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Mein Leben ist farblos geworden, ich fühle mich wie abgetrennt: ein Fall von Umbilical Cord (Nabelschnur)

Von Alize Timmermann

 

Die etwas mollige Patientin stammt aus Kroatien und bat mich nach ihrer Mastektomie um Unterstützung. Sie ist so geschwächt, dass sie nicht mehr arbeiten kann. Von Beruf ist sie Bewegungstherapeutin, reagiert aber auf ihre Umwelt mittlerweile so sensibel, dass sie den Kontakt zur Außenwelt nur schwer ertragen kann und sich zunehmend zurückzieht. Sie ist sehr empfänglich für die Gedanken und Gefühle ihrer Mitmenschen und nimmt ihre Umwelt in unterschiedlichen Dimensionen wahr. Diese veränderte Wahrnehmung begann im Anschluss an ihre Mastektomie und die darauffolgende Chemotherapie. Alles geht ihr „unter die Haut“, sie äußert das Gefühl, keine Widerstandskraft zu haben. Es macht sie müde und erschöpft. „Es ist, als hätte ich keine schützende Hülle mehr, ich fühle mich nackt.“ Die Patientin leidet an rezidivierenden Infekten.

 

Sie glaubt, ihre Gefühle unterdrücken zu müssen, weil sie so überwältigend geworden sind.

„Seit meine Brust entfernt wurde bin ich grau und männlich geworden, weil ich Gefühle nicht zulassen kann, die mir andere Menschen entgegenbringen.“

„Ich bin sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich bin keine richtige Mutter mehr, ich weiß noch nicht einmal was es heißt, eine richtige Mutter zu sein. Ich habe verlernt, auf mich selbst zu hören. Ich sehne mich danach, eine richtige Frau zu sein. Ich werde einfach nicht gesund. Ich fühle mich verletzlich wie ein neugeborenes Kind. Ich fühle mich, als hätte mir jemand ein Messer in den Leib gerammt, als wäre ich vom Leben abgeschnitten. Meine mütterlichen Gefühle sind weg, wie abgeschnitten. Ich fühle keine Verbindung mehr zu meinem Sohn und meiner Tochter, körperlich nicht und seelisch auch nicht. Unsere Beziehung wurde gekappt. Als Mutter tauge ich nichts. Ich bin eine Fehlgeburt, meine Lebensenergie wurde abgeschnitten. Meine Verbindung zu Mutter Erde wurde auch abgeschnitten. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich mir selbst treu bleiben soll. Mein ganzer Körper fühlt sich an, als wäre er verraten worden.“

„Ich habe Rückenschmerzen, die ich vorher nicht hatte und keine Kraft mehr in den Beinen; ich kann nicht mehr richtig gehen, ich schlurfe nur noch durch die Gegend. Mein ganzer Energiefluss wurde unterbrochen. Ich habe mich selbst unsichtbar gemacht: Die Menschen können mich nicht mehr sehen und ich schaffe es nicht, mich sichtbar zu machen. Wenn ich sichtbar bin für andere, dann strömt alles auf mich ein, es dringt in mich ein und ich muss mich wieder zurückziehen, damit ich wieder unsichtbar werde. Auch geistig habe ich keine Kraft mehr. Ich muss in vollständiger Isolation leben. Ich weiß nicht, wie ich mich selbst lieben kann und ich muss darum kämpfen, meine eigene Lebenskraft spüren zu können.“

„Meine Mutter war nie für mich da; die emotionale Nabelschnur zu mir hat sie durchgeschnitten als ich noch sehr klein war. Viele Jahre habe ich vergeblich versucht, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Ich habe immer gehofft und gewartet, dass es irgendwann einmal passiert, aber es kam nicht. Mir gegenüber war sie immer sehr steif; sie hatte nie den Wunsch eine Beziehung zu mir aufzubauen.“

 

Beschwerden:

Allergien, Niesen, reagiert allergisch auf alles

Kribbeln und stechende Empfindung im Gesicht

„Alles fühlt sich schwer an, jeder Schritt fällt mir schwer.“

Gefühl von Schwere in Unterleib und Magen; großes Verlangen nach Kartoffeln, Zucker und Kohlehydrate allgemein

Rezidivierende grippale Symptome; leicht erhöhte Temperatur mit Gliederschmerzen und Schweregefühl in den Gliedmaßen

 

