Miasmen - Spektrum Homöopathie 02/2010

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Miasmen - Spektrum Homöopathie 02/2010

1828 - 2010

Hahnemanns Miasmenkonzept, bis heute vielfach neu formuliert und interpretiert, gilt manchen Homöopathen als eine verschwommene, veraltete Idee, andere bauen ihre gesamte Methodik darauf auf. Der unterschiedliche Gebrauch des Konzepts der „Miasmen“ führt oft zu Verwirrung und schürt Debatten. 

„Spektrum der Homöopathie“ will die Vielfalt der Theorien in ihrer Entwicklung von 1828 bis 2010 abbilden und ihren Nutzen für die Praxis an typischen Fallbeispielen demonstrieren. Im Interview bringt Rajan Sankaran unser Anliegen auf den Punkt: „Für mich ist ein Miasma zunächst einmal etwas, was praktisch anwendbar sein sollte.“

Das Spektrum der Beiträge reicht von traditionellen Konzepten der Skrofulose und Tuberkulinie über Miasmatik als Vorläufer der modernen Traumalehre bis zu aktuellen Miasma-Modellen für die Fallanalyse nach Arzneigruppen.



Leseprobe
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Jörg Wichmann: Der Frust des Meisters
Samuel Hahnemanns Denkansätze jenseits des Simile - Prinzips: Überlegungen zum 200. Jubiläum des Organon, zur Theorie der Miasmen und zur homöopathischen Praxis.


Rajan Sankaran: Werkzeug für die Praxis
Der Nutzen für die Arzneimittelwahl entscheidet über den Wert der Theorie.


Louis Klein: Historie der Miasmen
Ein Überblick über die Entwicklung der Miasmentheorie von Samuel Hahnemann bis zu heutigen Modellen von Rajan Sankaran und Jan Scholten.


Gurmej Virk: Stereotype Reaktion
Sankarans Miasmen beschreiben die Dynamik und die Intensität, mit der unterschiedliche Menschen ihre Krankheit erleben und auf Stress und Herausforderungen reagieren.


Mike Keszler: Null Gefühle
Ein junges Mädchen sagt über ihre schwere Multiple Sklerose, "emotionstechnisch" spüre sie nichts. Ihr Fall führt zur Empfindung der Mohngewächse und zum Miasma der Sykose.


Jan Scholten: Im Universum der Miasmen
Nosode, Essenz, Stadien - und was sich noch alles hinter dem Begriff Miasma verbergen kann.


Grant Bentley: Grundkräfte des Überlebens
Aus dem Widerspruch von Miasmenlehre und Evolutionstheorie entsteht eine neue Sicht auf die Entwicklung und Ausprägung chronischer Krankheiten.


Jutta Gnaiger-Rathmanner: Miasma und Trauma
Ein Fall zeigt beispielhaft die Verbindung zwischen Familienschicksal, Belastungsstörung und miasmatischer Verschreibung: Ein Resümee nach 30 Jahren Praxis.


Rosina Sonnenschmidt: Die Skrofulose
Versuch zum Verständnis des schillernden und janusköpfigen Wesens der Skrofulose und ihrer miasmatischen Behandlungsmöglichkeiten.


Markus Gantenbein: Die Tuberkulinie
Tuberkulinie als Miasma wurde von J. H. Allen definiert und Pseudo-Psora genannt. Besteht ein solches Miasma, findet der Homöopath häufig eine Tuberkulose als familiäre Prädisposition.


Alok Pareek: Das Übel vor dem Krebs
Krebsbehandlung heute kennt leider viele Misserfolge. Das Studium des kanzerinischen Miasmas kann einen Beitrag zur modernen Onkologie leisten.


Seiten:

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Top-Kommentare

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Dr. Ulrich Welte

vor 4 Jahren
Das Infekt-Spektrum ist eines der besten Hefte, die ich erinnere
Das Infekt-Spektrum ist eines der besten Hefte, die ich erinnere. So viele schlüssige Zugänge zum Mittel, alles von kompetenten Autoren geschrieben, so viele gute Facetten gibt es sonst nirgends in einer Zeitschrift. Jeder Artikel ist schlüssig und aufschlussreich.

