit Haarzell-Leukämie kam nach einem Chemozyklus mit schwerer Sepsis in sichtlich sehr schlechtem Allgemeinzustand zu ihm. Die Prognose war hoffnungslos. Die Krankheit wurde nach einer schweren Grippe diagnostiziert. In der Vorgeschichte gab es eine Lungenentzündung mit Leukopenie, die entstanden war, nachdem eine für sie wichtige Beziehung zerbrach. Die Patientin hatte solch starke Knochenschmerzen, dass sie kaum eine Treppe hinaufgehen konnte. Außerdem zeigten sich kleine Tumore unter der Haut.

Aus der Kindheit berichtete sie über eine fordernde Mutter, aber gute Verbindung zum Vater. Sie ist adipös, unsicher, kann Unstimmigkeiten nicht ertragen, hat Verlangen nach weichen Eiern und schwitzt im Nacken. Der Schluss auf Calcium liegt nahe.
Nun muss zur Auswahl des passenden Salzes noch das zweite Element gefunden werden: Ihr Lebensthema lautet KONFLIKT. Die Mutter steht für die Beziehung – es geht um die Serie Natrium bis Chlor, in deren Mitte Silicea  für strukturierte Beziehungen, die Familie, steht.
Stadium 17 möchte alles festhalten, muss aber gehen, - wie bei der Mutter-Kind-Beziehung ist Abnabelung notwendig. Im Stadium 17 dieser Serie steht Chlor. Sie bekommt wegen der Schuldgefühle und der lebenslänglichen Problematik, Beziehungen nicht trennen zu können, also Calcium muriaticum C 30. Über Nacht ist als erstes ihre Panik weg. Nach 3 Wochen sind die Schmerzen verschwunden und irgendwann bilden sich auch die Tumore an den Armen zurück.
Nach seiner Erfahrung folgt nach der Heilung eines Tumors oft ein pflanzliches Mittel. In diesem Fall war es Kalmia. In einem weiteren Fall, einem Non-Hodgkin-Lymphom, folgte auf Ferrum iodatum das Pflanzenmittel Wyethia. Das Thema hier war AUSHALTEN, durch Ferrum repräsentiert. Für die Notwendigkeit umzudenken, den alten Zustand hinter sich zu lassen, steht Jod. Auch Wyethia trägt das Thema des Sich-Behauptens in sich.

Beide Fälle konnten geheilt werden. Die Informationsstörung im Körper wurde mit den homöopathischen Mitteln an der Wurzel korrigiert - auch auf psychischer Ebene.

 

R.S. Pareek

Dr. R.S. Pareek

Dr. Alok Pareek und sein Vater Dr. R.S. Pareek, die Hauptreferenten des zweiten Semiartages, führen in Agra, Indien, ein modernes Krankenhaus mit allen diagnostischen Möglichkeiten und mehrere Zentren für homöopathische Forschung und Lehre. So sehen sie im Jahr über 24 000 Patienten, davon 37 % Krebspatienten. Ihnen ist es ein Anliegen, diese Fälle möglichst genau zu dokumentieren – mit allen möglichen schulmedizinischen Befunden, um so die Wirksamkeit der Homöopathie insgesamt und gerade bei diesen schweren Pathologien beweisen zu können.  Zu diesem Zweck haben sie eine Stiftung für homöopathische Forschung gegründet und rufen die homöopathische Welt auf, geheilte Fälle zusammenzutragen.

In diesem Zusammenhang baten sie auch Dr. Spinedi spontan auf die Bühne, der kurz sein Projekt zur Zusammenarbeit europäischer und indischer Homöopathen vorstellte.
Dr. Alok Pareek legte seine Behandlungsweise anhand von mehreren Fällen dar – klassisch nach Hahnemann mit Einzeldosen. Den ersten Schock über die Diagnose der Krebserkrankung fängt er mit einer Gabe Aconit C 200 ab. Danach folgt die Individualisierung des Falles… So gibt er zunächst Mittel, die den Heilungsverlauf nach einer OP unterstützen (Staphisagria, Calendula, Hypericum…), dann konstitutionell-miasmatische Mittel nach den Gemütssymptomen, Akutmittel, organunterstützende Mittel und interkurrente Nosoden.

