Abbildung 1: Das Intervallfasten erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Hype. Neben einer Gewichtsreduktion kann sich das „Intermittent Fasting“ unter anderem auf den Blutzuckerspiegel sowie die Herz-Kreislauf-Gesundheit positiv auswirken.
Beim Intervallfasten oder intermittierenden Fasten steht weniger die Art der Ernährung im Mittelpunkt als der Zeitpunkt und die Frequenz der Nahrungsaufnahme. Obwohl das Ziel häufig eine langfristige Gewichtsreduktion ist, werden dem „Intermittent Fasting“ noch weitere potenzielle gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick über die beliebtesten Formen des Intervallfastens und werfen außerdem einen Blick auf die Studienlage rund um das Thema. Abschließend erhalten Sie sieben praktische Tipps, die darauf ausgelegt sind, Ihnen den Einstieg in das Intervallfasten zu erleichtern.
Intervallfasten: Langfristige Lebensstiländerung statt Crash-Diät
Abbildung 2: Intermittierendes Fasten verfolgt einen langfristigen Ansatz. Anstatt um eine kurzfristige, stark restriktive Diät geht es beim Intervallfasten um eine nachhaltige Anpassung der Lebens- und Essgewohnheiten.
Das Fasten ist eine jahrtausendealte Praxis: Bereits Hippokrates soll es als Heilmittel empfohlen haben, und auch in den großen Weltreligionen sind Fastenrituale fest verankert. Im Christentum erinnert die Fastenzeit vor Ostern an das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste und dient der inneren Einkehr sowie der Buße. Musliminnen und Muslime verzichten während des heiligen Monats Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Auch dabei handelt es sich im weiteren Sinne um eine Form des Intervallfastens, da feste Zeitfenster für Nahrungsaufnahme und -verzicht bestehen.
Seit geraumer Zeit nun ist „Intermittent Fasting“ vor allem aufgrund der ihm zugeschriebenen gesundheitlichen Vorteile in aller Munde. Es soll zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion beitragen, indem anstatt auf kurzfristige, restriktive Diäten auf eine langfristige Änderung der Ernährungsgewohnheiten gesetzt wird. Dabei wird der Tag in Essens- und Fastenphasen unterteilt. Während der Fastenphasen werden keine Kalorien aufgenommen – erlaubt sind lediglich kalorienfreie Getränke wie Wasser, Tee oder ungesüßter Kaffee ohne Milch. Anders als bei klassischen Diäten ist beim Intervallfasten zudem nicht vorgegeben, wie viele Kalorien täglich maximal aufgenommen werden dürfen.
Mögliche Vorteile des Intervallfastens
Die Auswirkungen des Intervallfastens auf den menschlichen Organismus werden gegenwärtig intensiv erforscht. Abhängig von der gewählten Methode sind verschiedene Effekte möglich. Wie im folgenden Abschnitt näher ausgeführt wird, handelt es sich dabei bislang jedoch überwiegend um Hypothesen, da die Studienlage zur Wirkung des Intervallfastens beim Menschen bis dato uneinheitlich ist. Viele Menschen praktizieren intermittierendes Fasten in der Erwartung, einen oder mehrere der folgenden Effekte zu erzielen:
- Gewichtsreduktion
- präventive Effekte bei chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, neurologische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
- potenziell lebensverlängernde Effekte
- Stärkung des Immunsystems
- Optimierung des Stoffwechsels (z. B. stabilerer Blutzucker, verbesserte Insulinsensitivität)
- erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen oxidativen Stress
- entzündungshemmende Effekte
Grundsätzlich lassen sich beim Fasten viele der genannten Effekte auf den Prozess der Autophagie zurückführen. Der Begriff „Autophagie“ bedeutet wortwörtlich übersetzt „sich selbst essen“ und beschreibt den natürlichen Reinigungs- und Recyclingvorgang der Zellen, bei dem alte und beschädigte Zellbestandteile abgebaut werden und die Zelle sich teilweise selbst „erneuert“. Die Autophagie ist besonders aktiv, wenn der Insulinspiegel niedrig ist – was in Fastenphasen der Fall ist. Mögliche Vorteile der Autophagie, die bislang allerdings nur in Tierstudien belegt werden konnten, umfassen eine Zellverjüngung, den Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen sowie verlangsamte Alterungsprozesse.
Auch Insulinausschüttung und metabolische Flexibilität spielen beim Intervallfasten eine wichtige Rolle. Wird seltener gegessen, schüttet der Körper weniger häufig Insulin aus, was langfristig Insulinsensitivität und -resistenz verbessern kann. Das Fasten trainiert den Organismus zudem, schneller und flexibler zwischen Zucker- und Fettverbrennung zu wechseln, was oftmals mit einem stabileren Energielevel und weniger Heißhunger einhergeht.
Sind die Effekte des Intervallfastens wissenschaftlich belegt?
Abbildung 3: Einige Studien deuten darauf hin, dass intermittierendes Fasten einer herkömmlichen Diät in Hinblick auf den Abbau von Körperfett überlegen ist.