Besonders gefallen haben mir die Tipps der erfahrenen Ute Bullemer, die ich bisher nicht kannte; ich werde an Anantherum denken bei der häufigen Portioerosion; Erodium ist übrigens auch öfters gut.

Heiner Freis Methode ist schlüssig dargestellt, bei uns längst dankbare Ergänzung des Alltags.

Super fand ich die Darstellung von T. Curtis über die Zitterpappel, die sie sehr schön schildert und durch Fälle belegt, die dann auch durch die Pflanzentheorie erklärbar sind: tolle Arbeit.

D. Payrhuber hat auch sehr schöne Fälle, vor allem die beiden Helleborus Fälle.

Auch Rajan Sankarans Pulsatilla Fall deckt sich mit unseren besten Puls-Fällen, sie sind nämlich nicht nur so sanft wie immer behauptet wird: diese Eigenschaft ist ein Teil des Bildes und entspricht Stadium 2. Die Tatsache, dass die Patientin empört einen Rikshafahrer ohrfeigte, fand ich interessant, denn es stimmt: die Ranunculaceae sind alle mehr oder weniger schnell empört und so gereizt, dass sie auch zuschlagen könn(t)en, wie man es von Staph kennt. Auch das innere oder äußere Zittern oder Beben gehört zu allen Ranunceln.

Franz Swoboda hat mich mit seinem ausgezeichneten Artikel sehr zum Lachen gebracht. Ergänzend wäre zu sagen, dass die Quintessenz seiner „Epidemie“ auch in Jan Scholtens Elementen beschrieben wird: Ant-t hilft praktisch in allen Fällen von chronischer Bronchitis mehr oder weniger (das hat er sonst von keinem Mittel so behauptet, und es stimmt), aber es heilt nicht. Vor allem seine neue Beobachtung der Mycoplasmennosode als Pendant ist sehr interessant.

Dann der Choleraartikel: einfach Super, das beste was ich über die Cholera bisher gelesen habe. Gerade die gute Widerlegung, dass nur das Meiden von Aderlässen und die (geringe) Flüssigkeitszufuhr der einzige Grund für die unbestreitbare Überlegenheit der damaligen homöopathischen Behandlungen sei, fand ich sehr schlüssig.

Dann die Iquilai Studie: wo findet man so was heute? Erstklassig.

Selbst Kate Birchs Birkentrunk für alle Impfprobleme fand ich interessant, auch wenn man sagen muss, dass man es sich auch selbst unnötig schwer machen kann durch zu viele theoretische Erwägungen. Man versteht zumindest, warum so alles in einen Trank gepackt werden muss. Immerhin ein schöner Fall.

Die Mollusken von Fr. Schuller-Schreib sind auch lohnenswert. In diesem Zusammenhang auch der Calc-Fall von K Adal.

Dann auch der Hinweis auf den Index am Schluss: ein Super-Heft.
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Heidi Müller

vor 10 Monaten
Zu heilen sind nicht nur die Geschädigten! Wohl bedürfen grad auch die ANDEREN der Heilung: Verursacher, Mittäter, Mitverdiener, Mitläufer, Lügner, Prolongierer.... dieses ganzen Wahnsinns. Und da scheint mir keine bessere Arznei als Cadmium! Das treffliche Arzneimittelbild schildert Ulrich Welte in seiner "Silberserie" Stadium 12. Bezeichnend finde ich auch, daß Ulrich Welte auf S.152 DD die Schlangenmittel erwähnt, ja, die satanische Schlange.... weiterlesen ...
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Johanna Stahl

vor 2 Jahren
Homöopathie, eine effektive Medizin
Nach allem, was ich zur Zeit höre, tat es mir sehr gut, die Berichte von Ärzten aus den unterschiedlichsten Ländern zu lesen, die mit Homöopathie den Erkrankten helfen konnten. Sehr beeindruckt hat mich der Artikel über CO2. Weltweit sind alle Menschen betroffen, die eine Maske tragen. Dadurch erhöht sich der CO2-Gehalt im Blut, was für uns Menschen schädlich ist. Es löst Symptome aus, die dann leicht dem Virus untergeschoben werden können.
Allen, die an dieser Ausgabe mitgearbeitet haben: Vielen Dank!
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Betina Quägber-Zehe M.A.