 

Alok Pareek

Dr. Alok Pareek

Auch bei Krebs im Endstadium bleibt dem Homöopathen eine breite Palette von Möglichkeiten, dem Patienten noch Lebensqualität zu schenken. Von Schlaflosigkeit, Schmerzen, Schwäche, über Trockenheit des Mundes, Geschwüren im Mund, Geschmacksveränderungen, Fäulnisgeruch, Ödembildung bis zu Stillung akuter Blutungen reichte die lange Liste der Symptome für die Dr. Alok Pareek Mittel nannte und die er mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen bat.

Raumfordernde intrakranielle Prozesse, also Hirntumore, waren der letzte Punkt seines Vortrages mit zahlreichen Fallbeispielen.

Sehr eindrucksvoll war auch der Fall eines Säuglings mit AGS (adrenogenitalem Syndrom), den Dr. R.S. Paarek über 25 Jahre begleitet und dokumentiert hat. Mit drei Monaten zeigte das Baby eine übermäßige „Fleischbildung“ bei gleichzeitigen Rückständen in der Knochenentwicklung, beginnende Schambehaarung, Blutung aus der Gebärmutter und Bildung eines Brustansatzes. Die Prognose war sehr schlecht. Die einzige „Chance“ für das Kind wäre aus allopathischer Sicht eine Operation gewesen, die die Eltern ablehnten, da auch hier die Überlebenschancen gering waren. Dr. R.S. Pareek übernahm die Behandlung: Unter Calcium carbonicum waren die Symptome langsam rückläufig – die Fettleibigkeit bildete sich zurück, Schambehaarung und Brustbildung wurden weniger. Jedes Mal, wenn erneute Blutungen einsetzten, erhielt sie eine weitere Dosis Calcium. Nach 2 Jahren waren ihre Cortisol-Werte im Normalbereich. Auf die Geburt einer Schwester reagierte sie mit deutlicher Eifersucht und starkem Redefluss. Daher wurde die Behandlung mit Lachesis fortgesetzt. Ihr Intellekt ist normal entwickelt, sie konnte ihren Schulabschluss ablegen und ist heute glücklich und vollkommen gesund.

 

Patricia Le Roux

Dr. Patricia Le Roux
Im Anschluss erläuterte Dr. Patricia Le Roux, die in der onkologischen Kinderambulanz Marseille mitarbeitet, das französische System zur Rundumbetreuung von an Krebs leidenden Kindern und deren Familien. Sie befasst sich mit neueren Mitteln wie z.B. Schmetterlingsmittel oder die Verwendung der Metalle in der pädiatrischen Homöopathie. Exemplarisch für ihre Arbeit zeigte sieeinen Fall, der u.a. mit Limenitis bredowii behandelt wurde. Das Kind hatte einen Hirntumor der auf die Ventrikel drückte. Nach Notoperation und Chemotherapie kam das Kind in ihre Behandlung. Sie verordnete Muriaticum acidum wegen des Verlassenheitsgefühls der Mutter, die in der Schwangerschaft ihre eigene Mutter verloren hatte.

Danach bekam das Mädchen Sulfuricum acidum (wegen einer Unfallvorgeschichte des Vaters und massiven Geschwüren im Mund), Sepia, Thymuline und wegen einer Darminvagination Staphisagria. Limenitis bredowii gab nach einer Chemotherapie in extrem hoher Dosis für einige Zeit wieder Energie. Wahlanzeigend war die große Vorliebe des zarten, kleinen Mädchens für Schmetterlinge und bunte Kleidung, sowie das extreme Bedürfnis nach Schutz durch die Eltern. Nach einiger Zeit zeigte leider auch Limenitis keine Wirkung mehr, das Kind verstarb.
In einem weiteren Fall kam Germanium zur Anwendung, das bei Nierenerkrankungen und schweren Erschöpfungszuständen indiziert ist. Das Mädchen litt unter einem Nephroblastom und Lymphmetastasen. Die linke Niere war entfernt worden. Germanium-Kinder leben in einer sehr starren Umgebung z.B. in einem militärischen Umfeld – in diesem Fall stand das Kind ganz unter dem Regiment des rigiden Behandlungsprotokolls, daher schien Germanium passend. Nach Mittelgabe verschwanden die Mundgeschwüre. Bis heute nimmt sie Germanium und es geht ihr gut.

