BücherBücherBestsellerBestsellerEtuis & ZubehörEtuis & ZubehörHomeoplantHomeoplantNaturkostNaturkostUnimedicaUnimedicaRobert FranzRobert FranzSpektrumSpektrumAktuellesAktuelles
Bestellhotline
076269749700
täglich 7-21 Uhr auch Sa/So

Die Heilung geht tief: ein Fall von Bombus sylvestris

Von Lori Johnson

Der Unfall kam plötzlich und unerwartet. Unser Auto war in eine Absperrung gerast, die an der falschen Stelle montiert worden war. Ich erinnere mich daran, wie meine linke Faust mit voller Wucht gegen mein Gesicht prallte. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich sehr verwirrt und orientierungslos war und zuerst gar nicht begriff, was eigentlich passierte. Nach dem Unfall wussten die Ärzte nicht recht, was sie bei mir diagnostizieren sollten, einigten sich dann aber auf eine diffuse Nervenverletzung mit Abschürfung des dritten Hirnnervs.

Eine Kopfverletzung ist keine Lappalie. Man muss hart an der eigenen Genesung arbeiten. Von Natur aus bin ich sehr lebhaft und aktiv und eher selten traurig oder ängstlich. Die Unwägbarkeiten des Lebens sehe ich als Herausforderungen, an denen man wachsen und sich weiterentwickeln kann. Nach dem Unfall war es anders: Ich war erschöpft und ängstlich geworden. Ich konnte nicht begreifen, was sich in meinem Gehirn und damit in meinen Denkmustern verändert hatte. Ich kam nicht auf die Idee, meine Verwirrung und geistige Trägheit mit dem Unfall in Verbindung zu bringen. Ich hatte keine Ahnung, warum ich so erschöpft  und kraftlos war. Ich war gnadenlos mit mir selbst, es war als müsste ich etwas kompensieren, das ich selbst verursacht hatte. Mit war nicht klar, dass mein Sehvermögen nach dem Unfall gelitten hatte.

 

Ich wurde von einem Homöopathen behandelt, der mit Lecithin C30 einige meiner Symptome lindern konnte, danach nahm ich es noch einmal in einer 1M Potenz ein. Später noch bekam ich Apis in unterschiedlichen Potenzen und nahm das Mittel über einen Zeitraum von 2 Jahren ein.

Vor dem Unfall hatten folgende Symptome zu meiner Krankengeschichte gehört:

Eierstockzysten (hauptsächlich auf der rechten Seite)

Unregelmäßiger Menstruationszyklus

Starke Regelblutung mit Klumpen

Sehr schmerzhafte Mens (am ersten Tag)

Brennende Schmerzen an unterschiedlichen Stellen

Ödeme

Durstlosigkeit

Nierensteine

Hast, Eile

Koordinationsstörungen

Zwischen der Einnahme von Lecithin und der Arznei Apis lagen 2 Jahre, in denen ich mit verschiedenen Arzneimitteln behandelt wurde, die aber keine echte Heilung brachten. Fast alle dieser Mittel verschlimmerten die Symptome meiner Kopfverletzung einschließlich Schwindel, Benommenheit und Lichtempfindlichkeit gegenüber LED Lampen, Halogenleuchten und Neonröhren. Besonders das Flackern einer Neonröhre verschlimmerte meine Symptome bis hin zur Ohnmacht.

Ich reagierte sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Elektrosmog (Schwindel), vor allem an Flughäfen oder Büros mit vielen elektrischen Geräten.

Meine Augen konnten nicht mehr richtig fokussieren: das Autofahren wurde beschwerlich, vor allem bei Regen und entgegenkommenden Autos. Fernsehen war anfangs unmöglich, die flimmernden Bilder belasteten mich. Außerdem hatte ich nach dem Unfall Herzrasen und einen Diabetes mellitus, hier gibt es aber auch eine familiäre Vorbelastung. Ich hatte impulsive Gedanken, aber KEINE impulsive Handlungen. Impulsivität ist ein sehr häufiges Symptom bei Kopfverletzungen.

Zu meinem Therapieplan hatten gehört: Neuro-optometrische Rehabilitation undTherapie am Innenohr in der Fachklinik, sowie Chiropraktik einschließlich craniosacrale Therapie.