Themen des homöopathischen Mittel ‚Umbilical Cord‘

  • Verbindung, loslassen, entbinden, Verbindungen kappen

  • Dimensionen

  • Transformation

 

Verbindung

Die Arzneimittelprüfung zeichnet ein anschauliches Bild von einer Beziehung der besonderen Art: eine Verbindung zu Mutter Erde, zur Familie, zum Leben, zu unterschiedlichen Überzeugungen und Situationen. Es ist eine ganz andere Form der Beziehung als die, die man zu sich selbst hat. Die Verbindung zu Mutter Erde ist eine archetypische Beziehung: es ist eine Verbindung zur Erde, auf der man lebt und zum Leben selbst. Jeder Mensch war einmal Teil der großen Erdmutter, jeder Mensch ist wiedergeboren, wurde geboren und ist jetzt gegenwärtig. In unserer westlichen Kultur spiegelt sich dieses Verhältnis in vielen Redewendungen wieder, man spricht von einem ‚irdischen Dasein‘, oder davon, dass etwas ‚auf fruchtbaren Boden fällt“. Die Verbindung zur eigenen Familie wird von den eigenen Eltern und Großeltern geprägt. Wenn diese Bindung stark ist, kann man über die eigenen Urahnen Kontakt zu anderen Dimensionen aufnehmen.

 

Loslassen

Hier geht es darum andere Menschen und das Leben selbst loszulassen, befreit zu sein um sterben zu können. Die Wechselwirkung zwischen Verbindung und Loslassen kommt auch in dem Verlangen nach Freiheit zum Ausdruck. Frei zu sein von anderen, sich von der Gruppe loszulösen, sich jeglichem Einfluss zu entziehen und sich selbst zu behaupten.

 

Dieses Loslassen äußert sich in einem plötzlichen Bruch, einem unvermittelten Schnitt in Beziehungen oder am Arbeitsplatz; in manchen Fällen können sich auch die persönlichen Überzeugungen sehr plötzlich ändern. Der plötzliche Aspekt des Mittels wurde in der Arzneimittelprüfung von den Prüfern als Empfindung des „Durchschneidens“ geäußert – ein kurzer, aber vollständiger und im Ganzen irreversibler Schnitt. Schmerzen treten heftig auf, sind aber lokalisiert. Die Ereignisse setzen jedoch nicht unbedingt unerwartet ein, man kann sie vorhersehen. Das Empfinden erinnert stark an das Durchtrennen der Nabelschnur nach der Geburt, es passiert plötzlich und ist nicht wieder rückgängig zu machen: Die Einheit mit der Mutter wird durchschnitten.

 

Dimensionen

In der Arzneimittelprüfung können wir den Bezug zu anderen Dimensionen erkennen, zu spirituellen Medien und den Ahnen. Die Zeit wird verzerrt wahrgenommen, was sich in manchen Patienten als Depression oder Überreizbarkeit äußern kann. Es kann auch zu psychotischen Wahrnehmungen kommen, wie z. B. in Form eines verzerrten Realitätssinnes. Diese Prüfungssymptome geben uns einen Hinweis auf die mögliche Indikation des Mittels bei psychotischen Erfahrungen, die sich in dem Empfinden, man ‚sei auf der Erde gelandet‘ äußern. Der enge Kontakt zu anderen Dimensionen zeigt sich auch in der gesteigerten Sinneswahrnehmung, wie z. B. einem empfindlichen Geruchssinn und außerkörperlichen Erfahrungen. Der Schlaf kann in diesem Zusammenhang ebenfalls als eine Form übersinnlicher Erfahrung betrachtet werden.

 

Transformation

Das Thema Transformation wird anhand folgender Aspekte deutlich: Erkenntnis, Überblick, Selbstbehauptung. Das homöopathische Mittel könnte möglicherweise dafür geeignet sein, tiefgehende Transformationsprozesse zu begleiten.

 

In der Nabelschnur sind zahlreiche Stammzellen enthalten. Stammzellen können die Regeneration neuer Zellen anregen und werden aus diesem Grund zur Behandlung von M. Parkinson und Erkrankungen der Blutgefäße und des Herzen eingesetzt. Das homöopathisch potenzierte Arzneimittel kann die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Parkinson etc. unterstützen und die Regeneration neuer, lebensfähiger Zellen auf dieser Ebene anregen.

