Bestellhotline 07626 974 9700
(täglich 8-20 Uhr auch Sa/So)

Dysprosium phosphoricum bei Verhaltensauffälligkeit

Von Pavol Tibensky

Patient: Junge, 1994 geboren.

Der Junge wurde zum ersten Mal im September 2004 wegen Verhaltensauffälligkeiten in meiner Sprechstunde vorgestellt. Er ist der Adoptivsohn eines älteren Ehepaares und weiß, dass er adoptiert ist. Er ist farbenblind, sehr selbstbewusst, ungehorsam und neugierig. Seine Probleme liegen in der Schule. Während des eigentlichen Unterrichts ist er für die Lehrer erträglich, aber in den Pausen hat er ständig Probleme mit den anderen Kindern. Er sucht immer Streit. Er wird handgreiflich und dann beginnt die Rauferei. Wenn mal jemand anderes Ärger macht, tut er nichts, um sich selbst zu verteidigen. Er nimmt die Schuld auf sich und hat dann mehr zu leiden als seine Mitschüler.

Er musste die Schule wechseln. Die Direktorin der neuen Schule hat mit ihrem Sohn ähnliche Probleme und kann die Situation nachvollziehen. Nur eine Pädagogin bereitet Probleme – eine Slowakisch-Lehrerin, die kein Verständnis für ihn hat.

Der Junge vernachlässigt seine Hygiene, er badet nicht und putzt auch keine Zähne. Manchmal läuft er von Zuhause weg und muss von der Polizei wieder zurück gebracht werden. Er sagt: „Wenn ihr mich schlagt, dann wird alles noch schlimmer.“ Er mag die Farbe Schwarz.

Es gab einen Schulausflug zu einer Sternwarte, auf den sein Lehrer ihn zuerst nicht mitnehmen wollte, weil er Bedenken wegen seines Verhaltens hatte. Aber alle waren positiv überrascht: Er war der einzige Schüler, der Interesse zeigte, Fragen stellte und sich mit dem Lehrer über verschiedene Themen unterhielt. Er ist ein frühreifer Junge. Sein Psychologe sagt, er sei ein kleines Genie: „Sie müssen lernen, damit umzugehen. Ihr Junge ist hochbegabt. Haben Sie Geduld, bis er erwachsen ist.“ Sie überlegen, ihn in ein Internat oder Sanatorium zu geben, wenn sich sein Verhalten nicht bessert. Sein Vater hat aufgegeben und spricht nicht mehr mit ihm.

 

Analyse

Rubriken
GEMÜT – AKTIVITÄT - Verlangen nach
GEMÜT – TIERE – liebt Tiere; Tierliebe
GEMÜT – FARBE – Schwarz – Verlangen nach
GEMÜT – GESELLSCHAFT – Verlangen nach
GEMÜT – KONZENTRATION – schwierig
GEMÜT – WIDERSPRÜCHLICH
GEMÜT – NEUGIERIG
GEMÜT – WAHNIDEE – verfolgt zu werden – er würde verfolgt
GEMÜT – SCHMUTZIG
GEMÜT – STÖRUNGEN, Abneigung gegen
GEMÜT – FLIEHEN – versucht zu
GEMÜT – FURCHT – allein zu sein; nachts
GEMÜT – FURCHT – Dunkelheit; vor der
GEMÜT – FURCHT – Gespenstern, Geistern; vor
GEMÜT – VERLASSENHEITSGEFÜHL
GEMÜT – HAUSE, ZU – verlassen; das Zuhause – Verlangen
GEMÜT – BESCHÄFTIGUNG – amel.
GEMÜT – RUHELOSIGKEIT – Kindern; bei
GEMÜT – FRÜHREIFE, ALTKLUGE KINDER
GEMÜT – BEGABT, TALENTIERT – Kinder
GEMÜT – REISST AN ETWAS – Gegenstände; zerreißt – Kissen mit den Zähnen; das
KOPF – SCHMERZ – Stirn
AUGE – BEWEGUNG – unwillkürlich
AUGE – BEWEGUNG – Rollen der Augen
AUGE – ZUCKEN
SEHEN – VERLUST DES SEHVERMÖGENS – Farbe; für
MAGEN – APPETITT – verringert
MAGEN – DURSTLOS
EXTREMITÄTEN – RUHELOSIGKEIT – Beine
TRÄUME – VERFOLGT ZU WERDEN
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Schokolade – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Obst – Abneigung
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Fleisch – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Salz – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Gemüse – Abneigung

Fast alle Rubriken werden von Phosphorus abgedeckt.

 

Follow up

Erste Mittelgabe: Phosphorus D200, keine Reaktion.

Oktober 2004:

„Ich bin schlimm. Alle sagen das.“

„Warum passen sich die anderen nicht mir an? Warum muss ich mich immer anpassen?“

Träume: „Einmal habe ich geträumt, dass ich aus einem Hubschrauber herausfalle. Ich weiß nicht, warum.“

Zweite Mittelgabe: Thulium phosphoricum C200.