vor 2 Jahren
Sehr spannende und informative Lektüre
Als interessierte Nichtmedizinerin (gibt es eine weibliche Form von Laie??) habe ich die Artikel sehr aufmerksam gelesen und finde sie außerordentlich informativ.
Zum Glück hat niemand aus unserer Familie bislang Corona, wir nehmen aber schon seit einigen Jahren Influenzinum und sind seither Grippe frei.
Ich würde in unseren Breiten auch Bryonia als Genius epidemicus sehen, da es die meisten Übereinstimmungen zeigt.
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simone

vor 5 Jahren
Empfehlenswerte Fachliteratur
Sehr informativ, sowohl für "Neulinge" in der Homöopathie als auch für erfahrene Homöopathen. Insgesamt sehr empfehlenswert. weiterlesen ...
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eine Leserin

vor 1 Jahr
Bin begeistert!
Inzwischen habe ich schon etliche Hefte von "Spektrum der Homöopathie" gelesen und bin von jedem Heft begeistert. Durch die Lektüre habe ich ein Verstehen für das jeweilige Thema bekommen, das ich vorher nicht hatte, und das in kurzer Zeit, weil das Grundsätzliche und Wichtige gut strukturiert und interessant aufbereitet ist. Außerdem fühle ich Herzblut hinter dieser Zeitschrift, was sehr motivierend auf mich wirkt. Vielen Dank, dass es sie gibt! weiterlesen ...
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Iris PH

vor 2 Jahren
Genius epidemicus
Letzte Woche kam das neue Spektrum- Heft "Genius epidemicus - Homöopathie in Zeiten der Pandemie" an und ich habe mich gleich drauf gestürzt. Das ist so wertvoll, diese wunderbaren Erfahrungen der KollegInnen (auf der ganzen Welt) so komprimiert studieren zu können. Danke dafür bei dieser Gelegenheit. Euer Spektrum-Team macht eine einmalige Arbeit, die ich sehr schätze! weiterlesen ...
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S. Voege

vor 12 Monaten
Long Covid: Hervorragend
Ich finde dieses Heft wirklich beachtlich und hervorragend. Die Beiträge zeigen, dass es verschiedene homöopthische Wege aus der Misere gibt, wenn man von Covid bzw. der Impfung dagegen betroffen ist. Das nimmt ganz viel Angst und gibt die Sicherheit, so eine Krise gut durchstehen zu können.

Herzlichen Dank an die Autor:innen für ihre Suche nach entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten und dass sie ihr Wissen in Worte gefasst und veröffentlicht haben.

Dieses Heft ist auch für Laien interessant und absolut empfehlenswert.
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M. Sandvoss

vor 2 Jahren
wichtige Informationen
Ein sehr gehaltvolles, gelungenes Heft.
Auch hinsichtlich der allgemeinen Corona-Politik, die bislang versuchte, die Homöopathie zu ignorieren.
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dr.b.stahlheber

vor 5 Jahren
Rheumabehandlung nicht einfach
mit diesem Spektrumsheft habe ich wieder neue Aspekte
die ich bei der Behandlung berücksichtigen werde
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Catrin Schulz

vor 8 Monaten
Sehr hohe Qualität
Ich freue mich auf jede Ausgabe. Die Artikel haben eine hohe Qualität und sind immer von sehr erfahrenen Praktikern geschrieben. Hilft mir sehr für meine Praxis. Auch der Umfang ist jedes Mal erstaunlich und vielfältig. weiterlesen ...
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Spektrum der Homöopathie, die Hefte