Als ich meine homöopathische Ausbildung begann, lernte ich viel über die Mittelfamilien und wie die verschiedenen Mittel innerhalb einer Familie in ihrer Wirkung sehr ähnlich sein können, sich aber meist in bestimmten Aspekten voneinander unterscheiden. Mit diesem Wissen suchte ich nach einer Arznei, die mit Apis verwandt ist. Ich hatte bereits erfolglos mit Vespaexperimentiert und war noch auf der Suche nach einem Mittel, das besser passte. Zum Schluss beschäftigte ich mich näher mit der Hummel (was gar nicht so einfach war), fand einige Information über Bombus sylvestris und probierte das Mittel einfach aus.

Am Abend der Mitteleinnahme hatte ich einen starken Energieschub, fühlte mich aber gleichzeitig etwas reizbar. Weil ich mich so energiegeladen fühlte, konnte ich nur schlecht schlafen. Als ich am nächsten Morgen aufwachte fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Ich hatte das Gefühl, von einem Boot auszusteigen und die Welt hörte endlich auf sich zu drehen.Seit dem Unfall waren sieben Jahre vergangen und ich hatte mich an jedem einzelnen Tag schwindelig und benommen gefühlt. Das Gefühl war vergleichbar mit dem, das man hat, wenn man aus einem Karussell aussteigt. Ich hatte gelernt, mit diesem Gefühl zu leben, aber es war immer da. Jetzt stand die Welt zum ersten Mal – endlich – wieder still! Etwas später an diesem Tag bemerkte ich die eigentliche, noch größere Veränderung….

Schon lange litt ich unter einer starken Photophobie. Auch während meiner homöopathischen Ausbildung musste das Licht im Klassenraum gedimmt sein und selbst dann trug ich Sonnenbrille und Hut. Mein Neurologe meinte, meine Photophobie sei nicht heilbar und ich würde für den Rest meines Lebens starke Lichteinstrahlung meiden müssen. Als ich nun an diesem Tag in die Schule ging war ich positiv überrascht, denn das Unglaubliche war eingetreten: Ich konnte im Klassenraum unter der Lampe sitzen! Es war nicht 100%, aber ich konnte am Unterricht teilnehmen, ohne dass ich mich vor dem Licht schützen musste. Niemand musste wegen mir das Licht ausmachen! Ich konnte wieder im Büro arbeiten. Und alles mit einer einzigen Gabe Bombus C30!

Was war der Unterschied zu Apis? Warum wirkte es so viel besser, wo Apis schon etwas Vorarbeit geleistet hatte? Ich glaube, man kann das auf die signifikanten Unterschiede zwischen Honigbiene und Hummel zurückführen, die man auch in der Natur beobachten kann. Wir kommen zu einem besseren Verständnis dieser beiden Mittel, wenn wir diese Unterschiede näher betrachten.

Apis ist viel beschäftigt, aber oft nicht sehr effizient. Sie sind beschäftigt um der Beschäftigung Willen. Sie haben einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, der aber eher global ausgerichtet ist.

Bombus ist ähnlich, aber die Geschäftigkeit von Bombus ist zielgerichteter. Diese Menschen können viel und hart arbeiten, sind dabei aber sehr fokussiert. Ich bin überzeugt davon, dass sie so sind, weil sie ihre Arbeit möglichst schnell verrichten wollen, damit sie Zeit haben zu spielen. Sie wollen WIRKLICH gerne Spaß haben und sich mit Freunden und Familie zu entspannen. Also tun sie das, was sie tun müssen, in großer Eile, um möglichst früh das tun zu können, was sie gerne tun.

In der Natur fliegen die Hummeln schon im Frühjahr bei relativ niedrigen Temperaturen los, selbst leichter Regen wird sie nicht von ihrer Aufgabe abbringen. Außerdem fliegen sie bis in die Abendstunden hinein. Honigbienen fliegen oft Blüten an, die schon von anderen Insekten geleert wurden, während das einer Hummel nie in den Sinn kommen würde. Sie arbeiten effizienter.

