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Ein Ytterbium-oxydatum-Fall

Von Pavol Tibensky

In diesem Fallbeispiel geht es um einen 54-jährigen katholischen Priester.

Seine Hauptbeschwerde ist der Bluthochdruck, er geht hoch bis 200/120. Der Patient ist sehr verbittert, angewidert und missmutig, überhaupt nicht freundlich. Er ist katholischer Priester in einer überwiegend protestantischen Gegend. Er wurde dorthin strafversetzt. Er lehnt sich gegen jegliche Autorität auf: gegen die Kommunisten, gegen die Postkommunisten und gegen die katholische Obrigkeit. Er ist sehr intelligent. Er hat ein Abonnement für den „Observatore Romano“, die Papstzeitschrift des Vatikans. Die Zeitschrift liest er im lateinischen Original. Nach Anweisungen der katholischen Kirche in der Slowakei sollten alle Priester die Zeitschrift in der slowakischen Übersetzung lesen, mit sechs Monaten Verzögerung nach Erscheinen des Originals. Er weigerte sich und wurde in eine wenig attraktive Gemeinde versetzt. Er kann Manipulationen, Kontrolle und Dominanz nicht ausstehen. Er sagt seine Meinung direkt und ist deswegen nicht sehr beliebt.

„Ich habe Probleme mit meinem Fingernagel.“

„Das muss von einem Chirurgen behandelt werden.“

„Nein, muss es nicht. Sie müssen mich behandeln!“

Das kann ich nicht.“

„Das interessiert mich nicht! Ich werde nirgendwo anders hingehen.“

„Also gut, ich werde den Abszess für Sie öffnen.“

„Sehen Sie. Es hat mich nicht umgebracht.“

„Ja. Jetzt müssen wir aber Ihren Bluthochdruck behandeln.“

„Warum? Das ist unmöglich, ich bin schon alt. Ich habe vergessen, meine Tabletten zu nehmen. Die Behörden sagen, dass man arbeiten muss wie ein Hund bis man 65 Jahre alt ist. Man trägt den eigenen Sarg auf dem Buckel. Mein Großvater starb mit 55, meine Großmutter mit 45. Warum? Manche Leute wären froh, wenn ich tot wäre.“

„Ihr Blutdruck ist bei 200/120. Wir müssen etwas dagegen unternehmen.“

„Das ist doch ein guter Blutdruck. Nicht alles ist möglich und es ist mir auch egal.“

„Erzählen Sie etwas von sich.“

„Ich hatte eine schwere Kindheit. Im Alter von eins bis sieben war ich in einem Kloster. Meine Mutter hat mich ihrer Schwester gegeben, die Nonne war. Meine Eltern hatten Probleme, keine Eheprobleme, aber für meine Mutter war es nicht leicht, sich um einen Bengel zu kümmern. In den 50er Jahren, in der kommunistischen Diktatur, war es schwer für sie. Sie musste für 20 Jahre ins Gefängnis, weil sie in der faschistischen Slowakischen Republik den Monsignore Andrej Hlinka pflegte. Er war Anführer der ‚Slowakischen Hlinka Garde‘. Einem bettlägerigen alten Mann den Hintern abzuputzen war also Hochverrat.“ Die Kollaboration mit sogenannten ‚faschistischen Katholiken‘ wurde von den Kommunisten streng geahndet.

„Ich war Priester in einer Pilgergemeinde. Die Kommunisten hatten meine Gemeinde fest im Grill. Eines Morgens fand ich ein Mitglied der Sicherheitsbehörde in meinem Esszimmer vor, der entspannt eine Zigarette rauchte. Sie haben mich in dieser Zeit gemobbt. Ich hatte wegen des Terrors mit 35 Jahren einen Herzinfarkt. Ich war wütend. Warum ich? Später habe ich gelernt, damit umzugehen, weil man sich sonst gleich verabschieden kann.“

„Als junger Mann konnte ich noch eine progressivere Meinung über den Erzbischof vertreten und wir konnten diese Einstellung in alle Gemeinden tragen. Er war sehr fortschrittlich eingestellt, der Papst hatte nichts damit zu tun. Er war sehr offen, aber die Schüler haben sich darüber lustig gemacht. Das konnte Deutschland nicht akzeptieren.“