 

Das Arzneimittel wurde bis zur C5-Verreibung potenziert. Jede Potenzierungsstufe steht dabei für ein spezifisches Thema, bestimmte Symptome und Erfahrungen. Zusammenfassend kann man die Themen der einzelnen Verreibungsstufen wie folgt zusammenfassen:

 

C1-Verreibung: Die körperliche Dimension. Hier steht der Organismus im Fokus, die körperliche, biologische Dimension. Die Lebenskraft, die essentielle Energie der Substanz, kommt auf der körperlichen Ebene zum Ausdruck. Das Hauptthema der C1-Ebene lautet: Freiheit und Einfluss.

 

C2-Verreibung:Die emotionale Dimension. Diese Ebene wird als eine sehr ‚kalte‘ Ebene wahrgenommen. Während der Prüfung zeigten sich bei den Prüfern viele widersprüchliche Gefühle. Das Hauptthema hier lautet: Widerstand und Verbindung/Loslassen.

 

C3-Verreibung: Die geistige Dimension. Diese Ebene durchdringt die rein körperliche Dimension und stellt den Kontakt zu der Einheit her. Es ist die Ebene der religiösen Erfahrungen. Auf dieser Ebene wiegt man ab und fällt Urteile, man vergleicht mit anderen. Das Denken ist polarisiert. Das dominante Thema ist: Dimensionen und Transformation.

 

C4-Verreibung: Die zentrale Ebene. Sie repräsentiert das spirituelle Leben jenseits der körperlichen und emotionalen Wahrnehmung. Hier findet man Inspiration, Entscheidungsfreiheit und Synchronizität, abgekoppelt von dem störenden Einfluss des Intellekts. Das vorherrschende Thema dreht sich um Friede und Synchronizität.

 

C5-Verreibung: Die Ebene der Transzendenz. Sie repräsentiert das individuelle Unbewusste, den Archetypus, die Träume und die Schatten; es ist die Antriebskraft unseres Unterbewusstseins in unserer Beziehung zur eigenen Lebenskraft und der ursprünglichen Quelle. Das Hauptthema dieser Ebene ist: Verbindung zu Mutter Erde.

 

Fallanalyse:

Die Verschreibung stützte sich auf das deutlich geäußerte Gefühl des Abgeschnitten-seins, der Isolation. Diese Isolation äußerte sich auf mehreren Ebenen: das Gefühl der Einheit, des ‚Eins-seins‘ existierte nicht mehr, die Nabelschnur – die lebenswichtige Verbindung zur Mutter – wird durchgetrennt. Im Fall dieser Patientin haben wir:

  • Brust, die Brust ist abgeschnitten

  • Mutter, getrennt von der eigenen Mutter

  • Kinder, getrennt von den eigenen Kindern

  • Mutter Erde, getrennt von Mutter Erde

  • Körper, vom eigenen Körper abgeschnitten sein

  • Kreativität, von der eigenen Kreativität abgeschnitten sein

 

Follow-up: Die Patientin reagierte erstaunlich gut auf das Mittel. Ich verabreichte verschiedene Potenzen, um die unterschiedlichen Erfahrungsebenen anzusprechen. Zu Anfang gab ich ihr eine 1300/5, um der Geburtsebene einen Impuls zu setzen. Es folgte eine 220/5, die die mentale, geistige Ebene anspricht und die uns erkennen lässt, warum wir uns in einer bestimmten Situation befinden. Anschließend verschrieb ich der Patientin eine 40/5, um ein emotionales Verarbeiten ihrer Empfindungen zu ermöglichen. Indem ich unterschiedliche Potenzierungsstufen miteinander verbinde, kann ich die unterschiedlichen Aspekte eines Menschen, also seine/ihre unterschiedlichen Erfahrungsebenen miteinander verbinden. Der Mensch beginnt, sich wieder ganz zu fühlen, erfährt also eine vollständige Heilung.

