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Suchterkrankungen Fallbeispiel 1 – Cannabis indica

Von Frans Kusse

Klient: männlich, 1975 geboren.

Diagnose: Cannabisabhängigkeit und ADHS

Die ersten Worte des Patienten in der Anamnese waren: „Ich sollte mich wirklich in die reale Welt begeben und Verantwortung für mich selbst übernehmen. Seit ich zehn Jahre alt bin lebe ich viel zu sehr in einer Traumwelt.“

Er ist ein intelligenter Mann und der älteste Sohn ‚weniger intelligenter‘ Eltern. Seine Schwester wurde geboren als er vier Jahre alt war und damit nicht mehr der Kronprinz. Er war sehr eifersüchtig und fühlte sich einsam, war für ein Kind aber auch sehr reif und wohlerzogen.

Auch sein Vater war ein verträumter und geistig zerstreuter Mann. Damals hatte der Klient das Gefühl, seine Mutter bewege sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs und er begann, sich um sie zu kümmern. Als er älter wurde begann er, sich zunehmend gegen den Vater aufzulehnen, hatte aber immer Angst vor einem Konflikt mit der Mutter. Seit er zehn Jahre alt war lebt er in einer Traumwelt, wo er die Liebe und Zuwendung bekommt, die ihm im wirklichen Leben fehlte. In dieser Welt war er Supermann und ein guter Forscher. In der realen Welt hatte er Konzentrationsschwierigkeiten und wurde in der Schule gehänselt. Obwohl er gut lernen konnte, fiel er durch die Abschlussprüfungen, seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit Gelegenheitsjobs.

Er experimentierte mit Drogen und fand, dass Cannabis sich wie eine ‚warme Decke‘ um ihn legte und ihm dabei half, ‚woanders zu sein‘. Ohne Cannabis hatte er Angst, die Kontrolle zu verlieren, fühlte sich traurig und hatte Angst vor Zurückweisung.

„Ich bin nicht geerdet. In meinen Füßen habe ich keine gute Koordination. Mir fehlt der Mut, auch einmal zu versagen, das Unangenehme auszuhalten.“

Verschreibung: Cannabis indica C30, einmal wöchentlich.

Follow-up: Vier Wochen später: „Viel besser. Ich habe das Gefühl, mich im Griff zu haben und kann jetzt die Dinge, die ich anfange, auch zu Ende führen. Ich habe meine Fantasiewelt jetzt besser unter Kontrolle und übernehme mehr Verantwortung.“ Er hatte sein Haus gründlich geputzt, seine Bürounterlagen sortiert und fühlte sich bodenständiger. Auch mit seiner Sucht konnte er besser umgehen. „Das Verlangen danach wird immer weniger und wenn es doch einmal da ist, geht es gleich wieder vorbei.“

Diskussion: Das Cannabis-Bild ist deutlich zu erkennen: Einerseits ist da die Erfahrung einer schönen (Traum-)Welt, aber nur kurze Zeit später folgt dann das Gefühl, schrecklich allein und einsam zu sein.

In diesem Fall hat das Mittel Cannabis das Potenzial sehr tief zu wirken, weil die Tendenz, in eine Traumwelt zu entfliehen, schon seit der Kindheit besteht und auch schon beim Vater vorhanden war.

In meiner Erfahrung zeigen Klienten, die Cannabis konsumieren, um ihrem Schmerz zu entfliehen, Symptome dieses Mittels auch noch lange nachdem sie mit dem Konsum aufgehört haben. Konzentrationsprobleme, Gedächtnisverlust und eine Tendenz zur Psychose, wenn der Druck im Leben zu groß wird, gehören dazu. Dieses letzte Symptom macht sie häufig ungeeignet für eine Psychotherapie. Homöopathisch potenzierter Cannabis indica kann das Gleichgewicht wiederherstellen, sodass sie Stress besser aushalten können, in der Lage sind, Gefühle zuzulassen und alte Schmerzen zu verarbeiten.

Entgiftung: Meine Erfahrung ist, dass fast jeder Cannabisabhängige im Laufe der Behandlung mindestens eine Gabe des homöopathischen Mittels benötigt. George Vithoulkas berichtete in einem seiner Seminare, dass die meisten seiner ‚Cannabis-Patienten‘ die Droge zuvor konsumiert hatten.

Ich habe noch keine klaren Mittelbilder zu Kokain, Heroin, Alkohol oder anderen Drogen nach der Entgiftung beobachten können, aber ich bin mir sicher, dass die entsprechenden homöopathischen Arzneimittel während der Entzugsphase von großem Nutzen sein können.

Fall 2 beschreibt ein weiteres Beispiel: homöopathisch zubereitetes Methylphenidat konnte die negativen Auswirkungen von Ritalin (Methylphenidat) beseitigen.