„Sind Sie wütend?“

„Nicht oft. Es ist egal. Als junger Mann war ich sehr oft wütend. Wenn man noch 40 Jahre vor sich hat, dann möchte man etwas beweisen, aber sie haben ständig auf mir herumgehackt. Mittlerweile ist es egal. Ich bin resigniert. Ich habe kapituliert.“

„Ein 54 Jahre alter Kirchenmann muss sich Gedanken machen, wo er enden wird. Gnade mir Gott, wenn ich eine Bischofsmütze tragen würde. (Mit 40 hatte er Ambitionen, Bischof zu werden.) Man hat hier und da schon Schmerzen, man ist mit sich selbst beschäftigt und hat keine Energie, sich um etwas anderes zu kümmern. Ich kann mich nicht ändern. Ich gehe meinen eigenen Weg. Nichts regt mich mehr auf. Ich lehre Geschichte und arbeite mit Lehrern zusammen. Unter dem alten Regime waren sie stramme Kommunisten, jetzt sitzen sie in der Kirche in der ersten Reihe. Sie geben ihren Schülern ein Minimum an Wissen weiter. Aber es ist mir egal. Ich trage Scheuklappen.“

Verschreibung: Ytterbium oxydatum C200

Follow-up im Juni 2005:

Der Blutdruck ist jetzt 140/85. Er fühlt sich weniger angespannt, er lächelt freundlich und kann jetzt mit anderen Menschen kommunizieren. Das Mittel wird nur einmal im Juni 2005 wiederholt. Sein Blutdruck bleibt stabil, er nimmt weiterhin seine allopathischen Medikamente, die er vor der homöopathischen Behandlung schon einnahm. Viele Mitglieder seiner Gemeinde finden, dass er sich sehr verändert hat.

Pavol Tibensky, Slowakei

Kontakt: E-mail: tibus@stonline.sk

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Kategorie: Fälle

Schlüsselwörter: Ytterbium oxydatum

Copyright: Ytterbium - images-of-elements.com

Originalartikel: Interhomeopathy.org

Ein Ytterbium-oxydatum-Fall

Von Pavol Tibensky

In diesem Fallbeispiel geht es um einen 54-jährigen katholischen Priester.

Seine Hauptbeschwerde ist der Bluthochdruck, er geht hoch bis 200/120. Der Patient ist sehr verbittert, angewidert und missmutig, überhaupt nicht freundlich. Er ist katholischer Priester in einer überwiegend protestantischen Gegend. Er wurde dorthin strafversetzt. Er lehnt sich gegen jegliche Autorität auf: gegen die Kommunisten, gegen die Postkommunisten und gegen die katholische Obrigkeit. Er ist sehr intelligent. Er hat ein Abonnement für den „Observatore Romano“, die Papstzeitschrift des Vatikans. Die Zeitschrift liest er im lateinischen Original. Nach Anweisungen der katholischen Kirche in der Slowakei sollten alle Priester die Zeitschrift in der slowakischen Übersetzung lesen, mit sechs Monaten Verzögerung nach Erscheinen des Originals. Er weigerte sich und wurde in eine wenig attraktive Gemeinde versetzt. Er kann Manipulationen, Kontrolle und Dominanz nicht ausstehen. Er sagt seine Meinung direkt und ist deswegen nicht sehr beliebt.

„Ich habe Probleme mit meinem Fingernagel.“

„Das muss von einem Chirurgen behandelt werden.“

„Nein, muss es nicht. Sie müssen mich behandeln!“

Das kann ich nicht.“

„Das interessiert mich nicht! Ich werde nirgendwo anders hingehen.“

„Also gut, ich werde den Abszess für Sie öffnen.“

„Sehen Sie. Es hat mich nicht umgebracht.“

„Ja. Jetzt müssen wir aber Ihren Bluthochdruck behandeln.“

„Warum? Das ist unmöglich, ich bin schon alt. Ich habe vergessen, meine Tabletten zu nehmen. Die Behörden sagen, dass man arbeiten muss wie ein Hund bis man 65 Jahre alt ist. Man trägt den eigenen Sarg auf dem Buckel. Mein Großvater starb mit 55, meine Großmutter mit 45. Warum? Manche Leute wären froh, wenn ich tot wäre.“