Den größten Unterschied finden wir meiner Meinung nach jedoch in dem Bereich der Introspektion. Apis ist nicht besonders introspektiv, während Bombus-Menschen sich selbst sehr genau wahrnehmen, manchmal können sie auch zu introspektiv sein. Sie neigen dazu, in ihrer Introspektion festzustecken. Ich glaube, dass beide Mittel die besten Absichten hegen. Gutes zu tun ist wichtig für beide Mittel, aber für Bombus-Menschen ist es der Motor, der sie antreibt. Es ist nicht so, dass sie eine göttliche Strafe fürchten, sondern sie wollen Gutes tun, weil es ihrer Natur entspricht. Haben sie das Gefühl, auf diesem Gebiet versagt zu haben, können sie sehr verschlossen werden und sich große Selbstvorwürfe machen. Sie können sich nur schwer selbst vergeben, wenn sie doch einmal einen Fehler machen. Hier können wir das Thema des Tierreichs erkennen, in diesem Fall lautet es: „Ich gegen mich selbst“.

Interessant ist die Beobachtung, dass Bombus-Menschen trotz ihrer Großherzigkeit und Moral sehr kompetitiv sind. Das Konkurrenzdenken erstreckt sich auf fast alle Bereiche ihres Lebens. Sie stehen im Wettlauf mit sich selbst, um anstehende Dinge schnell erledigen zu können. Müssen sie monotone Aufgaben ausführen, begeben sie sich ein einen Wettlauf mit sich selbst, um schneller und besser zu werden. Leider kann diese Einstellung zu inneren Konflikten führen, denn einerseits wollen sie Gutes tun, aber auf der anderen Seite doch besser sein als die Konkurrenz, die dann eben einmal auf der Strecke bleibt.

In Bezug auf familiäre Verbindungen und genetische Veranlagung bin ich überzeugt, dass mein Vater auch von diesem Mittel profitiert hätte, denn ich bin ihm sehr ähnlich.

Er hat oft den Ausdruck verwendet: „Ich werde jetzt noch ein wenig herumhummeln.“ Er liebte es durch die Einkaufsstraßen von Portland zu bummeln. Er war sehr sozial und verreiste unheimlich gerne. Er liebte die Musik und konnte sie tief in seinem Inneren spüren. Er tauchte förmlich in die Musik ein. In diesem Punkt erinnert die Arznei sehr an die Spinnen-Mittel.

Auch vom Temperament her sind wir uns sehr ähnlich. Mein Vater wurde selten wütend, aber wenn, dann war seine Wut kurz und heftig. Ich bin genauso. Es braucht viel, um mich auf die Palme zu bringen. Dann ‚stichele‘ ich gerne, auch wenn ich nicht immer ausspreche, was ich denke. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Mittel in einem nicht kompensierten Zustand (Wut) einem sehr frustrierten, nörgelnden Menschen entspricht. Diese Menschen empfinden eher Frust als ausgesprochene Wut oder Zorn. Sie sind nicht nachtragend und verzeihen schnell. Sie VERWEILEN NICHT GERNE bei ihren negativen Gefühlen und arbeiten hart an sich selbst, um sie zu überwinden. Meiner Erfahrung nach sind diese Menschen in der Regel glücklich und zufrieden.

Die Kinder können recht nervös und fast schon hyperaktiv sein. Sie sind vorlaut und bereits in einem frühen Alter sehr redefreudig. Wenn sie als Kinder ausgesprochen ängstlich sind, werden sie als Erwachsene hart daran arbeiten, diese Ängste zu überwinden und genau das Gegenteil zu leben (das entspricht ihrem Verlangen, nicht bei negativen Gefühlen zu verweilen). Ich glaube, zu ihren Ängsten gehört auch die Furcht, den Verstand zu verlieren und diese Angst tragen sie bis in das Erwachsenenalter mit sich.

Sie können außerordentlich empathisch sein und haben feine Antennen für die Ängste anderer. Stellen Sie sich am besten eine Biene mit starkem Phosphorus-Anteil vor und Sie haben das Mittelbild von Bombus vor den Augen. Sie können sich nicht sehr gut abgrenzen und spielen bis sie krank werden, weil sie nicht wissen, wann sie aufhören müssen. Apis ist zu heiß, Bombus dagegen kalt, obwohl sie beide keine exzessive Hitze mögen. Apis-Verletzungen werden durch kalte Anwendungen gebessert, Bombus durch Hitze.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Träume von Bombus sehr interessant sind: Träume von der Haussuche, vom Fallen (nicht Fliegen), von Stürmen (vor allem Tornados) und von Abenteuern. Nur selten haben sie Albträume. Das ist interessant, weil Bombus sylvestris ja ein Nesträuber ist – sie belegen Nester, die von anderen Hummeln gebaut wurden (Haussuche).