Abgerundet wurde der Tag mit einem indischen Büffet und Signierstunde in den Verlagsräumen in Kandern. Es blieb Zeit zum Stöbern in dem breiten Bücherangebot, zu gemütlichem Beisammensein und Austausch bei einem Glas Wein.

 

Rosina Sonnenschmidt

Dr. Rosina Sonnenschmidt

Weniger streng homöopathisch, thematisch eher kreativ orientiert ging es am letzten Kongresstag zu. Zwei Referenten mit ganzheitlich-spiritueller Heilweise brachten den Zuhörern ihre Sicht von Heilung näher - und das auf ganz lebendige Weise:

Eine der ersten Fragen, die sich HP Dr. Rosina Sonnenschmidt bei der Begegnung mit einem Krebspatienten stellt, ist: Welche positiven Potentiale bringt dieser Mensch mit? Wie kann er seinen Heilungsprozess ausschöpfen aus dieser Quelle? Aus ihrer Sicht ist ein krebskranker Mensch ein sehr kraftvoller Organismus, denn er kann all dieses Leiden aushalten.

Wenn es gelingt, die vorhandene Willenskraft zu mobilisieren, kann der Patient die Kraft, die im Augenblick noch gegen ihn arbeitet, für den Heilungsprozess nutzen.

Positives Denken, das beginnt schon beim Danke sagen, ist nötig. Chronisch kranke Menschen können nicht mehr danken. Sie sind nicht mehr fähig über den Rahmen ihres Lebensfeldes zu schauen und weit davon entfernt Danke zu sagen. Das Denken, Verhalten und auch das Umfeld, die krankmachenden Strukturen, müssen sich ändern, damit es nicht bei einer kurzzeitigen Arzneimittelwirkung bleibt, sondern zu einer dauerhaften Heilung kommen kann. Der Patient sollte lernen, dass er seinen Körper nicht zufällig hat, sondern dass er wertvoll ist – eine Fähigkeit, die einem Krebskranken  mangelt, das Selbstwertgefühl. Er muss lernen, sich wert zu schätzen, denn „als Mensch gehe ich mit einem Sakralraum anders um, als mit einem Nutzraum, einem Kellerraum oder sogar Abstellraum…“ Das muss immer wieder eingeübt werden, z.B. durch kreative Tätigkeiten (Malen, Singen etc.), die genauso zur Krebstherapie von Fr. Sonnenschmidt verordnet werden wie homöopathische Mittel, Heilnahrung und Darmreinigung. So kann der Mensch seine ICH-Kraft entdecken und lernen (s)ein Original zu sein…
Die beiden ehemaligen Patientinnen, die live von ihrer Heilungsgeschichte berichteten, überzeugten einfach durch den sichtbaren Wandel, der mit ihnen vorgegangen war. Beide kamen in auswegloser-austherapierter Lage zu Fr. Sonnenschmidt. Nun standen dort zwei selbstbewusste Frauen mit ganz neuen Lebensperspektiven völlig geheilt vor dem Publikum! Natürlich war die Heilung nicht immer einfach. Sie mussten viele Tiefen durchschreiten. Am Ende halfen ihnen aber die homöpathischen Mittel und große Willenskraft, ihre Konflikte zu lösen und positiv in ein neues Leben zu schauen.
Fr. Sonnenschmidts homöopathische Therapie ist stark an der Miasmatik orientiert. Karzinogenie ist ein syphilitisch-sykotisches Kreuz-Geschehen., das sich gegenseitig negativ beeinflusst. Wie in einem Haus muss Etage für Etage aufgearbeitet werden, um aus dem Keller, der Syphilinie, wieder in gesündere Räume nach oben bis zur Psora heraufzusteigen. So beginnt sie mit einem passenden syphilitischen Mittel, geht weiter über ein Mittel, das die Fähigkeit hat zu Trennen, d.h. von der Syphilinie in die Sykose zu schieben. Meist ist dies eine harte Säure. Danach müssen die drei sykotischen Ebenen bearbeitet werden, evtl. folgt die Tuberkulinie oder Skrophulose, bis der Patient zum Schluss die Ebene der Psora erreicht und die Krankheit den Körper über die Haut verlässt.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Behandlung ihrer Krebspatienten ist der Rhythmus. Das Leben ist Rhythmus. Krankheit bedeutet den Verlust von Rhythmus. Durch Stress wird die Lebenskraft überfordert. Der Mensch muss sich erst wieder in den natürlichen Lebensrhythmus eingliedern, zu dem auch der Wechsel zwischen Arbeit und Ruhe gehört. Ein bewährter Weg zum Wiedererlernen des Rhythmus sind Übungen z.B. für den Atem. Krebspatienten atmen zu flach. Ganz praktisch forderte Fr. Sonnenschmidt die Teilnehmer zur Selbsterfahrung der rhythmischer Atmung auf: Zu Musik sollten wir stehend zwei Takte (8 Zählzeiten) einatmen, dabei auf die Zehen gehen und die Fäuste ballen, anschließend 2 Takte wieder ausatmen und entspannen…