Wie bereits angedeutet, existieren bislang nur relativ wenige Humanstudien, die sich mit den Effekten des Intervallfastens befassen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist die Autophagie beim Menschen nur schwer messbar. Während in Tierstudien relevantes Gewebe – etwa aus Gehirn oder Leber – direkt untersucht werden kann, wären hierfür beim Menschen Biopsien erforderlich. Diese wären nicht nur invasiv, sondern auch ethisch problematisch. Hinzu kommt, dass aussagekräftige Langzeitstudien mit erheblichen praktischen und finanziellen Herausforderungen verbunden sind. Um belastbare Aussagen über mögliche Effekte des Intervallfastens auf die Langlebigkeit treffen zu können, müssten Ernährung, Bewegung und Schlafverhalten von tausenden Probandinnen und Probanden über Jahrzehnte hinweg kontrolliert werden. Ein solches Studiendesign wäre extrem aufwendig und kostenintensiv.
Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass die wenigen vorliegenden klinischen Studien zu uneinheitlichen Ergebnissen kommen. So deutet eine Untersuchung mit 25 gesunden jungen Männern darauf hin, dass Intervallfasten langfristig entzündungshemmend wirken und die Autophagie fördern kann. Weitere Studien berichten über positive Effekte bei Menschen mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) sowie im Hinblick auf die Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen.
Da viele Menschen Intervallfasten mit dem Ziel praktizieren, Körpergewicht zu verlieren, ist die Studienlage in diesem Bereich vergleichsweise umfangreich. Häufig wird intermittierendes Fasten mit einer klassischen energiereduzierten Diät verglichen – auch hier jedoch mit uneindeutigen Ergebnissen. Einige Studien legen nahe, dass Intervallfasten einer herkömmlichen Diät hinsichtlich des Verlusts an Körperfettmasse überlegen sein könnte, da weniger fettfreie Masse abgebaut wird. Andere Studien zeigen hingegen nur geringe Effekte: So wurden während des 28-tägigen Ramadan zehn gesunde Menschen beobachtet. Der tägliche etwa 14-stündige Nahrungsverzicht führte lediglich zu minimalen Veränderungen des Body-Mass-Index (BMI), ohne signifikante Auswirkungen auf Körperzusammensetzung, kognitive Leistungsfähigkeit oder Glukosestoffwechsel.
Von 16/8 bis OMAD: Welche Intervallfasten-Methode passt zu Ihnen?
Abbildung 4: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Intervallfasten zu praktizieren. Die gewählte Methode sollte zu Ihrem Alltag, Ihren körperlichen Voraussetzungen und Ihren persönlichen Vorlieben passen.
Nicht jede Variante des Intervallfastens ist für alle Menschen gleichermaßen geeignet. Abhängig von gesundheitlicher Verfassung, körperlicher Aktivität, Geschlecht und Stoffwechselvoraussetzungen ist ein anderer Ansatz ideal. Um Ihnen eine übersichtliche Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, werden die beliebtesten Formen des „Intermittent Fasting“ im Folgenden kurz vorgestellt.
1. 16/8-Methode
Bei der 16/8-Methode handelt es sich um eine der gängigsten Varianten des Intervallfastens. Das Prinzip ist simpel: Auf ein achtstündiges Essensfenster folgt eine 16-stündige Fastenperiode. Viele Menschen empfinden das 16/8-Intervallfasten als besonders alltagstauglich, wenn die Nachtruhe in die Zeit des Fastens gelegt wird. Konkret könnte das beispielsweise bedeuten, dass die erste Mahlzeit um 11 Uhr gegessen und die Nahrungsaufnahme ab 19 Uhr eingestellt wird. Im Zeitfenster von 11 bis 19 Uhr werden typischerweise zwei Mahlzeiten und keine Snacks oder kalorienhaltige Getränke konsumiert.
Einige Experten empfehlen allerdings, das Essensfenster lieber früh zu legen und dafür auf das Abendessen zu verzichten. Besonders Menschen, die Körpergewicht verlieren möchten, könnten vom „Dinner Cancelling“ profitieren, da frühes Essen meist nicht nur besser zum zirkadianen Rhythmus passt, sondern mitunter auch positive Effekte auf die Regulation des Fettstoffwechsels hat. Zudem kann der Verzicht auf späte Mahlzeiten die Schlafqualität verbessern und den Insulinspiegel entlasten.
2. 5/2-Methode
Die 5/2-Methode sieht zwei Fastentage pro Woche vor, an denen jedoch nicht komplett auf Nahrung verzichtet wird. Stattdessen sollen maximal 20 bis 25 Prozent der benötigten Kalorien konsumiert werden, was bei gesunden und normalgewichtigen Menschen einer täglichen Zufuhr von etwa 500 Kalorien (Frauen) und etwa 600 Kalorien (Männer) entspricht. An den restlichen fünf Tagen ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, die vor allem ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe enthalten sollte. Empfehlenswert ist zudem, die beiden Fastentage nicht direkt hintereinander zu legen und einem festen Rhythmus zu folgen (z. B. immer montags und donnerstags fasten).