Es gibt drei unterschiedliche Bombus-Mittel. In der praktischen Anwendung unterscheiden sie sich durch eine gewisse Verlagerung der Schwerpunkte. In meiner Erfahrung ist Bombus pratorumviel trauriger und depressiver und neigt mehr zu Impulsivität. Ich erinnere mich daran, das Mittel genommen zu haben und in den nächsten 24 Stunden vom Kaufrausch erfasst zu werden. Ich musste fast obsessiv Dinge kaufen, für die ich eigentlich keine Verwendung hatte. Als ich innehielt und in meinen Einkaufskorb schaute, wusste ich sofort, woher mein Kaufrausch kam. Ich habe die Dinge natürlich sofort zurückgelegt, aber die Episode hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Während ich das Mittel nahm, fühlte ich mich traurig und depressiv. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Mittel nicht sonderlich voneinander.

Bombus melanopygushabe ich auch ausprobiert, weil ich herausfinden wollte, ob die Hummeln aus unserer Region einen anderen Effekt haben würden als ihre Verwandten. Ich stellte fest, dass der Schwindel mit diesem Mittel deutlich schlimmer wurde. Ich kannte dieses Schwindelgefühl ja, aber während der Mitteleinnahme war er permanent da. Der Schwindel verschwand schließlich von selbst, kam aber jedes Mal wieder, sobald ich das Mittel einnahm. Eventuell haben wir in B. melanopygusein gutes Mittel für M. Meniere.Ansonsten war es wie die anderen beiden Mittel auch. Bombus pratorumund Bombus melanopygusgehören zu den echten Hummeln und unterscheiden sich vielleicht deshalb von Bombus sylvestris.

Was sind nun die Gemeinsamkeiten von Apis und Bombus? Beide lieben es zu verreisen und haben ähnliche körperliche Beschwerden. Beide können sehr leidenschaftlich sein. Beide sind reizbar und von Natur aus eifersüchtig. Bei beiden haben wir eher Frust als Wut. Beide sind durstlos.

Wie hat sich meine eigene Bombus-Geschichte weiter entwickelt? Ich erhöhte schrittweise die Potenz des Mittels und allmählich wurden die Folgen des schweren Unfalls gebessert bis sie schließlich ganz verschwanden. Wegen meiner Eierstockzysten war meine Gebärmutter entfernt worden (leider kannte ich die Homöopathie damals noch nicht), also konnte ich in diesem Bereich keine Schlüsse ziehen. Aber meine Ödeme wurden deutlich besser und ich begann, mehr Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Die Nierensteine sind besser. Mein Energiehaushalt ist wieder normal und die Benommenheit ist weg. Auch die impulsiven Gedanken sind fast nicht mehr da und wenn sie doch noch kommen, lösen sie keine Panik mehr aus. Ich konnte endlich akzeptieren, dass ein impulsiver Gedanke nicht automatisch zu impulsiven Handlungen führt und konnte das Thema loslassen.

Seit meiner ersten Einnahme von Bombus sind jetzt sieben Jahre vergangen und ich fühle mich sehr wohl. Ab und zu habe ich Probleme mit den Augen und dem Gleichgewicht, aber ich kann meinen Alltag unbeschwert bewältigen. Ich habe meine Energie und – noch wichtiger – meine Perspektive wiedergefunden. Das ist für mich das wunderbarste Geschenk von allen.

*********************************************

Fotos: Shutterstock
Brokenwindshield; OcskayBence
Dizziness; Dirima
Bumblebee; Sergey Lavrentev

Kategorie: Fälle

Schlüsselwörter: Kopfverletzung, Schwindel, Benommenheit, Lichtempfindlichkeit, empfindlich gegen Elektrosmog, Impulsivität, Typ 2 Diabetes

Mittel: Bombus

Originalartikel: Interhomeopathy.org

Die Heilung geht tief: ein Fall von Bombus sylvestris

Die Heilung geht tief: ein Fall von Bombus sylvestris

Von Lori Johnson

Der Unfall kam plötzlich und unerwartet. Unser Auto war in eine Absperrung gerast, die an der falschen Stelle montiert worden war. Ich erinnere mich daran, wie meine linke Faust mit voller Wucht gegen mein Gesicht prallte. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich sehr verwirrt und orientierungslos war und zuerst gar nicht begriff, was eigentlich passierte. Nach dem Unfall wussten die Ärzte nicht recht, was sie bei mir diagnostizieren sollten, einigten sich dann aber auf eine diffuse Nervenverletzung mit Abschürfung des dritten Hirnnervs.

