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Lac defloratum – mir ist es egal, ob ich lebe

Eine homöopathische Behandlung der Depression

von Dr. Manish Panchal und Dr. Phalguni


Lac defloratum (entrahmte Kuhmilch) wird als homöopathisches Mittel eingesetzt, es hat das Gefühl von völlig allein gelassen zu sein.

Fall

„MIR IST ES EGAL, OB ICH LEBE“

Die 26 Jahre alte Frau P. S. kam im April 1995 in die Sprechstunde. Ich kannte die Patientin bereits, weil ihr Sohn bei uns in Behandlung war. Ihr Gestus war sanft, sie war kommunikativ und erzählte viel, aber nicht auf aufdringliche Art, sondern sehr angenehm und freundlich. Beim Erzählen ihrer Symptome lachte sie gern und oft. Sie machte einen etwas kindlichen Eindruck und schien für ihr Alter eher unreif zu sein. Sie war nicht der Typ Mensch, der sich über alles und jenes beschwert.

Seit einiger Zeit fühlte sie sich depressiv.

Ich weiß gar nicht, warum ich depressiv bin oder wie genau ich mich überhaupt fühle. Ich habe keinen Lebensmut mehr, mir ist es egal, ob ich lebe, ich bin nicht glücklich in meinem Leben. Wenn die Depression kommt, geht es mir besser, sobald ich weinen kann, aber oft kann ich einfach nicht weinen. Es kostet mich große Anstrengung, mich von den depressiven Gedanken abzulenken. Als ich mich vor kurzem depressiv fühlte, habe ich einfach das Haus abgeschlossen, bin zu meiner Schwiegerfamilie gegangen und habe mich mit ihnen unterhalten. Das hat mir gutgetan. Ich kann dieses Gefühl nicht konkret beschreiben, aber es ist, als wäre jemand gestorben. So fühlt man sich dann.

Am liebsten möchte ich nicht mehr leben, aber mir fehlt einfach der Mut, aus dem Fenster zu springen, mich zu verbrennen oder mich auf die Gleise zu legen. Ich könnte auch die einfachste Methode wählen und Schlaftabletten nehmen. Als Kind und als Jugendliche war ich oft allein. Mein Vater und meine Mutter hatten immer viel zu tun. Meine Mutter war sehr streng und spießig. Nach ihrer Arbeit in der Schule hat sie bis spät in die Nacht Nachhilfeunterricht gegeben. Wenn ich bei meiner Freundin zu Besuch war, haben alle dort zusammengesessen und erzählt, was an dem Tag so passiert ist. Ich habe mich immer gefragt, warum das bei uns nicht so ist, ich habe mich deswegen schlecht gefühlt. Jetzt bin ich verheiratet und gehe nicht gerne zu meiner Mutter nach Hause. Dort hat niemand Zeit, sie denken einfach nicht an mich.

Meinen Mann habe ich aus Liebe geheiratet. Mein Mann hat eine große Familie, die alle eng miteinander verbunden sind. Sie sitzen oft zusammen, unterhalten sich und kümmern sich. Meine Mutter war gegen unsere Heirat, aber meine Schwiegereltern waren sehr verständnisvoll und haben mich unterstützt. Während meiner Schwangerschaft musste ich in ein Krankenhaus in Malad (ein Vorort in Mumbai) und meine Schwiegereltern, meine Schwägerinnen und deren Töchter kamen den weiten Weg aus Mira Road extra, um mich zu besuchen. Meine Mutter hat mich überhaupt nicht besucht. Ich bin ihre einzige Tochter und es war meine erste Schwangerschaft, aber sie kam erst vier Tage nach der Entbindung. Sie hat sich nicht bemüht, mich zu besuchen. Sie hat in einer Schule unterrichtet, die ganz in der Nähe des Krankenhauses liegt. Das hat mich sehr verletzt.“

Während der Schwangerschaft hatte sie einmal von einer schwarzen Schlange geträumt.

„Ich habe sehr nah am Wasser gebaut und muss oft weinen. Wenn ich einen Film anschaue, habe ich immer ein Taschentuch bereit. Ich habe vor allem Angst.“

Seit vier oder fünf Jahren leidet sie unter hartnäckigen Kopfschmerzen, die mit einem Spannungsgefühl in der linken Schläfe beginnen.