Verschlimmerung für 1 Woche, dann wurde es immer besser – es war unglaublich.

Die Wirkung hielt fast zwei Monate an, dann gab es ein Problem mit der Slowakisch-Lehrerin. Sie wollte ihn während des Unterrichts nicht zur Toilette gehen lassen. Da rannte er einfach aus dem Klassenzimmer mit den Worten „Ich muss aber scheißen.“

Danach wurde Thulium phosphoricum gegeben, was nicht half. Anschließend versuchte ich es mit Thulium metallicum, aber das half auch nicht. Er war sehr aufmüpfig. Er hatte sich ein kleines Haustier gekauft, ein Meerschweinchen, welches er mit in mein Büro brachte, es aber vor den anderen Patienten im Wartezimmer versteckte. Er war sehr widersprüchlich.

Dezember 2004

Dritte Mittelgabe: Erbium phosphoricum C200.

Seine Mutter berichtete, dass er in den ersten Tagen nach der Mittelgabe sehr brav war. Im Auto auf dem Weg nach Hause sagte er: „Ich war widersprüchlich, ich hatte es unter Kontrolle, ich bin ja nicht dumm.“

Er nahm Erbium phosphoricum C200 in monatlichen Gaben ein. Er war ruhiger und weniger eigensinnig. Sechs Monate lang hat er ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und zu den Kindern in der Schule. Dann fing die Verhaltensauffälligkeit wieder an.

Sommer 2005:

Er streitet sich wieder und muss immer das letzte Wort haben. Jedes Mal, wenn jemand einen Fehler macht, muss er es kommentieren, auch bei seinen Eltern und den Lehrern. Er streitet sich mit seinen Eltern, weil sie ihn zum Psychologen und zum Homöopathen etc. schleppen. Das ist das Thema ‚Übertreibung‘ aus Stadium 12. Das Simillimum ist Dysprosium phosphoricum.

Vierte Mittelgabe: Dysprosium phos.1M.

Das Mittel musste im Zeitraum eines Jahres nur einmal wiederholt gegeben werden.

 

----------------------------------------------------------------

Autor: Pavol Tibensky, Slowakei, E-Mail:tibus@stonline.sk

Kategorie: Arzneimittel

Schlüsselwörter: Schulische Probleme, Dysprosium phosphoricum

Quelle: http://www.interhomeopathy.org/dysprosium_phosphoricum_case

 

Dysprosium phosphoricum bei Verhaltensauffälligkeit

Von Pavol Tibensky

Patient: Junge, 1994 geboren.

Der Junge wurde zum ersten Mal im September 2004 wegen Verhaltensauffälligkeiten in meiner Sprechstunde vorgestellt. Er ist der Adoptivsohn eines älteren Ehepaares und weiß, dass er adoptiert ist. Er ist farbenblind, sehr selbstbewusst, ungehorsam und neugierig. Seine Probleme liegen in der Schule. Während des eigentlichen Unterrichts ist er für die Lehrer erträglich, aber in den Pausen hat er ständig Probleme mit den anderen Kindern. Er sucht immer Streit. Er wird handgreiflich und dann beginnt die Rauferei. Wenn mal jemand anderes Ärger macht, tut er nichts, um sich selbst zu verteidigen. Er nimmt die Schuld auf sich und hat dann mehr zu leiden als seine Mitschüler.

Er musste die Schule wechseln. Die Direktorin der neuen Schule hat mit ihrem Sohn ähnliche Probleme und kann die Situation nachvollziehen. Nur eine Pädagogin bereitet Probleme – eine Slowakisch-Lehrerin, die kein Verständnis für ihn hat.

Der Junge vernachlässigt seine Hygiene, er badet nicht und putzt auch keine Zähne. Manchmal läuft er von Zuhause weg und muss von der Polizei wieder zurück gebracht werden. Er sagt: „Wenn ihr mich schlagt, dann wird alles noch schlimmer.“ Er mag die Farbe Schwarz.

Es gab einen Schulausflug zu einer Sternwarte, auf den sein Lehrer ihn zuerst nicht mitnehmen wollte, weil er Bedenken wegen seines Verhaltens hatte. Aber alle waren positiv überrascht: Er war der einzige Schüler, der Interesse zeigte, Fragen stellte und sich mit dem Lehrer über verschiedene Themen unterhielt. Er ist ein frühreifer Junge. Sein Psychologe sagt, er sei ein kleines Genie: „Sie müssen lernen, damit umzugehen. Ihr Junge ist hochbegabt. Haben Sie Geduld, bis er erwachsen ist.“ Sie überlegen, ihn in ein Internat oder Sanatorium zu geben, wenn sich sein Verhalten nicht bessert. Sein Vater hat aufgegeben und spricht nicht mehr mit ihm.