Eine Kopfverletzung ist keine Lappalie. Man muss hart an der eigenen Genesung arbeiten. Von Natur aus bin ich sehr lebhaft und aktiv und eher selten traurig oder ängstlich. Die Unwägbarkeiten des Lebens sehe ich als Herausforderungen, an denen man wachsen und sich weiterentwickeln kann. Nach dem Unfall war es anders: Ich war erschöpft und ängstlich geworden. Ich konnte nicht begreifen, was sich in meinem Gehirn und damit in meinen Denkmustern verändert hatte. Ich kam nicht auf die Idee, meine Verwirrung und geistige Trägheit mit dem Unfall in Verbindung zu bringen. Ich hatte keine Ahnung, warum ich so erschöpft  und kraftlos war. Ich war gnadenlos mit mir selbst, es war als müsste ich etwas kompensieren, das ich selbst verursacht hatte. Mit war nicht klar, dass mein Sehvermögen nach dem Unfall gelitten hatte.

 

Ich wurde von einem Homöopathen behandelt, der mit Lecithin C30 einige meiner Symptome lindern konnte, danach nahm ich es noch einmal in einer 1M Potenz ein. Später noch bekam ich Apis in unterschiedlichen Potenzen und nahm das Mittel über einen Zeitraum von 2 Jahren ein.

Vor dem Unfall hatten folgende Symptome zu meiner Krankengeschichte gehört:

Eierstockzysten (hauptsächlich auf der rechten Seite)

Unregelmäßiger Menstruationszyklus

Starke Regelblutung mit Klumpen

Sehr schmerzhafte Mens (am ersten Tag)

Brennende Schmerzen an unterschiedlichen Stellen

Ödeme

Durstlosigkeit

Nierensteine

Hast, Eile

Koordinationsstörungen

Zwischen der Einnahme von Lecithin und der Arznei Apis lagen 2 Jahre, in denen ich mit verschiedenen Arzneimitteln behandelt wurde, die aber keine echte Heilung brachten. Fast alle dieser Mittel verschlimmerten die Symptome meiner Kopfverletzung einschließlich Schwindel, Benommenheit und Lichtempfindlichkeit gegenüber LED Lampen, Halogenleuchten und Neonröhren. Besonders das Flackern einer Neonröhre verschlimmerte meine Symptome bis hin zur Ohnmacht.

Ich reagierte sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Elektrosmog (Schwindel), vor allem an Flughäfen oder Büros mit vielen elektrischen Geräten.

Meine Augen konnten nicht mehr richtig fokussieren: das Autofahren wurde beschwerlich, vor allem bei Regen und entgegenkommenden Autos. Fernsehen war anfangs unmöglich, die flimmernden Bilder belasteten mich. Außerdem hatte ich nach dem Unfall Herzrasen und einen Diabetes mellitus, hier gibt es aber auch eine familiäre Vorbelastung. Ich hatte impulsive Gedanken, aber KEINE impulsive Handlungen. Impulsivität ist ein sehr häufiges Symptom bei Kopfverletzungen.

Zu meinem Therapieplan hatten gehört: Neuro-optometrische Rehabilitation undTherapie am Innenohr in der Fachklinik, sowie Chiropraktik einschließlich craniosacrale Therapie.

Als ich meine homöopathische Ausbildung begann, lernte ich viel über die Mittelfamilien und wie die verschiedenen Mittel innerhalb einer Familie in ihrer Wirkung sehr ähnlich sein können, sich aber meist in bestimmten Aspekten voneinander unterscheiden. Mit diesem Wissen suchte ich nach einer Arznei, die mit Apis verwandt ist. Ich hatte bereits erfolglos mit Vespaexperimentiert und war noch auf der Suche nach einem Mittel, das besser passte. Zum Schluss beschäftigte ich mich näher mit der Hummel (was gar nicht so einfach war), fand einige Information über Bombus sylvestris und probierte das Mittel einfach aus.