„Manchmal ist es so heftig, dass ich vier bis fünf Crocins nehmen muss. Wenn ich dann schlafen kann, geht es mir besser, aber meist kann ich nicht schlafen. Ich muss meinen Kopf ganz fest einbinden, manchmal nehme ich sogar ein Seil dafür. Es geht mir besser, wenn ich ganz fest an meinen Haaren ziehe und ich klemme eine Wäscheklammer über den Nasenrücken.“

„Ich habe Schmerzen in beiden Beinen – als würde da etwas ziehen, es wird besser, wenn ich sie fest einbinde.“

Die Monatsblutung ist seit dem Einsetzen einer Kupferspirale sehr stark, mit schwarzem Blut und Schmerzen in Rücken und Beinen.

Früher sank ihr Hämoglobinwert öfter unter 6 g/dl und sie musste Eiseninjektionen bekommen.

Appetit: „Ich kann alles und überall essen. Selbst wenn ich eine ganze Mahlzeit gegessen habe, kann ich noch mehr essen. Ich esse viel, aber dafür habe ich sehr wenig Durst. Manchmal trinke ich tagelang gar nichts.“

Schweiß: „Selbst im Sommer schwitze ich kaum. Ich trinke fast nichts, wie soll ich also schwitzen können?“

Verlangen: „Ich liebe Eier.“

Abneigungen: „Ich vertrage weder Milch noch Milchprodukte. Selbst den Geruch von Milch kann ich nicht ertragen.“

Schlaf: „Ich schlafe gut und kann überall schlafen.“

Träume: „Ich falle aus dem Bett, halte mich am Bettrand fest und wache voller Angst auf. Während der Schwangerschaft habe ich einmal von einer SCHWARZEN SCHLANGE geträumt.“

Weitere Beobachtungen: Bewegt ihre Zunge von links nach rechts und ist leicht übergewichtig.

Folgende Rubriken können wir anwenden:

  1. Gemüt – Wahnideen – tot – Freunde seien tot und sie müsse in ein Kloster gehen; all ihre
  2. Lebensüberdruss
  3. Gemüt – Tod – wünscht sich den Tod, möchte sterben – denkt über den einfachsten Weg zum Selbstmord nach
  4. Gemüt – Traurigkeit – Gespräche – amel.
  5. Gefühl, verlassen zu sein
  6. Abneigung Milch
  7. Enges Einbinden amel.
  8. Kopf – Schmerzen - > fest bandagieren. Schlaf, nach [lac-d hat Kopfschmerzen durch Schlafmangel]
  9. Träume, Schlangen
  10. Furcht, fallen

Lac defloratum 1M wurde als Einzelgabe verordnet.

Man muss wissen, was die Rubrik Gemüt – Wahnideen – tot – Freunde seien tot und sie müsse in ein Kloster gehen; all ihre wirklich bedeutet. Es ist, als würde eine Kuhherde zum Schlachthof geführt und eine Kuh nach der anderen getötet. Jede Kuh fühlt sich allein und verlassen, bis sie letztendlich auch an Reihe ist. Die ganze Situation ist von Traurigkeit, Verzweiflung und Trauer durchdrungen. Die Gefühle unserer Patientin entsprechen dem Bild der Kuhmilch. Die Abneigung der Patientin gegen Milch und Milchprodukte (selbst der Geruch verschlimmert) bestätigt die Mittelwahl. Weitere wahlanzeigende Hinweise finden wir in der Materia Medica [Kent, Phatak, Clarke], siehe unten für ein besseres Verständnis.

Allgemeines: Entrahmte Milch ist nützlich bei Krankheiten infolge falscher Ernährung und bei anämischen Zuständen des Blutes (die Patientin hatte einen Eisenmangel). Beschwerden durch Schlafmangel, Erwachsene oder Kinder, die nach dem Genuss von Milch krank werden, Übergewicht, klopfenden Schmerzen vor allem in den Schläfen, der restliche Kopf fühlt sich leicht an.

Schlimmer durch: Milch, Schlafmangel

Besser durch: Bandagieren, eng einbinden, Gespräche führen

Gemüt: Depression; gleichgültig gegenüber dem Leben; denkt über den einfachsten und sichersten Weg des Selbstmordes nach; Kopfschmerzen und Depression bessern sich durch Gespräche; Traurigkeit, Verlangen zu sterben und sinniert über den einfachsten Weg der Selbstzerstörung; stellt sich vor, dass alle ihre Freunde sterben und sie selbst in ein Kloster gehen müsste

Kopf: Hartnäckige Kopfschmerzen seit Jahren; die Schmerzen werden besser durch festes Einbinden des Kopfes und bei Gesprächen

Magen: Abneigung gegen Milch

Follow up

Die Kopfschmerzen wurden sehr schnell in ihrer Intensivität besser; sie waren immer noch da, aber die Patienten musste weder ihren Kopf bandagieren noch eine Wäscheklammer auf der Nase tragen. Sie kamen nach vier Wochen noch einmal wieder, hielten vier Tage an, enges Einbinden besserte, die Patientin musste aber kein Crocin nehmen. Wieder vier Wochen später leichte Kopfschmerzen, die abends kamen und in die Nacht andauerten. Danach keine Kopfschmerzen mehr.