Interessant ist auch, dass viele Klienten mit der Diagnose ADHS sich von der Droge Kokain angezogen fühlen, weil sie sich mit ihr entspannter fühlen, während ein Großteil der Leute, die Kokain konsumieren, aktiver und erregter werden. Das Ähnlichkeitsprinzip trifft nicht nur auf die potenzierten Arzneimittel zu.

Die zweite Ebene: Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen

Wie schon erwähnt, haben die meisten Suchtkranken in ihrer Kindheit Missbrauchserfahrungen gemacht. In den Anamnesen, die ich mit Klienten durchführte, konnte ich immer bestimmte Traumata aufspüren, die maßgeblich waren für Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum oder Spielsucht.

Die Sucht kann als eine Art Selbstmedikation betrachtet werden. Solange sie Alkohol oder Drogen konsumieren, müssen sie den Schmerz oder die negativen Gefühle nicht wahrnehmen. Diese Sichtweise wird in der konventionellen Suchttherapie leider nicht berücksichtigt. Hier wird die Sucht als vererbte, genetisch kodierte Krankheit betrachtet. Die gängigen Behandlungsmethoden sind Verhaltenstherapie und Medikamente zur Unterdrückung des Verlangens nach der Droge.

In vielen Fällen zieht sich der Drogenkonsum tatsächlich durch die Familiengeschichte. Für uns heißt das jedoch nicht, dass es sich um eine vererbte Krankheit handelt, sondern dass die Schmerzbewältigung durch Alkohol- oder Drogenkonsum zum Familienmuster gehört. In anderen Familien wird man zum Workaholic oder bewältigt Probleme durch Essen usw.

Alle gut gewählten Mittel können den Betroffenen helfen, das zugrundeliegende Problem zu erkennen, ihnen die Kraft geben, das Problem aus der Nähe zu betrachten und die Gefühle, die dazugehören, auszuhalten. Ich glaube, dass echte Heilung nur dann stattfinden kann, wenn wir das, was wir fühlen, wirklich zulassen.

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Kategorie: Mittel

Schlüsselwörter: Cannabissucht, ADHS, Cannabis indica, Konzentration, Psychose, Kokain, Missbrauch, Trauma, Ritalin

http://www.interhomeopathy.org/addiction_case_one

Suchterkrankungen Fallbeispiel 1 – Cannabis indica

Suchterkrankungen Fallbeispiel 1 – Cannabis indica

Von Frans Kusse

Klient: männlich, 1975 geboren.

Diagnose: Cannabisabhängigkeit und ADHS

Die ersten Worte des Patienten in der Anamnese waren: „Ich sollte mich wirklich in die reale Welt begeben und Verantwortung für mich selbst übernehmen. Seit ich zehn Jahre alt bin lebe ich viel zu sehr in einer Traumwelt.“

Er ist ein intelligenter Mann und der älteste Sohn ‚weniger intelligenter‘ Eltern. Seine Schwester wurde geboren als er vier Jahre alt war und damit nicht mehr der Kronprinz. Er war sehr eifersüchtig und fühlte sich einsam, war für ein Kind aber auch sehr reif und wohlerzogen.

Auch sein Vater war ein verträumter und geistig zerstreuter Mann. Damals hatte der Klient das Gefühl, seine Mutter bewege sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs und er begann, sich um sie zu kümmern. Als er älter wurde begann er, sich zunehmend gegen den Vater aufzulehnen, hatte aber immer Angst vor einem Konflikt mit der Mutter. Seit er zehn Jahre alt war lebt er in einer Traumwelt, wo er die Liebe und Zuwendung bekommt, die ihm im wirklichen Leben fehlte. In dieser Welt war er Supermann und ein guter Forscher. In der realen Welt hatte er Konzentrationsschwierigkeiten und wurde in der Schule gehänselt. Obwohl er gut lernen konnte, fiel er durch die Abschlussprüfungen, seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit Gelegenheitsjobs.

Er experimentierte mit Drogen und fand, dass Cannabis sich wie eine ‚warme Decke‘ um ihn legte und ihm dabei half, ‚woanders zu sein‘. Ohne Cannabis hatte er Angst, die Kontrolle zu verlieren, fühlte sich traurig und hatte Angst vor Zurückweisung.

„Ich bin nicht geerdet. In meinen Füßen habe ich keine gute Koordination. Mir fehlt der Mut, auch einmal zu versagen, das Unangenehme auszuhalten.“

Verschreibung: Cannabis indica C30, einmal wöchentlich.

