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D- oder C-Potenz: das ist hier die Frage

Potenzierung in der Homöopathie

Von Joette Calabrese

Es gibt bestimmte Fragen zur Homöopathie, die ich und mein Team immer und immer wieder beantworten müssen. Die Sache mit den D- und C-Potenzen gehört dazu.

Homöopathische Arzneimittel gibt es in vielen unterschiedlichen Verdünnungsstufen (Potenzen). Zu den häufigsten eingesetzten Verdünnungen gehören die als D- oder C-Potenzen bekannten Homöopathika.

D-Potenzen werden in einem Verhältnis 1:10 (daher der Name Dezimal-Potenz) verdünnt, die sogenannten C-Potenzen dagegen in einem Verhältnis 1:100 (Centesimal-Potenz).

Verdünnungsgrad

Skala

Übliche Schreibweisen

1:10

Dezimal

X, D, DH

1:100

Centesimal

C, CH, CK

1:1000

Millesimal

M


Potenzierungsstufen homöopathischer Arzneien

Zur Herstellung einer Centesimal(C)-Potenz wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz (meist eine Urtinktur) mit 99 Tropfen reinem Alkohol verdünnt. Anschließend wird diese Verdünnung (Dilution) auf einer festen, aber trotzdem nachgiebigen, Unterlage (zum Beispiel die Hand) einhundertmal kräftig aufgeschlagen („verschüttelt“). Das Ergebnis ist eine Dilution in der Potenzierungsstufe C1.

Um eine C2-Potenz herzustellen, wird ein Tropfen der C1-Dilution in einem frischen Glas mit 99 Tropfen Alkohol verdünnt und auf die gleiche Weise verschüttelt. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Potenz erreicht ist, bei einer C30 zum Beispiel dreißigmal.

Wenn man dieses Verfahren nun auf der Dezimalskala anwenden möchte, wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz mit 9 Tropfen reinem Alkohol verdünnt und anschließend verschüttelt (in diesem Fall mit zehn Schüttelschlägen). Die so gewonnene Dilution ist eine D1-Potenz. Der Vorgang wird bis zur gewünschten Potenzierungsstufe wiederholt, bei deiner D6-Potenz also sechsmal.

Je höher die Zahl, desto stärker die Verdünnung und desto „potenter“ die Arznei.

Hohe Verdünnung, wirksame Arzneien

Es mag widersprüchlich erscheinen, dass eine Substanz, die so hoch verdünnt und verschüttelt wird, im Laufe des Verfahrens immer stärker und wirksamer wird. So merkwürdig es auch klingt, es ist tatsächlich so. Das Potenzierungsverfahren reduziert die Toxizität einer Ausgangssubstanz drastisch – in vielen Fällen wird diese gar vollständig eliminiert – damit die Heilwirkung sich vollständig entfalten kann.

Durch die hohe Verdünnung bleiben Wirksubstanzen im nanomolekularen Bereich erhalten, die „grobe Materie“ jedoch wird herausgefiltert und somit nicht eingenommen. Man weiß nicht genau, wie es funktioniert, aber die Heilkraft der Ausgangssubstanz scheint in der letzten Verdünnungsstufe immer noch und in sehr potenter Form enthalten zu sein – einer Art nanomolekularen „Blaupause“.

Was immer auch in der verdünnten und verschüttelten Form einer Arznei enthalten sein mag – die Heilwirkung homöopathischer Arzneien ist genau darauf zurückzuführen. Und sie wirken mit einer äußerst beeindruckenden Zuverlässigkeit!

So weit, so gut. Die technischen Fragen wären hiermit geklärt.

D-Potenz oder C-Potenz?

Aber Sie möchten bestimmt wissen, ob Sie nun eine D- oder eine C-Potenz einnehmen sollen?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Es kommt darauf an.

Alles im Leben verändert sich. Als ich gerade meine Praxis als Homöopathin eröffnet hatte, waren in den USA überwiegend D-Potenzen erhältlich. Aus diesem Grund schreibe ich in meinen älteren Beiträgen hauptsächlich über diese Potenzierungsstufe.

In den USA kamen bald darauf die Homöopathika von Boiron auf den Markt – die ursprünglich aus Frankreich stammen - und mit ihnen wurden die C-Potenzen populärer. Durch den einfacheren Zugang zu den C-Potenzen begann auch ich, diese mehr und mehr zu verwenden, was sich in meinen Beiträgen aus dieser Zeit widerspiegelt.