Gemüt: Eine depressive Episode, zwei Tage lang, keine Selbstmordgedanken; danach nur noch einmal eine leichte depressive Verstimmung; Nervosität, wie vor einer Prüfung, Ruhelosigkeit mit Konzentrationsstörungen, hatte nicht genug Selbstvertrauen mit ihrem Auto zu unserem Termin zu fahren

Danach keine Depression, keine Traurigkeit und keine Selbstmordgedanken mehr.

Menstruation: Keine schwere Blutung, keine Müdigkeit, aber immer noch Rückenschmerzen während der Mens; fühlte sich normal an, außer leichte Schmerzen in den Beinen

Träume:

  1. Der Bruder konnte nur knapp vor einem Unfall gerettet werden.
  2. Der Ehemann heiratete wieder [fühlte sich verlassen und hoffnungslos], der Traum lief weiter, nachdem sie wieder eingeschlafen war.

Durst: hat nun Durst

Schweiß: schwitz nun normal

Appetit: nicht mehr so viele Essanfälle; erst jetzt – nach drei Monaten – wieder Heißhunger; seit einer Woche kann sie auch nach einer vollen Mahlzeit sofort wieder essen; keine KOPFSCHMERZEN oder DEPRESSIONEN

Die Zunge bewegt sich immer noch, aber nicht mehr ständig.

Die Arznei wurde noch einmal gegeben. Ich bin der Meinung, sie sollte weiterhin in Behandlung bleiben, aber die Patientin kam nach drei Monaten nicht wieder.

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Quelle: http://www.interhomeopathy.org/lac_defloratum_i_do_not_care_to_live

Foto:  1295921887 von fizkes, 1046237836 von Ric Photography

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Produkte die seit der Corona Epidemie besonders gefragt sind

 

 

 

Lac defloratum – mir ist es egal, ob ich lebe

Eine homöopathische Behandlung der Depression

von Dr. Manish Panchal und Dr. Phalguni


Lac defloratum (entrahmte Kuhmilch) wird als homöopathisches Mittel eingesetzt, es hat das Gefühl von völlig allein gelassen zu sein.

Fall

„MIR IST ES EGAL, OB ICH LEBE“

Die 26 Jahre alte Frau P. S. kam im April 1995 in die Sprechstunde. Ich kannte die Patientin bereits, weil ihr Sohn bei uns in Behandlung war. Ihr Gestus war sanft, sie war kommunikativ und erzählte viel, aber nicht auf aufdringliche Art, sondern sehr angenehm und freundlich. Beim Erzählen ihrer Symptome lachte sie gern und oft. Sie machte einen etwas kindlichen Eindruck und schien für ihr Alter eher unreif zu sein. Sie war nicht der Typ Mensch, der sich über alles und jenes beschwert.

Seit einiger Zeit fühlte sie sich depressiv.

Ich weiß gar nicht, warum ich depressiv bin oder wie genau ich mich überhaupt fühle. Ich habe keinen Lebensmut mehr, mir ist es egal, ob ich lebe, ich bin nicht glücklich in meinem Leben. Wenn die Depression kommt, geht es mir besser, sobald ich weinen kann, aber oft kann ich einfach nicht weinen. Es kostet mich große Anstrengung, mich von den depressiven Gedanken abzulenken. Als ich mich vor kurzem depressiv fühlte, habe ich einfach das Haus abgeschlossen, bin zu meiner Schwiegerfamilie gegangen und habe mich mit ihnen unterhalten. Das hat mir gutgetan. Ich kann dieses Gefühl nicht konkret beschreiben, aber es ist, als wäre jemand gestorben. So fühlt man sich dann.