 

Zwei Monate später: Die Patientin reagierte auf die erste Verschreibung mit einer schweren Halsentzündung mit schneidenden Schmerzen, entzündeten Augen, Sinusitis und Durchfall. Während des Ausleitungsprozesses fühlte sie sich sehr krank, sie hatte schneidende Schmerzen. Sie hatte einen Traum, in dem sie als Lehrerin unterrichtete und sich dabei ‚sichtbar‘ fühlte. Sie träumte viel von Kindern. Sie begann zu töpfern, experimentierte viel mit unterschiedlichen Formen und konnte so ihre Verbindung zu Mutter Erde wieder aufnehmen. Sie spürte förmlich, wie ihre Leidenschaft und Sehnsüchte wiederkehrten. Sie empfand dies als positiv, sie fühlte sich kraftvoll und voller Vitalität – ihre Lebenskraft strömte buchstäblich in sie zurück. Auch ihr Körpergefühl besserte sich merklich, sie konnte sich wieder selbst spüren. Die Patientin wurde kontaktfreudiger, konnte mehr aus sich herausgehen und fühlte sich weniger allein, mehr im Einklang mit der Natur.

Sie sagte: „Ich nehme wieder am Leben teil.“ Die grippalen Symptome verschwanden sehr schnell wieder von alleine.

 

Auch die Wut, die sich in der Patientin aufgestaut hatte, nahm deutlich ab. Sie fühlte sich mehr geerdet, was ihr dabei half, ihre eigene Wut loszulassen. Sie äußerte das Gefühl, dass ihre Wut viel damit zu tun hatte, nicht mit den eigenen Gefühlen in Verbindung stehen zu können, sie nicht zum Ausdruck bringen zu können. Die Farbe in ihrem Leben kehrte wieder zurück, nachdem es sich lange Zeit grau und farblos angefühlt hatte.

 

Die Behandlung wurde mit einer Gabe Lac humanum abgerundet. Lac humanum ist ein gutes Folgemittel für Umbilical Cord und ergänzt in vielen Fällen dessen Wirkung.

 

Zusammenfassung

Die Arzneimittel Lac humanum, Umbilical Cord und Amniotic Fluid sind häufig angezeigt bei Erkrankungen des Immunsystems, wie z.B. Allergien und rezidivierende und hartnäckige Fälle von grippalen Infekten. Schneidende Schmerzen sind ein charakteristisches Merkmal von Umbilical Cord.

 

Kategorie: Fallstudie

Schlüsselwörter: Verbindung, Loslassen, Beziehungen abbrechen, schneidende Schmerzen, Erschöpfung

Arzneimittel: Umbilical Cord

 

Mein Leben ist farblos geworden, ich fühle mich wie abgetrennt: ein Fall von Umbilical Cord (Nabelschnur)

Von Alize Timmermann

 

Die etwas mollige Patientin stammt aus Kroatien und bat mich nach ihrer Mastektomie um Unterstützung. Sie ist so geschwächt, dass sie nicht mehr arbeiten kann. Von Beruf ist sie Bewegungstherapeutin, reagiert aber auf ihre Umwelt mittlerweile so sensibel, dass sie den Kontakt zur Außenwelt nur schwer ertragen kann und sich zunehmend zurückzieht. Sie ist sehr empfänglich für die Gedanken und Gefühle ihrer Mitmenschen und nimmt ihre Umwelt in unterschiedlichen Dimensionen wahr. Diese veränderte Wahrnehmung begann im Anschluss an ihre Mastektomie und die darauffolgende Chemotherapie. Alles geht ihr „unter die Haut“, sie äußert das Gefühl, keine Widerstandskraft zu haben. Es macht sie müde und erschöpft. „Es ist, als hätte ich keine schützende Hülle mehr, ich fühle mich nackt.“ Die Patientin leidet an rezidivierenden Infekten.

 

Sie glaubt, ihre Gefühle unterdrücken zu müssen, weil sie so überwältigend geworden sind.

„Seit meine Brust entfernt wurde bin ich grau und männlich geworden, weil ich Gefühle nicht zulassen kann, die mir andere Menschen entgegenbringen.“

„Ich bin sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich bin keine richtige Mutter mehr, ich weiß noch nicht einmal was es heißt, eine richtige Mutter zu sein. Ich habe verlernt, auf mich selbst zu hören. Ich sehne mich danach, eine richtige Frau zu sein. Ich werde einfach nicht gesund. Ich fühle mich verletzlich wie ein neugeborenes Kind. Ich fühle mich, als hätte mir jemand ein Messer in den Leib gerammt, als wäre ich vom Leben abgeschnitten. Meine mütterlichen Gefühle sind weg, wie abgeschnitten. Ich fühle keine Verbindung mehr zu meinem Sohn und meiner Tochter, körperlich nicht und seelisch auch nicht. Unsere Beziehung wurde gekappt. Als Mutter tauge ich nichts. Ich bin eine Fehlgeburt, meine Lebensenergie wurde abgeschnitten. Meine Verbindung zu Mutter Erde wurde auch abgeschnitten. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich mir selbst treu bleiben soll. Mein ganzer Körper fühlt sich an, als wäre er verraten worden.“