Am Abend der Mitteleinnahme hatte ich einen starken Energieschub, fühlte mich aber gleichzeitig etwas reizbar. Weil ich mich so energiegeladen fühlte, konnte ich nur schlecht schlafen. Als ich am nächsten Morgen aufwachte fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Ich hatte das Gefühl, von einem Boot auszusteigen und die Welt hörte endlich auf sich zu drehen.Seit dem Unfall waren sieben Jahre vergangen und ich hatte mich an jedem einzelnen Tag schwindelig und benommen gefühlt. Das Gefühl war vergleichbar mit dem, das man hat, wenn man aus einem Karussell aussteigt. Ich hatte gelernt, mit diesem Gefühl zu leben, aber es war immer da. Jetzt stand die Welt zum ersten Mal – endlich – wieder still! Etwas später an diesem Tag bemerkte ich die eigentliche, noch größere Veränderung….

Schon lange litt ich unter einer starken Photophobie. Auch während meiner homöopathischen Ausbildung musste das Licht im Klassenraum gedimmt sein und selbst dann trug ich Sonnenbrille und Hut. Mein Neurologe meinte, meine Photophobie sei nicht heilbar und ich würde für den Rest meines Lebens starke Lichteinstrahlung meiden müssen. Als ich nun an diesem Tag in die Schule ging war ich positiv überrascht, denn das Unglaubliche war eingetreten: Ich konnte im Klassenraum unter der Lampe sitzen! Es war nicht 100%, aber ich konnte am Unterricht teilnehmen, ohne dass ich mich vor dem Licht schützen musste. Niemand musste wegen mir das Licht ausmachen! Ich konnte wieder im Büro arbeiten. Und alles mit einer einzigen Gabe Bombus C30!

Was war der Unterschied zu Apis? Warum wirkte es so viel besser, wo Apis schon etwas Vorarbeit geleistet hatte? Ich glaube, man kann das auf die signifikanten Unterschiede zwischen Honigbiene und Hummel zurückführen, die man auch in der Natur beobachten kann. Wir kommen zu einem besseren Verständnis dieser beiden Mittel, wenn wir diese Unterschiede näher betrachten.

Apis ist viel beschäftigt, aber oft nicht sehr effizient. Sie sind beschäftigt um der Beschäftigung Willen. Sie haben einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, der aber eher global ausgerichtet ist.

Bombus ist ähnlich, aber die Geschäftigkeit von Bombus ist zielgerichteter. Diese Menschen können viel und hart arbeiten, sind dabei aber sehr fokussiert. Ich bin überzeugt davon, dass sie so sind, weil sie ihre Arbeit möglichst schnell verrichten wollen, damit sie Zeit haben zu spielen. Sie wollen WIRKLICH gerne Spaß haben und sich mit Freunden und Familie zu entspannen. Also tun sie das, was sie tun müssen, in großer Eile, um möglichst früh das tun zu können, was sie gerne tun.

In der Natur fliegen die Hummeln schon im Frühjahr bei relativ niedrigen Temperaturen los, selbst leichter Regen wird sie nicht von ihrer Aufgabe abbringen. Außerdem fliegen sie bis in die Abendstunden hinein. Honigbienen fliegen oft Blüten an, die schon von anderen Insekten geleert wurden, während das einer Hummel nie in den Sinn kommen würde. Sie arbeiten effizienter.

Den größten Unterschied finden wir meiner Meinung nach jedoch in dem Bereich der Introspektion. Apis ist nicht besonders introspektiv, während Bombus-Menschen sich selbst sehr genau wahrnehmen, manchmal können sie auch zu introspektiv sein. Sie neigen dazu, in ihrer Introspektion festzustecken. Ich glaube, dass beide Mittel die besten Absichten hegen. Gutes zu tun ist wichtig für beide Mittel, aber für Bombus-Menschen ist es der Motor, der sie antreibt. Es ist nicht so, dass sie eine göttliche Strafe fürchten, sondern sie wollen Gutes tun, weil es ihrer Natur entspricht. Haben sie das Gefühl, auf diesem Gebiet versagt zu haben, können sie sehr verschlossen werden und sich große Selbstvorwürfe machen. Sie können sich nur schwer selbst vergeben, wenn sie doch einmal einen Fehler machen. Hier können wir das Thema des Tierreichs erkennen, in diesem Fall lautet es: „Ich gegen mich selbst“.