„Ihr Blutdruck ist bei 200/120. Wir müssen etwas dagegen unternehmen.“

„Das ist doch ein guter Blutdruck. Nicht alles ist möglich und es ist mir auch egal.“

„Erzählen Sie etwas von sich.“

„Ich hatte eine schwere Kindheit. Im Alter von eins bis sieben war ich in einem Kloster. Meine Mutter hat mich ihrer Schwester gegeben, die Nonne war. Meine Eltern hatten Probleme, keine Eheprobleme, aber für meine Mutter war es nicht leicht, sich um einen Bengel zu kümmern. In den 50er Jahren, in der kommunistischen Diktatur, war es schwer für sie. Sie musste für 20 Jahre ins Gefängnis, weil sie in der faschistischen Slowakischen Republik den Monsignore Andrej Hlinka pflegte. Er war Anführer der ‚Slowakischen Hlinka Garde‘. Einem bettlägerigen alten Mann den Hintern abzuputzen war also Hochverrat.“ Die Kollaboration mit sogenannten ‚faschistischen Katholiken‘ wurde von den Kommunisten streng geahndet.

„Ich war Priester in einer Pilgergemeinde. Die Kommunisten hatten meine Gemeinde fest im Grill. Eines Morgens fand ich ein Mitglied der Sicherheitsbehörde in meinem Esszimmer vor, der entspannt eine Zigarette rauchte. Sie haben mich in dieser Zeit gemobbt. Ich hatte wegen des Terrors mit 35 Jahren einen Herzinfarkt. Ich war wütend. Warum ich? Später habe ich gelernt, damit umzugehen, weil man sich sonst gleich verabschieden kann.“

„Als junger Mann konnte ich noch eine progressivere Meinung über den Erzbischof vertreten und wir konnten diese Einstellung in alle Gemeinden tragen. Er war sehr fortschrittlich eingestellt, der Papst hatte nichts damit zu tun. Er war sehr offen, aber die Schüler haben sich darüber lustig gemacht. Das konnte Deutschland nicht akzeptieren.“

„Sind Sie wütend?“

„Nicht oft. Es ist egal. Als junger Mann war ich sehr oft wütend. Wenn man noch 40 Jahre vor sich hat, dann möchte man etwas beweisen, aber sie haben ständig auf mir herumgehackt. Mittlerweile ist es egal. Ich bin resigniert. Ich habe kapituliert.“

„Ein 54 Jahre alter Kirchenmann muss sich Gedanken machen, wo er enden wird. Gnade mir Gott, wenn ich eine Bischofsmütze tragen würde. (Mit 40 hatte er Ambitionen, Bischof zu werden.) Man hat hier und da schon Schmerzen, man ist mit sich selbst beschäftigt und hat keine Energie, sich um etwas anderes zu kümmern. Ich kann mich nicht ändern. Ich gehe meinen eigenen Weg. Nichts regt mich mehr auf. Ich lehre Geschichte und arbeite mit Lehrern zusammen. Unter dem alten Regime waren sie stramme Kommunisten, jetzt sitzen sie in der Kirche in der ersten Reihe. Sie geben ihren Schülern ein Minimum an Wissen weiter. Aber es ist mir egal. Ich trage Scheuklappen.“

Verschreibung: Ytterbium oxydatum C200

Follow-up im Juni 2005:

Der Blutdruck ist jetzt 140/85. Er fühlt sich weniger angespannt, er lächelt freundlich und kann jetzt mit anderen Menschen kommunizieren. Das Mittel wird nur einmal im Juni 2005 wiederholt. Sein Blutdruck bleibt stabil, er nimmt weiterhin seine allopathischen Medikamente, die er vor der homöopathischen Behandlung schon einnahm. Viele Mitglieder seiner Gemeinde finden, dass er sich sehr verändert hat.

Pavol Tibensky, Slowakei

Kontakt: E-mail: tibus@stonline.sk

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Kategorie: Fälle

Schlüsselwörter: Ytterbium oxydatum

Copyright: Ytterbium - images-of-elements.com

Originalartikel: Interhomeopathy.org




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