„Ich habe Rückenschmerzen, die ich vorher nicht hatte und keine Kraft mehr in den Beinen; ich kann nicht mehr richtig gehen, ich schlurfe nur noch durch die Gegend. Mein ganzer Energiefluss wurde unterbrochen. Ich habe mich selbst unsichtbar gemacht: Die Menschen können mich nicht mehr sehen und ich schaffe es nicht, mich sichtbar zu machen. Wenn ich sichtbar bin für andere, dann strömt alles auf mich ein, es dringt in mich ein und ich muss mich wieder zurückziehen, damit ich wieder unsichtbar werde. Auch geistig habe ich keine Kraft mehr. Ich muss in vollständiger Isolation leben. Ich weiß nicht, wie ich mich selbst lieben kann und ich muss darum kämpfen, meine eigene Lebenskraft spüren zu können.“

„Meine Mutter war nie für mich da; die emotionale Nabelschnur zu mir hat sie durchgeschnitten als ich noch sehr klein war. Viele Jahre habe ich vergeblich versucht, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Ich habe immer gehofft und gewartet, dass es irgendwann einmal passiert, aber es kam nicht. Mir gegenüber war sie immer sehr steif; sie hatte nie den Wunsch eine Beziehung zu mir aufzubauen.“

 

Beschwerden:

Allergien, Niesen, reagiert allergisch auf alles

Kribbeln und stechende Empfindung im Gesicht

„Alles fühlt sich schwer an, jeder Schritt fällt mir schwer.“

Gefühl von Schwere in Unterleib und Magen; großes Verlangen nach Kartoffeln, Zucker und Kohlehydrate allgemein

Rezidivierende grippale Symptome; leicht erhöhte Temperatur mit Gliederschmerzen und Schweregefühl in den Gliedmaßen

 

Themen des homöopathischen Mittel ‚Umbilical Cord‘

  • Verbindung, loslassen, entbinden, Verbindungen kappen

  • Dimensionen

  • Transformation

 

Verbindung

Die Arzneimittelprüfung zeichnet ein anschauliches Bild von einer Beziehung der besonderen Art: eine Verbindung zu Mutter Erde, zur Familie, zum Leben, zu unterschiedlichen Überzeugungen und Situationen. Es ist eine ganz andere Form der Beziehung als die, die man zu sich selbst hat. Die Verbindung zu Mutter Erde ist eine archetypische Beziehung: es ist eine Verbindung zur Erde, auf der man lebt und zum Leben selbst. Jeder Mensch war einmal Teil der großen Erdmutter, jeder Mensch ist wiedergeboren, wurde geboren und ist jetzt gegenwärtig. In unserer westlichen Kultur spiegelt sich dieses Verhältnis in vielen Redewendungen wieder, man spricht von einem ‚irdischen Dasein‘, oder davon, dass etwas ‚auf fruchtbaren Boden fällt“. Die Verbindung zur eigenen Familie wird von den eigenen Eltern und Großeltern geprägt. Wenn diese Bindung stark ist, kann man über die eigenen Urahnen Kontakt zu anderen Dimensionen aufnehmen.

 

Loslassen

Hier geht es darum andere Menschen und das Leben selbst loszulassen, befreit zu sein um sterben zu können. Die Wechselwirkung zwischen Verbindung und Loslassen kommt auch in dem Verlangen nach Freiheit zum Ausdruck. Frei zu sein von anderen, sich von der Gruppe loszulösen, sich jeglichem Einfluss zu entziehen und sich selbst zu behaupten.

 

Dieses Loslassen äußert sich in einem plötzlichen Bruch, einem unvermittelten Schnitt in Beziehungen oder am Arbeitsplatz; in manchen Fällen können sich auch die persönlichen Überzeugungen sehr plötzlich ändern. Der plötzliche Aspekt des Mittels wurde in der Arzneimittelprüfung von den Prüfern als Empfindung des „Durchschneidens“ geäußert – ein kurzer, aber vollständiger und im Ganzen irreversibler Schnitt. Schmerzen treten heftig auf, sind aber lokalisiert. Die Ereignisse setzen jedoch nicht unbedingt unerwartet ein, man kann sie vorhersehen. Das Empfinden erinnert stark an das Durchtrennen der Nabelschnur nach der Geburt, es passiert plötzlich und ist nicht wieder rückgängig zu machen: Die Einheit mit der Mutter wird durchschnitten.