Interessant ist die Beobachtung, dass Bombus-Menschen trotz ihrer Großherzigkeit und Moral sehr kompetitiv sind. Das Konkurrenzdenken erstreckt sich auf fast alle Bereiche ihres Lebens. Sie stehen im Wettlauf mit sich selbst, um anstehende Dinge schnell erledigen zu können. Müssen sie monotone Aufgaben ausführen, begeben sie sich ein einen Wettlauf mit sich selbst, um schneller und besser zu werden. Leider kann diese Einstellung zu inneren Konflikten führen, denn einerseits wollen sie Gutes tun, aber auf der anderen Seite doch besser sein als die Konkurrenz, die dann eben einmal auf der Strecke bleibt.

In Bezug auf familiäre Verbindungen und genetische Veranlagung bin ich überzeugt, dass mein Vater auch von diesem Mittel profitiert hätte, denn ich bin ihm sehr ähnlich.

Er hat oft den Ausdruck verwendet: „Ich werde jetzt noch ein wenig herumhummeln.“ Er liebte es durch die Einkaufsstraßen von Portland zu bummeln. Er war sehr sozial und verreiste unheimlich gerne. Er liebte die Musik und konnte sie tief in seinem Inneren spüren. Er tauchte förmlich in die Musik ein. In diesem Punkt erinnert die Arznei sehr an die Spinnen-Mittel.

Auch vom Temperament her sind wir uns sehr ähnlich. Mein Vater wurde selten wütend, aber wenn, dann war seine Wut kurz und heftig. Ich bin genauso. Es braucht viel, um mich auf die Palme zu bringen. Dann ‚stichele‘ ich gerne, auch wenn ich nicht immer ausspreche, was ich denke. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Mittel in einem nicht kompensierten Zustand (Wut) einem sehr frustrierten, nörgelnden Menschen entspricht. Diese Menschen empfinden eher Frust als ausgesprochene Wut oder Zorn. Sie sind nicht nachtragend und verzeihen schnell. Sie VERWEILEN NICHT GERNE bei ihren negativen Gefühlen und arbeiten hart an sich selbst, um sie zu überwinden. Meiner Erfahrung nach sind diese Menschen in der Regel glücklich und zufrieden.

Die Kinder können recht nervös und fast schon hyperaktiv sein. Sie sind vorlaut und bereits in einem frühen Alter sehr redefreudig. Wenn sie als Kinder ausgesprochen ängstlich sind, werden sie als Erwachsene hart daran arbeiten, diese Ängste zu überwinden und genau das Gegenteil zu leben (das entspricht ihrem Verlangen, nicht bei negativen Gefühlen zu verweilen). Ich glaube, zu ihren Ängsten gehört auch die Furcht, den Verstand zu verlieren und diese Angst tragen sie bis in das Erwachsenenalter mit sich.

Sie können außerordentlich empathisch sein und haben feine Antennen für die Ängste anderer. Stellen Sie sich am besten eine Biene mit starkem Phosphorus-Anteil vor und Sie haben das Mittelbild von Bombus vor den Augen. Sie können sich nicht sehr gut abgrenzen und spielen bis sie krank werden, weil sie nicht wissen, wann sie aufhören müssen. Apis ist zu heiß, Bombus dagegen kalt, obwohl sie beide keine exzessive Hitze mögen. Apis-Verletzungen werden durch kalte Anwendungen gebessert, Bombus durch Hitze.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Träume von Bombus sehr interessant sind: Träume von der Haussuche, vom Fallen (nicht Fliegen), von Stürmen (vor allem Tornados) und von Abenteuern. Nur selten haben sie Albträume. Das ist interessant, weil Bombus sylvestris ja ein Nesträuber ist – sie belegen Nester, die von anderen Hummeln gebaut wurden (Haussuche).