 

Harald Knauss

Harald Knauss

Harald Knauss, der als Geistheiler Menschen auf ihrem Weg begleitet, sowohl auf dem Weg der Heilung, als auch beim Gang auf die andere Seite, führte den Einfluss der Stimmung auf den Menschen sehr anschaulich vor Augen. Ohne Stimmung – ohne stimmig zu sein, klingt kein Instrument gut, - ohne in sich stimmig zu sein, kann kein Musiker wirklich kreativ sein. Auch der Heiler muss in sich stimmig sein, um anderen Menschen helfen zu können.

Krankheit zeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist – etwas ist aus dem Gleichgewicht geraten. Das Leben ist Bewegung – es ist schöpferisch.

Dabei gibt es 2 Pole: den Denkpol (im Kopf), der Energie verbraucht, und der Lebenspol im Becken (Keimdrüsen), der Leben bzw. Schöpferkraft gibt. Wenn wir nur aus einem Pol leben, meist dem Kopf, werden wir uns erschöpfen und aus dem Gleichgewicht kommen. Erst wenn wir wieder lernen, zu tanzen (das Becken zu bewegen), - in Bewegung zu kommen, regen wir diesen Lebenspol an.
Wir brauchen als Menschen Träume und Visionen, - wir brauchen Vertrauen in uns selbst. Nicht Laborwerte sagen uns, ob es uns gut geht, - allein wir selbst können das, wenn wir uns selbst vertrauen. Wir müssen wieder ein Gespür entwickeln, ob wir in uns stimmig sind. Leben ist Resonanzfähigkeit, Ganzheitlichkeit, Verwandlungskraft, Selbstregulation, Schöpfertum (Kreativität), Unabhängigkeit (Freiheit), Eigenständigkeit, Anpassungsfähigkeit. Leben will geübt sein.
Eine Möglichkeit dazu ist kreative Beschäftigung, z.B. die Musik. Gerade der Krebskranke verliert das Körpergefühl, der Körper musst wieder erfahren werden. Das haben wir mit einer Übung ganz praktisch ausprobieren dürfen. Hr. Knauss bat das Publikum zunächst den vorgegebenen Liedertext „Freudigkeit, Freudigkeit …“ laut zu lesen, ein zweites Mal mit mehr Begeisterung, ein drittes Mal mit Gesang. Dann gehört zur Freudigkeit auch noch die Gestik – also bitte mit jubelnd erhobenen Armen, -bitte den anderen anlächeln… Nun waren wir als Teilnehmer innerlich schon deutlich guter Stimmung. - Dann bitte nochmal singen mit kreisendem Becken, - dann marschierend, dann auf HA-HA-HA und Hi-Hi-Hi… Ein Ausklang, durch den sicherlich jeder mit großer Freudigkeit wieder in den Praxisalltag zurückkehrt…

Mein herzlichster Dank an die Referenten und das gesamte Narayana-Team für ein rundum harmonisches und vor allem sehr, sehr lehrreiches Wochenende!

Silke Burzlaff

 

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Autorin: Silke Burzlaff. Weitere Eindrücke vom Kongress

 



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