Am liebsten möchte ich nicht mehr leben, aber mir fehlt einfach der Mut, aus dem Fenster zu springen, mich zu verbrennen oder mich auf die Gleise zu legen. Ich könnte auch die einfachste Methode wählen und Schlaftabletten nehmen. Als Kind und als Jugendliche war ich oft allein. Mein Vater und meine Mutter hatten immer viel zu tun. Meine Mutter war sehr streng und spießig. Nach ihrer Arbeit in der Schule hat sie bis spät in die Nacht Nachhilfeunterricht gegeben. Wenn ich bei meiner Freundin zu Besuch war, haben alle dort zusammengesessen und erzählt, was an dem Tag so passiert ist. Ich habe mich immer gefragt, warum das bei uns nicht so ist, ich habe mich deswegen schlecht gefühlt. Jetzt bin ich verheiratet und gehe nicht gerne zu meiner Mutter nach Hause. Dort hat niemand Zeit, sie denken einfach nicht an mich.

Meinen Mann habe ich aus Liebe geheiratet. Mein Mann hat eine große Familie, die alle eng miteinander verbunden sind. Sie sitzen oft zusammen, unterhalten sich und kümmern sich. Meine Mutter war gegen unsere Heirat, aber meine Schwiegereltern waren sehr verständnisvoll und haben mich unterstützt. Während meiner Schwangerschaft musste ich in ein Krankenhaus in Malad (ein Vorort in Mumbai) und meine Schwiegereltern, meine Schwägerinnen und deren Töchter kamen den weiten Weg aus Mira Road extra, um mich zu besuchen. Meine Mutter hat mich überhaupt nicht besucht. Ich bin ihre einzige Tochter und es war meine erste Schwangerschaft, aber sie kam erst vier Tage nach der Entbindung. Sie hat sich nicht bemüht, mich zu besuchen. Sie hat in einer Schule unterrichtet, die ganz in der Nähe des Krankenhauses liegt. Das hat mich sehr verletzt.“

Während der Schwangerschaft hatte sie einmal von einer schwarzen Schlange geträumt.

„Ich habe sehr nah am Wasser gebaut und muss oft weinen. Wenn ich einen Film anschaue, habe ich immer ein Taschentuch bereit. Ich habe vor allem Angst.“

Seit vier oder fünf Jahren leidet sie unter hartnäckigen Kopfschmerzen, die mit einem Spannungsgefühl in der linken Schläfe beginnen.

„Manchmal ist es so heftig, dass ich vier bis fünf Crocins nehmen muss. Wenn ich dann schlafen kann, geht es mir besser, aber meist kann ich nicht schlafen. Ich muss meinen Kopf ganz fest einbinden, manchmal nehme ich sogar ein Seil dafür. Es geht mir besser, wenn ich ganz fest an meinen Haaren ziehe und ich klemme eine Wäscheklammer über den Nasenrücken.“

„Ich habe Schmerzen in beiden Beinen – als würde da etwas ziehen, es wird besser, wenn ich sie fest einbinde.“

Die Monatsblutung ist seit dem Einsetzen einer Kupferspirale sehr stark, mit schwarzem Blut und Schmerzen in Rücken und Beinen.

Früher sank ihr Hämoglobinwert öfter unter 6 g/dl und sie musste Eiseninjektionen bekommen.

Appetit: „Ich kann alles und überall essen. Selbst wenn ich eine ganze Mahlzeit gegessen habe, kann ich noch mehr essen. Ich esse viel, aber dafür habe ich sehr wenig Durst. Manchmal trinke ich tagelang gar nichts.“

Schweiß: „Selbst im Sommer schwitze ich kaum. Ich trinke fast nichts, wie soll ich also schwitzen können?“

Verlangen: „Ich liebe Eier.“

Abneigungen: „Ich vertrage weder Milch noch Milchprodukte. Selbst den Geruch von Milch kann ich nicht ertragen.“

Schlaf: „Ich schlafe gut und kann überall schlafen.“

Träume: „Ich falle aus dem Bett, halte mich am Bettrand fest und wache voller Angst auf. Während der Schwangerschaft habe ich einmal von einer SCHWARZEN SCHLANGE geträumt.“

Weitere Beobachtungen: Bewegt ihre Zunge von links nach rechts und ist leicht übergewichtig.

Folgende Rubriken können wir anwenden:

  1. Gemüt – Wahnideen – tot – Freunde seien tot und sie müsse in ein Kloster gehen; all ihre
  2. Lebensüberdruss
  3. Gemüt – Tod – wünscht sich den Tod, möchte sterben – denkt über den einfachsten Weg zum Selbstmord nach
  4. Gemüt – Traurigkeit – Gespräche – amel.
  5. Gefühl, verlassen zu sein
  6. Abneigung Milch
  7. Enges Einbinden amel.
  8. Kopf – Schmerzen - > fest bandagieren. Schlaf, nach [lac-d hat Kopfschmerzen durch Schlafmangel]
  9. Träume, Schlangen
  10. Furcht, fallen

Lac defloratum 1M wurde als Einzelgabe verordnet.