Es gibt drei unterschiedliche Bombus-Mittel. In der praktischen Anwendung unterscheiden sie sich durch eine gewisse Verlagerung der Schwerpunkte. In meiner Erfahrung ist Bombus pratorumviel trauriger und depressiver und neigt mehr zu Impulsivität. Ich erinnere mich daran, das Mittel genommen zu haben und in den nächsten 24 Stunden vom Kaufrausch erfasst zu werden. Ich musste fast obsessiv Dinge kaufen, für die ich eigentlich keine Verwendung hatte. Als ich innehielt und in meinen Einkaufskorb schaute, wusste ich sofort, woher mein Kaufrausch kam. Ich habe die Dinge natürlich sofort zurückgelegt, aber die Episode hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Während ich das Mittel nahm, fühlte ich mich traurig und depressiv. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Mittel nicht sonderlich voneinander.

Bombus melanopygushabe ich auch ausprobiert, weil ich herausfinden wollte, ob die Hummeln aus unserer Region einen anderen Effekt haben würden als ihre Verwandten. Ich stellte fest, dass der Schwindel mit diesem Mittel deutlich schlimmer wurde. Ich kannte dieses Schwindelgefühl ja, aber während der Mitteleinnahme war er permanent da. Der Schwindel verschwand schließlich von selbst, kam aber jedes Mal wieder, sobald ich das Mittel einnahm. Eventuell haben wir in B. melanopygusein gutes Mittel für M. Meniere.Ansonsten war es wie die anderen beiden Mittel auch. Bombus pratorumund Bombus melanopygusgehören zu den echten Hummeln und unterscheiden sich vielleicht deshalb von Bombus sylvestris.

Was sind nun die Gemeinsamkeiten von Apis und Bombus? Beide lieben es zu verreisen und haben ähnliche körperliche Beschwerden. Beide können sehr leidenschaftlich sein. Beide sind reizbar und von Natur aus eifersüchtig. Bei beiden haben wir eher Frust als Wut. Beide sind durstlos.

Wie hat sich meine eigene Bombus-Geschichte weiter entwickelt? Ich erhöhte schrittweise die Potenz des Mittels und allmählich wurden die Folgen des schweren Unfalls gebessert bis sie schließlich ganz verschwanden. Wegen meiner Eierstockzysten war meine Gebärmutter entfernt worden (leider kannte ich die Homöopathie damals noch nicht), also konnte ich in diesem Bereich keine Schlüsse ziehen. Aber meine Ödeme wurden deutlich besser und ich begann, mehr Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Die Nierensteine sind besser. Mein Energiehaushalt ist wieder normal und die Benommenheit ist weg. Auch die impulsiven Gedanken sind fast nicht mehr da und wenn sie doch noch kommen, lösen sie keine Panik mehr aus. Ich konnte endlich akzeptieren, dass ein impulsiver Gedanke nicht automatisch zu impulsiven Handlungen führt und konnte das Thema loslassen.

Seit meiner ersten Einnahme von Bombus sind jetzt sieben Jahre vergangen und ich fühle mich sehr wohl. Ab und zu habe ich Probleme mit den Augen und dem Gleichgewicht, aber ich kann meinen Alltag unbeschwert bewältigen. Ich habe meine Energie und – noch wichtiger – meine Perspektive wiedergefunden. Das ist für mich das wunderbarste Geschenk von allen.

*********************************************

Fotos: Shutterstock
Brokenwindshield; OcskayBence
Dizziness; Dirima
Bumblebee; Sergey Lavrentev

Kategorie: Fälle

Schlüsselwörter: Kopfverletzung, Schwindel, Benommenheit, Lichtempfindlichkeit, empfindlich gegen Elektrosmog, Impulsivität, Typ 2 Diabetes

Mittel: Bombus

Originalartikel: Interhomeopathy.org




Kommentare






 

Anmeldung für den Narayana Homöopathie Newsletter

Wöchentlich erhalten Sie von uns Informationen zu

  • neuen Homöopathie-Büchern
  • Homöopathische Neuigkeiten
  • Homöopathie Seminare

 

Ihre Email Adresse:


Aktuelle Artikel aus der Homöopathie

zurück zurück zur Übersicht


Zahlungsmethoden:                      

900.008 Kunden aus 165 Ländern
Bewerten Sie unseren Shop
Bestellhotline
076269749700
täglich 7-21 Uhr
auch Sa/So
Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung: www.ec.europa.eu/consumers/odr
Copyright © 2009 Narayana Verlag GmbH    AGB    Datenschutz    Impressum    Wir liefern in 215 Länder    Versandkosten    FAQ    Jobs    Kontakt