 

Dimensionen

In der Arzneimittelprüfung können wir den Bezug zu anderen Dimensionen erkennen, zu spirituellen Medien und den Ahnen. Die Zeit wird verzerrt wahrgenommen, was sich in manchen Patienten als Depression oder Überreizbarkeit äußern kann. Es kann auch zu psychotischen Wahrnehmungen kommen, wie z. B. in Form eines verzerrten Realitätssinnes. Diese Prüfungssymptome geben uns einen Hinweis auf die mögliche Indikation des Mittels bei psychotischen Erfahrungen, die sich in dem Empfinden, man ‚sei auf der Erde gelandet‘ äußern. Der enge Kontakt zu anderen Dimensionen zeigt sich auch in der gesteigerten Sinneswahrnehmung, wie z. B. einem empfindlichen Geruchssinn und außerkörperlichen Erfahrungen. Der Schlaf kann in diesem Zusammenhang ebenfalls als eine Form übersinnlicher Erfahrung betrachtet werden.

 

Transformation

Das Thema Transformation wird anhand folgender Aspekte deutlich: Erkenntnis, Überblick, Selbstbehauptung. Das homöopathische Mittel könnte möglicherweise dafür geeignet sein, tiefgehende Transformationsprozesse zu begleiten.

 

In der Nabelschnur sind zahlreiche Stammzellen enthalten. Stammzellen können die Regeneration neuer Zellen anregen und werden aus diesem Grund zur Behandlung von M. Parkinson und Erkrankungen der Blutgefäße und des Herzen eingesetzt. Das homöopathisch potenzierte Arzneimittel kann die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Parkinson etc. unterstützen und die Regeneration neuer, lebensfähiger Zellen auf dieser Ebene anregen.

 

Das Arzneimittel wurde bis zur C5-Verreibung potenziert. Jede Potenzierungsstufe steht dabei für ein spezifisches Thema, bestimmte Symptome und Erfahrungen. Zusammenfassend kann man die Themen der einzelnen Verreibungsstufen wie folgt zusammenfassen:

 

C1-Verreibung: Die körperliche Dimension. Hier steht der Organismus im Fokus, die körperliche, biologische Dimension. Die Lebenskraft, die essentielle Energie der Substanz, kommt auf der körperlichen Ebene zum Ausdruck. Das Hauptthema der C1-Ebene lautet: Freiheit und Einfluss.

 

C2-Verreibung:Die emotionale Dimension. Diese Ebene wird als eine sehr ‚kalte‘ Ebene wahrgenommen. Während der Prüfung zeigten sich bei den Prüfern viele widersprüchliche Gefühle. Das Hauptthema hier lautet: Widerstand und Verbindung/Loslassen.

 

C3-Verreibung: Die geistige Dimension. Diese Ebene durchdringt die rein körperliche Dimension und stellt den Kontakt zu der Einheit her. Es ist die Ebene der religiösen Erfahrungen. Auf dieser Ebene wiegt man ab und fällt Urteile, man vergleicht mit anderen. Das Denken ist polarisiert. Das dominante Thema ist: Dimensionen und Transformation.

 

C4-Verreibung: Die zentrale Ebene. Sie repräsentiert das spirituelle Leben jenseits der körperlichen und emotionalen Wahrnehmung. Hier findet man Inspiration, Entscheidungsfreiheit und Synchronizität, abgekoppelt von dem störenden Einfluss des Intellekts. Das vorherrschende Thema dreht sich um Friede und Synchronizität.

 

C5-Verreibung: Die Ebene der Transzendenz. Sie repräsentiert das individuelle Unbewusste, den Archetypus, die Träume und die Schatten; es ist die Antriebskraft unseres Unterbewusstseins in unserer Beziehung zur eigenen Lebenskraft und der ursprünglichen Quelle. Das Hauptthema dieser Ebene ist: Verbindung zu Mutter Erde.