Follow-up: Vier Wochen später: „Viel besser. Ich habe das Gefühl, mich im Griff zu haben und kann jetzt die Dinge, die ich anfange, auch zu Ende führen. Ich habe meine Fantasiewelt jetzt besser unter Kontrolle und übernehme mehr Verantwortung.“ Er hatte sein Haus gründlich geputzt, seine Bürounterlagen sortiert und fühlte sich bodenständiger. Auch mit seiner Sucht konnte er besser umgehen. „Das Verlangen danach wird immer weniger und wenn es doch einmal da ist, geht es gleich wieder vorbei.“

Diskussion: Das Cannabis-Bild ist deutlich zu erkennen: Einerseits ist da die Erfahrung einer schönen (Traum-)Welt, aber nur kurze Zeit später folgt dann das Gefühl, schrecklich allein und einsam zu sein.

In diesem Fall hat das Mittel Cannabis das Potenzial sehr tief zu wirken, weil die Tendenz, in eine Traumwelt zu entfliehen, schon seit der Kindheit besteht und auch schon beim Vater vorhanden war.

In meiner Erfahrung zeigen Klienten, die Cannabis konsumieren, um ihrem Schmerz zu entfliehen, Symptome dieses Mittels auch noch lange nachdem sie mit dem Konsum aufgehört haben. Konzentrationsprobleme, Gedächtnisverlust und eine Tendenz zur Psychose, wenn der Druck im Leben zu groß wird, gehören dazu. Dieses letzte Symptom macht sie häufig ungeeignet für eine Psychotherapie. Homöopathisch potenzierter Cannabis indica kann das Gleichgewicht wiederherstellen, sodass sie Stress besser aushalten können, in der Lage sind, Gefühle zuzulassen und alte Schmerzen zu verarbeiten.

Entgiftung: Meine Erfahrung ist, dass fast jeder Cannabisabhängige im Laufe der Behandlung mindestens eine Gabe des homöopathischen Mittels benötigt. George Vithoulkas berichtete in einem seiner Seminare, dass die meisten seiner ‚Cannabis-Patienten‘ die Droge zuvor konsumiert hatten.

Ich habe noch keine klaren Mittelbilder zu Kokain, Heroin, Alkohol oder anderen Drogen nach der Entgiftung beobachten können, aber ich bin mir sicher, dass die entsprechenden homöopathischen Arzneimittel während der Entzugsphase von großem Nutzen sein können.

Fall 2 beschreibt ein weiteres Beispiel: homöopathisch zubereitetes Methylphenidat konnte die negativen Auswirkungen von Ritalin (Methylphenidat) beseitigen.

Interessant ist auch, dass viele Klienten mit der Diagnose ADHS sich von der Droge Kokain angezogen fühlen, weil sie sich mit ihr entspannter fühlen, während ein Großteil der Leute, die Kokain konsumieren, aktiver und erregter werden. Das Ähnlichkeitsprinzip trifft nicht nur auf die potenzierten Arzneimittel zu.

Die zweite Ebene: Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen

Wie schon erwähnt, haben die meisten Suchtkranken in ihrer Kindheit Missbrauchserfahrungen gemacht. In den Anamnesen, die ich mit Klienten durchführte, konnte ich immer bestimmte Traumata aufspüren, die maßgeblich waren für Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum oder Spielsucht.

Die Sucht kann als eine Art Selbstmedikation betrachtet werden. Solange sie Alkohol oder Drogen konsumieren, müssen sie den Schmerz oder die negativen Gefühle nicht wahrnehmen. Diese Sichtweise wird in der konventionellen Suchttherapie leider nicht berücksichtigt. Hier wird die Sucht als vererbte, genetisch kodierte Krankheit betrachtet. Die gängigen Behandlungsmethoden sind Verhaltenstherapie und Medikamente zur Unterdrückung des Verlangens nach der Droge.

In vielen Fällen zieht sich der Drogenkonsum tatsächlich durch die Familiengeschichte. Für uns heißt das jedoch nicht, dass es sich um eine vererbte Krankheit handelt, sondern dass die Schmerzbewältigung durch Alkohol- oder Drogenkonsum zum Familienmuster gehört. In anderen Familien wird man zum Workaholic oder bewältigt Probleme durch Essen usw.

Alle gut gewählten Mittel können den Betroffenen helfen, das zugrundeliegende Problem zu erkennen, ihnen die Kraft geben, das Problem aus der Nähe zu betrachten und die Gefühle, die dazugehören, auszuhalten. Ich glaube, dass echte Heilung nur dann stattfinden kann, wenn wir das, was wir fühlen, wirklich zulassen.

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Kategorie: Mittel

Schlüsselwörter: Cannabissucht, ADHS, Cannabis indica, Konzentration, Psychose, Kokain, Missbrauch, Trauma, Ritalin

http://www.interhomeopathy.org/addiction_case_one




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