Mit der Zeit wuchs meine kleine homöopathische Praxis und wurde global. Ich hatte SchülerInnen in Ländern, in denen es keine D-Potenzen gab und SchülerInnen in Ländern, in denen keine C-Potenzen erhältlich waren.

Um allen Umständen gerecht zu werden, begann ich, in meinen Blogbeiträgen den Buchstaben für die Verdünnungsmethode wegzulassen. Ich wusste ja nie, in welchen Ländern meine Leserschaft gerade zu Hause ist!

Ohne Angaben zur Verdünnungsmethode hoffte ich, dass meine LeserInnen die Arzneimittel einsetzen würden, die sie vor Ort bekommen konnten, egal ob nun mit D oder C vor der Ziffer. (Schließlich kann die Homöopathie nur dann wirken, wenn man sie auch wirklich anwendet).

Diese Lösung schien mir am sinnvollsten zu sein.

Die Potenzierungen nach Banerji

Um eine einfache Sache kompliziert zu machen, trat ich zu dieser Zeit meine Reise nach Indien an, um bei der Prasanta Banerji Homeopathic Research Foundation zu hospitieren. Dort musste ich feststellen, dass in den Banerji-Protokollen zur homöopathischen Behandlung sehr spezifisch und penibel genau zwischen D- und C-Potenzen unterschieden wird.

In der Banerji-Klinik ist und bleibt ein „D“ ein „D“ und ein „C“ bleibt ein „C“. Wenn einem Patienten eine C-Potenz verordnet wird, darf nichts anderes gegeben werden.

Das habe ich auch in meinen Blogbeiträgen aufgegriffen und meine Empfehlungen in gewissen Situationen angepasst.

Nach wie vor lasse ich die Angaben zur Verdünnungsmethode in der Regel weg, außer es gibt einen spezifischen Grund dafür.

Verlässliche Resultate

Wenn Sie genauso gute Resultate sehen wollen, wie ich es regelmäßig in meiner Praxis tue, empfehle ich Ihnen, meine Anweisungen auf den Buchstaben genau zu befolgen - insofern es überhaupt einen gibt (bitte verzeihen Sie mir dieses kleine Wortspiel!). Dank Internet haben wir inzwischen Zugang zu allen Potenzen, die wir brauchen und können Arzneimittel aus der ganzen Welt bestellen. Es gibt also keinen Grund, es nicht zu tun.

Es ist ein wenig wie beim Kuchenbacken: Wenn Sie ein ganz bestimPotenzmtes Rezept nachbacken möchten, tun Sie gut daran, die angegeben Zutaten in den richtigen Mengen zu verwenden. Sie sollten erst dann improvisieren, wenn Sie die Kunst des Backens meisterhaft beherrschen.

In der Homöopathie ist es ähnlich: Je besser Sie sich mit der homöopathischen Methode auskennen, desto mehr können Sie meine Empfehlungen an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. Wenn Sie in meinen Blogbeiträgen keine Angaben zur Verdünnungsskala finden, können Sie das einsetzen, was bei Ihnen vor Ort erhältlich ist.

Als Faustregel gilt: Meinen Erfahrungen nach macht es bei akuten Erkrankungen keinen Unterschied, ob Sie eine D- oder C-Potenz einsetzen. In chronischen Fällen, die nach einem spezifischen Protokoll behandelt werden müssen, ist die Potenzierungsstufe aber entscheidend für den Erfolg.

Nichtsdestotrotz sollen Sie wissen, dass es immer am besten ist, DAS ZU NUTZEN, WAS SIE ZUR HAND HABEN. Es ist besser als nichts und kann die Zeit überbrücken, bis die gewünschte Arznei in der benötigten Potenzierungsstufe ausfindig gemacht werden kann.

Ich hoffe, Sie sind nun ein wenig schlauer als vorher und immer noch neugierig auf die Homöopathie.