 

Fallanalyse:

Die Verschreibung stützte sich auf das deutlich geäußerte Gefühl des Abgeschnitten-seins, der Isolation. Diese Isolation äußerte sich auf mehreren Ebenen: das Gefühl der Einheit, des ‚Eins-seins‘ existierte nicht mehr, die Nabelschnur – die lebenswichtige Verbindung zur Mutter – wird durchgetrennt. Im Fall dieser Patientin haben wir:

  • Brust, die Brust ist abgeschnitten

  • Mutter, getrennt von der eigenen Mutter

  • Kinder, getrennt von den eigenen Kindern

  • Mutter Erde, getrennt von Mutter Erde

  • Körper, vom eigenen Körper abgeschnitten sein

  • Kreativität, von der eigenen Kreativität abgeschnitten sein

 

Follow-up: Die Patientin reagierte erstaunlich gut auf das Mittel. Ich verabreichte verschiedene Potenzen, um die unterschiedlichen Erfahrungsebenen anzusprechen. Zu Anfang gab ich ihr eine 1300/5, um der Geburtsebene einen Impuls zu setzen. Es folgte eine 220/5, die die mentale, geistige Ebene anspricht und die uns erkennen lässt, warum wir uns in einer bestimmten Situation befinden. Anschließend verschrieb ich der Patientin eine 40/5, um ein emotionales Verarbeiten ihrer Empfindungen zu ermöglichen. Indem ich unterschiedliche Potenzierungsstufen miteinander verbinde, kann ich die unterschiedlichen Aspekte eines Menschen, also seine/ihre unterschiedlichen Erfahrungsebenen miteinander verbinden. Der Mensch beginnt, sich wieder ganz zu fühlen, erfährt also eine vollständige Heilung.

 

Zwei Monate später: Die Patientin reagierte auf die erste Verschreibung mit einer schweren Halsentzündung mit schneidenden Schmerzen, entzündeten Augen, Sinusitis und Durchfall. Während des Ausleitungsprozesses fühlte sie sich sehr krank, sie hatte schneidende Schmerzen. Sie hatte einen Traum, in dem sie als Lehrerin unterrichtete und sich dabei ‚sichtbar‘ fühlte. Sie träumte viel von Kindern. Sie begann zu töpfern, experimentierte viel mit unterschiedlichen Formen und konnte so ihre Verbindung zu Mutter Erde wieder aufnehmen. Sie spürte förmlich, wie ihre Leidenschaft und Sehnsüchte wiederkehrten. Sie empfand dies als positiv, sie fühlte sich kraftvoll und voller Vitalität – ihre Lebenskraft strömte buchstäblich in sie zurück. Auch ihr Körpergefühl besserte sich merklich, sie konnte sich wieder selbst spüren. Die Patientin wurde kontaktfreudiger, konnte mehr aus sich herausgehen und fühlte sich weniger allein, mehr im Einklang mit der Natur.

Sie sagte: „Ich nehme wieder am Leben teil.“ Die grippalen Symptome verschwanden sehr schnell wieder von alleine.

 

Auch die Wut, die sich in der Patientin aufgestaut hatte, nahm deutlich ab. Sie fühlte sich mehr geerdet, was ihr dabei half, ihre eigene Wut loszulassen. Sie äußerte das Gefühl, dass ihre Wut viel damit zu tun hatte, nicht mit den eigenen Gefühlen in Verbindung stehen zu können, sie nicht zum Ausdruck bringen zu können. Die Farbe in ihrem Leben kehrte wieder zurück, nachdem es sich lange Zeit grau und farblos angefühlt hatte.

 

Die Behandlung wurde mit einer Gabe Lac humanum abgerundet. Lac humanum ist ein gutes Folgemittel für Umbilical Cord und ergänzt in vielen Fällen dessen Wirkung.

 

Zusammenfassung

Die Arzneimittel Lac humanum, Umbilical Cord und Amniotic Fluid sind häufig angezeigt bei Erkrankungen des Immunsystems, wie z.B. Allergien und rezidivierende und hartnäckige Fälle von grippalen Infekten. Schneidende Schmerzen sind ein charakteristisches Merkmal von Umbilical Cord.

 

Kategorie: Fallstudie

Schlüsselwörter: Verbindung, Loslassen, Beziehungen abbrechen, schneidende Schmerzen, Erschöpfung

Arzneimittel: Umbilical Cord

 





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