 

Analyse

Rubriken
GEMÜT – AKTIVITÄT - Verlangen nach
GEMÜT – TIERE – liebt Tiere; Tierliebe
GEMÜT – FARBE – Schwarz – Verlangen nach
GEMÜT – GESELLSCHAFT – Verlangen nach
GEMÜT – KONZENTRATION – schwierig
GEMÜT – WIDERSPRÜCHLICH
GEMÜT – NEUGIERIG
GEMÜT – WAHNIDEE – verfolgt zu werden – er würde verfolgt
GEMÜT – SCHMUTZIG
GEMÜT – STÖRUNGEN, Abneigung gegen
GEMÜT – FLIEHEN – versucht zu
GEMÜT – FURCHT – allein zu sein; nachts
GEMÜT – FURCHT – Dunkelheit; vor der
GEMÜT – FURCHT – Gespenstern, Geistern; vor
GEMÜT – VERLASSENHEITSGEFÜHL
GEMÜT – HAUSE, ZU – verlassen; das Zuhause – Verlangen
GEMÜT – BESCHÄFTIGUNG – amel.
GEMÜT – RUHELOSIGKEIT – Kindern; bei
GEMÜT – FRÜHREIFE, ALTKLUGE KINDER
GEMÜT – BEGABT, TALENTIERT – Kinder
GEMÜT – REISST AN ETWAS – Gegenstände; zerreißt – Kissen mit den Zähnen; das
KOPF – SCHMERZ – Stirn
AUGE – BEWEGUNG – unwillkürlich
AUGE – BEWEGUNG – Rollen der Augen
AUGE – ZUCKEN
SEHEN – VERLUST DES SEHVERMÖGENS – Farbe; für
MAGEN – APPETITT – verringert
MAGEN – DURSTLOS
EXTREMITÄTEN – RUHELOSIGKEIT – Beine
TRÄUME – VERFOLGT ZU WERDEN
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Schokolade – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Obst – Abneigung
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Fleisch – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Salz – Verlangen
ALLGEMEINES – SPEISEN UND GETRÄNKE – Gemüse – Abneigung

Fast alle Rubriken werden von Phosphorus abgedeckt.

 

Follow up

Erste Mittelgabe: Phosphorus D200, keine Reaktion.

Oktober 2004:

„Ich bin schlimm. Alle sagen das.“

„Warum passen sich die anderen nicht mir an? Warum muss ich mich immer anpassen?“

Träume: „Einmal habe ich geträumt, dass ich aus einem Hubschrauber herausfalle. Ich weiß nicht, warum.“

Zweite Mittelgabe: Thulium phosphoricum C200.

Verschlimmerung für 1 Woche, dann wurde es immer besser – es war unglaublich.

Die Wirkung hielt fast zwei Monate an, dann gab es ein Problem mit der Slowakisch-Lehrerin. Sie wollte ihn während des Unterrichts nicht zur Toilette gehen lassen. Da rannte er einfach aus dem Klassenzimmer mit den Worten „Ich muss aber scheißen.“

Danach wurde Thulium phosphoricum gegeben, was nicht half. Anschließend versuchte ich es mit Thulium metallicum, aber das half auch nicht. Er war sehr aufmüpfig. Er hatte sich ein kleines Haustier gekauft, ein Meerschweinchen, welches er mit in mein Büro brachte, es aber vor den anderen Patienten im Wartezimmer versteckte. Er war sehr widersprüchlich.

Dezember 2004

Dritte Mittelgabe: Erbium phosphoricum C200.

Seine Mutter berichtete, dass er in den ersten Tagen nach der Mittelgabe sehr brav war. Im Auto auf dem Weg nach Hause sagte er: „Ich war widersprüchlich, ich hatte es unter Kontrolle, ich bin ja nicht dumm.“

Er nahm Erbium phosphoricum C200 in monatlichen Gaben ein. Er war ruhiger und weniger eigensinnig. Sechs Monate lang hat er ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und zu den Kindern in der Schule. Dann fing die Verhaltensauffälligkeit wieder an.

Sommer 2005:

Er streitet sich wieder und muss immer das letzte Wort haben. Jedes Mal, wenn jemand einen Fehler macht, muss er es kommentieren, auch bei seinen Eltern und den Lehrern. Er streitet sich mit seinen Eltern, weil sie ihn zum Psychologen und zum Homöopathen etc. schleppen. Das ist das Thema ‚Übertreibung‘ aus Stadium 12. Das Simillimum ist Dysprosium phosphoricum.

Vierte Mittelgabe: Dysprosium phos.1M.

Das Mittel musste im Zeitraum eines Jahres nur einmal wiederholt gegeben werden.

 

----------------------------------------------------------------

Autor: Pavol Tibensky, Slowakei, E-Mail:tibus@stonline.sk

Kategorie: Arzneimittel

Schlüsselwörter: Schulische Probleme, Dysprosium phosphoricum

Quelle: http://www.interhomeopathy.org/dysprosium_phosphoricum_case

 




Kommentare






 

Anmeldung für den Narayana Homöopathie Newsletter

Wöchentlich erhalten Sie von uns Informationen zu

  • neuen Homöopathie-Büchern
  • Homöopathische Neuigkeiten
  • Homöopathie Seminare

 

Ihre Email Adresse:


Aktuelle Artikel aus der Homöopathie

zurück zurück zur Übersicht