Man muss wissen, was die Rubrik Gemüt – Wahnideen – tot – Freunde seien tot und sie müsse in ein Kloster gehen; all ihre wirklich bedeutet. Es ist, als würde eine Kuhherde zum Schlachthof geführt und eine Kuh nach der anderen getötet. Jede Kuh fühlt sich allein und verlassen, bis sie letztendlich auch an Reihe ist. Die ganze Situation ist von Traurigkeit, Verzweiflung und Trauer durchdrungen. Die Gefühle unserer Patientin entsprechen dem Bild der Kuhmilch. Die Abneigung der Patientin gegen Milch und Milchprodukte (selbst der Geruch verschlimmert) bestätigt die Mittelwahl. Weitere wahlanzeigende Hinweise finden wir in der Materia Medica [Kent, Phatak, Clarke], siehe unten für ein besseres Verständnis.

Allgemeines: Entrahmte Milch ist nützlich bei Krankheiten infolge falscher Ernährung und bei anämischen Zuständen des Blutes (die Patientin hatte einen Eisenmangel). Beschwerden durch Schlafmangel, Erwachsene oder Kinder, die nach dem Genuss von Milch krank werden, Übergewicht, klopfenden Schmerzen vor allem in den Schläfen, der restliche Kopf fühlt sich leicht an.

Schlimmer durch: Milch, Schlafmangel

Besser durch: Bandagieren, eng einbinden, Gespräche führen

Gemüt: Depression; gleichgültig gegenüber dem Leben; denkt über den einfachsten und sichersten Weg des Selbstmordes nach; Kopfschmerzen und Depression bessern sich durch Gespräche; Traurigkeit, Verlangen zu sterben und sinniert über den einfachsten Weg der Selbstzerstörung; stellt sich vor, dass alle ihre Freunde sterben und sie selbst in ein Kloster gehen müsste

Kopf: Hartnäckige Kopfschmerzen seit Jahren; die Schmerzen werden besser durch festes Einbinden des Kopfes und bei Gesprächen

Magen: Abneigung gegen Milch

Follow up

Die Kopfschmerzen wurden sehr schnell in ihrer Intensivität besser; sie waren immer noch da, aber die Patienten musste weder ihren Kopf bandagieren noch eine Wäscheklammer auf der Nase tragen. Sie kamen nach vier Wochen noch einmal wieder, hielten vier Tage an, enges Einbinden besserte, die Patientin musste aber kein Crocin nehmen. Wieder vier Wochen später leichte Kopfschmerzen, die abends kamen und in die Nacht andauerten. Danach keine Kopfschmerzen mehr.

Gemüt: Eine depressive Episode, zwei Tage lang, keine Selbstmordgedanken; danach nur noch einmal eine leichte depressive Verstimmung; Nervosität, wie vor einer Prüfung, Ruhelosigkeit mit Konzentrationsstörungen, hatte nicht genug Selbstvertrauen mit ihrem Auto zu unserem Termin zu fahren

Danach keine Depression, keine Traurigkeit und keine Selbstmordgedanken mehr.

Menstruation: Keine schwere Blutung, keine Müdigkeit, aber immer noch Rückenschmerzen während der Mens; fühlte sich normal an, außer leichte Schmerzen in den Beinen

Träume:

  1. Der Bruder konnte nur knapp vor einem Unfall gerettet werden.
  2. Der Ehemann heiratete wieder [fühlte sich verlassen und hoffnungslos], der Traum lief weiter, nachdem sie wieder eingeschlafen war.

Durst: hat nun Durst

Schweiß: schwitz nun normal

Appetit: nicht mehr so viele Essanfälle; erst jetzt – nach drei Monaten – wieder Heißhunger; seit einer Woche kann sie auch nach einer vollen Mahlzeit sofort wieder essen; keine KOPFSCHMERZEN oder DEPRESSIONEN

Die Zunge bewegt sich immer noch, aber nicht mehr ständig.

Die Arznei wurde noch einmal gegeben. Ich bin der Meinung, sie sollte weiterhin in Behandlung bleiben, aber die Patientin kam nach drei Monaten nicht wieder.

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Quelle: http://www.interhomeopathy.org/lac_defloratum_i_do_not_care_to_live

Foto:  1295921887 von fizkes, 1046237836 von Ric Photography

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Kommentare






Monika Bischoff

vor 1 Monat
gefällt mir sehr gut, da es hier zm ein sehr seltenes Mittel geht. Der Fall ist sehe gut beschrieben. weiterlesen ...
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