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Quelle: https://joettecalabrese.com/blog/answering-questions-x-or-c/

Foto: 627482939 von ARTFULLY PHOTOGRAPHER, 631113893 von ARTFULLY PHOTOGRAPHER 

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D- oder C-Potenz: das ist hier die Frage

Potenzierung in der Homöopathie

Von Joette Calabrese

Es gibt bestimmte Fragen zur Homöopathie, die ich und mein Team immer und immer wieder beantworten müssen. Die Sache mit den D- und C-Potenzen gehört dazu.

Homöopathische Arzneimittel gibt es in vielen unterschiedlichen Verdünnungsstufen (Potenzen). Zu den häufigsten eingesetzten Verdünnungen gehören die als D- oder C-Potenzen bekannten Homöopathika.

D-Potenzen werden in einem Verhältnis 1:10 (daher der Name Dezimal-Potenz) verdünnt, die sogenannten C-Potenzen dagegen in einem Verhältnis 1:100 (Centesimal-Potenz).

Verdünnungsgrad

Skala

Übliche Schreibweisen

1:10

Dezimal

X, D, DH

1:100

Centesimal

C, CH, CK

1:1000

Millesimal

M


Potenzierungsstufen homöopathischer Arzneien

Zur Herstellung einer Centesimal(C)-Potenz wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz (meist eine Urtinktur) mit 99 Tropfen reinem Alkohol verdünnt. Anschließend wird diese Verdünnung (Dilution) auf einer festen, aber trotzdem nachgiebigen, Unterlage (zum Beispiel die Hand) einhundertmal kräftig aufgeschlagen („verschüttelt“). Das Ergebnis ist eine Dilution in der Potenzierungsstufe C1.

Um eine C2-Potenz herzustellen, wird ein Tropfen der C1-Dilution in einem frischen Glas mit 99 Tropfen Alkohol verdünnt und auf die gleiche Weise verschüttelt. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die gewünschte Potenz erreicht ist, bei einer C30 zum Beispiel dreißigmal.

Wenn man dieses Verfahren nun auf der Dezimalskala anwenden möchte, wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz mit 9 Tropfen reinem Alkohol verdünnt und anschließend verschüttelt (in diesem Fall mit zehn Schüttelschlägen). Die so gewonnene Dilution ist eine D1-Potenz. Der Vorgang wird bis zur gewünschten Potenzierungsstufe wiederholt, bei deiner D6-Potenz also sechsmal.

Je höher die Zahl, desto stärker die Verdünnung und desto „potenter“ die Arznei.

Hohe Verdünnung, wirksame Arzneien

Es mag widersprüchlich erscheinen, dass eine Substanz, die so hoch verdünnt und verschüttelt wird, im Laufe des Verfahrens immer stärker und wirksamer wird. So merkwürdig es auch klingt, es ist tatsächlich so. Das Potenzierungsverfahren reduziert die Toxizität einer Ausgangssubstanz drastisch – in vielen Fällen wird diese gar vollständig eliminiert – damit die Heilwirkung sich vollständig entfalten kann.

Durch die hohe Verdünnung bleiben Wirksubstanzen im nanomolekularen Bereich erhalten, die „grobe Materie“ jedoch wird herausgefiltert und somit nicht eingenommen. Man weiß nicht genau, wie es funktioniert, aber die Heilkraft der Ausgangssubstanz scheint in der letzten Verdünnungsstufe immer noch und in sehr potenter Form enthalten zu sein – einer Art nanomolekularen „Blaupause“.

Was immer auch in der verdünnten und verschüttelten Form einer Arznei enthalten sein mag – die Heilwirkung homöopathischer Arzneien ist genau darauf zurückzuführen. Und sie wirken mit einer äußerst beeindruckenden Zuverlässigkeit!

So weit, so gut. Die technischen Fragen wären hiermit geklärt.

D-Potenz oder C-Potenz?

Aber Sie möchten bestimmt wissen, ob Sie nun eine D- oder eine C-Potenz einnehmen sollen?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Es kommt darauf an.

Alles im Leben verändert sich. Als ich gerade meine Praxis als Homöopathin eröffnet hatte, waren in den USA überwiegend D-Potenzen erhältlich. Aus diesem Grund schreibe ich in meinen älteren Beiträgen hauptsächlich über diese Potenzierungsstufe.

In den USA kamen bald darauf die Homöopathika von Boiron auf den Markt – die ursprünglich aus Frankreich stammen - und mit ihnen wurden die C-Potenzen populärer. Durch den einfacheren Zugang zu den C-Potenzen begann auch ich, diese mehr und mehr zu verwenden, was sich in meinen Beiträgen aus dieser Zeit widerspiegelt.

Mit der Zeit wuchs meine kleine homöopathische Praxis und wurde global. Ich hatte SchülerInnen in Ländern, in denen es keine D-Potenzen gab und SchülerInnen in Ländern, in denen keine C-Potenzen erhältlich waren.

Um allen Umständen gerecht zu werden, begann ich, in meinen Blogbeiträgen den Buchstaben für die Verdünnungsmethode wegzulassen. Ich wusste ja nie, in welchen Ländern meine Leserschaft gerade zu Hause ist!

Ohne Angaben zur Verdünnungsmethode hoffte ich, dass meine LeserInnen die Arzneimittel einsetzen würden, die sie vor Ort bekommen konnten, egal ob nun mit D oder C vor der Ziffer. (Schließlich kann die Homöopathie nur dann wirken, wenn man sie auch wirklich anwendet).

Diese Lösung schien mir am sinnvollsten zu sein.

Die Potenzierungen nach Banerji

Um eine einfache Sache kompliziert zu machen, trat ich zu dieser Zeit meine Reise nach Indien an, um bei der Prasanta Banerji Homeopathic Research Foundation zu hospitieren. Dort musste ich feststellen, dass in den Banerji-Protokollen zur homöopathischen Behandlung sehr spezifisch und penibel genau zwischen D- und C-Potenzen unterschieden wird.

In der Banerji-Klinik ist und bleibt ein „D“ ein „D“ und ein „C“ bleibt ein „C“. Wenn einem Patienten eine C-Potenz verordnet wird, darf nichts anderes gegeben werden.

Das habe ich auch in meinen Blogbeiträgen aufgegriffen und meine Empfehlungen in gewissen Situationen angepasst.

Nach wie vor lasse ich die Angaben zur Verdünnungsmethode in der Regel weg, außer es gibt einen spezifischen Grund dafür.

Verlässliche Resultate

Wenn Sie genauso gute Resultate sehen wollen, wie ich es regelmäßig in meiner Praxis tue, empfehle ich Ihnen, meine Anweisungen auf den Buchstaben genau zu befolgen - insofern es überhaupt einen gibt (bitte verzeihen Sie mir dieses kleine Wortspiel!). Dank Internet haben wir inzwischen Zugang zu allen Potenzen, die wir brauchen und können Arzneimittel aus der ganzen Welt bestellen. Es gibt also keinen Grund, es nicht zu tun.

Es ist ein wenig wie beim Kuchenbacken: Wenn Sie ein ganz bestimPotenzmtes Rezept nachbacken möchten, tun Sie gut daran, die angegeben Zutaten in den richtigen Mengen zu verwenden. Sie sollten erst dann improvisieren, wenn Sie die Kunst des Backens meisterhaft beherrschen.

In der Homöopathie ist es ähnlich: Je besser Sie sich mit der homöopathischen Methode auskennen, desto mehr können Sie meine Empfehlungen an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. Wenn Sie in meinen Blogbeiträgen keine Angaben zur Verdünnungsskala finden, können Sie das einsetzen, was bei Ihnen vor Ort erhältlich ist.

Als Faustregel gilt: Meinen Erfahrungen nach macht es bei akuten Erkrankungen keinen Unterschied, ob Sie eine D- oder C-Potenz einsetzen. In chronischen Fällen, die nach einem spezifischen Protokoll behandelt werden müssen, ist die Potenzierungsstufe aber entscheidend für den Erfolg.

Nichtsdestotrotz sollen Sie wissen, dass es immer am besten ist, DAS ZU NUTZEN, WAS SIE ZUR HAND HABEN. Es ist besser als nichts und kann die Zeit überbrücken, bis die gewünschte Arznei in der benötigten Potenzierungsstufe ausfindig gemacht werden kann.

Ich hoffe, Sie sind nun ein wenig schlauer als vorher und immer noch neugierig auf die Homöopathie.

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Quelle: https://joettecalabrese.com/blog/answering-questions-x-or-c/

Foto: 627482939 von ARTFULLY PHOTOGRAPHER, 631113893 von ARTFULLY PHOTOGRAPHER 

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