3. Alternate-Day-Fasting
Das Alternate-Day-Fasting funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie die 5/2-Methode. An Fastentagen werden ebenfalls etwa 500 bis 600 Kalorien zugeführt. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch die Anzahl und Frequenz der Fastentage: Da täglich zwischen „Fasten“ und „Normal essen“ gewechselt wird, ist das Alternate-Day-Fasting auch als 1:1-Methode (1 Tag fasten, 1 Tag normal essen) bekannt. Für viele Menschen ist diese Variante des Intervallfastens schwerer durchzuhalten als das 16/8- oder 5/2-Fasten, da sie weniger soziale Flexibilität ermöglicht und Hungergefühle an Fastentagen gerade zu Beginn der Umstellung sehr stark sein können.
4. OMAD-Methode
Die Abkürzung „OMAD“ steht für „One Meal A Day“, was das Grundprinzip dieser Form des Intervallfastens bereits treffend beschreibt. Die gesamte tägliche Kalorienmenge wird in einer einzigen Mahlzeit zugeführt. Die vorgesehene 23-stündige Fastenphase macht OMAD zu einer der extremsten Formen des zeitrestriktiven Essens. Neben starkem Hunger und Energielosigkeit birgt die OMAD-Methode auch das Risiko von Nährstoffdefiziten, da alle vom Körper benötigten Vitamine und Mineralstoffe in nur einer Mahlzeit enthalten sein müssen.
5. Sanfte Methoden (12/12- und 14/10-Methode)
Im Gegensatz zur OMAD-Methode, die höchstens für Menschen mit viel Fastenerfahrung geeignet ist, gelten die 12/12- und die 14/10-Methode als besonders einsteigerfreundliche Varianten des Intervallfastens. Ihre Effekte sind zwar milder, dafür aber oft nachhaltiger als bei restriktiveren Modellen. Es stellt sich die berechtigte Frage, ob ein Fasten von lediglich zwölf beziehungsweise 14 Stunden überhaupt wirksam ist. Viele wissenschaftliche Untersuchungen bejahen dies. In einer Studie mit 19 Patienten mit metabolischem Syndrom wurde über drei Monate täglich ein 14-stündiges Fastenfenster eingehalten. Dabei verbesserten sich messbar mehrere Parameter der kardiometabolischen Gesundheit. Während längere Fastenintervalle – etwa bei der 16/8-Methode – den Gewichtsverlust stärker unterstützen können, zeigen auch moderate Ansätze positive metabolische Effekte, insbesondere auf Blutzuckerregulation und Insulinsensitivität.
Für wen ist Intervallfasten nicht geeignet?
Abbildung 5: Ist der Körper durch Unterernährung, hormonelle Dysbalancen oder bestimmte Erkrankungen geschwächt, kann intermittierendes Fasten den Organismus zusätzlich belasten.
Intervallfasten ist nicht für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Befindet sich der Körper in einem hormonell sensiblen Zustand oder ist er bereits unterversorgt, kann eine verlängerte Essenspause zusätzlichen Stress auslösen. In solchen Fällen überwiegen potenziell eher die negativen Effekte, sodass das Fasten insgesamt mehr Schaden als Nutzen bringen kann. Die folgenden Personengruppen sollten entweder komplett auf das Intervallfasten verzichten oder ihr Vorhaben unbedingt von einem Arzt oder Ernährungsberater begleiten lassen:
- Personen mit Essstörungen
- Kinder und Jugendliche
- Schwangere und Stillende
- untergewichtige Menschen
- Personen mit Schilddrüsenerkrankungen
- Personen mit Leber- und Nierenerkrankungen
- Personen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom)
- Personen mit Diabetes mellitus Typ 1
- Personen mit Krebserkrankung
- alte Menschen
Ist der Körperfettanteil sehr niedrig oder befindet sich der Body-Mass-Index (BMI) deutlich unterhalb des Normalbereichs, interpretiert der Körper längere Essenspausen häufig als Energiemangel. In der Folge können hormonelle Dysbalancen entstehen. Auch bei Menschen mit gestörtem Essverhalten oder Essstörungen – selbst wenn diese in der Vergangenheit liegen – kann Intervallfasten restriktive Gedanken verstärken und das Rückfallrisiko erhöhen.
Insbesondere bei Personen mit Typ-1-Diabetes besteht durch längere Nahrungspausen ein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen, weshalb das Intervallfasten hier nur medizinisch begleitet durchgeführt werden sollte. Ebenso ist bei schweren Infekten, in der Regenerationsphase nach Operationen sowie bei sehr intensivem Training oder Migräne vom Intervallfasten abzuraten.
Mit dem Intervallfasten starten: 7 Tipps für einen gelungenen Einstieg
Abbildung 6: Aller Anfang ist schwer – das gilt auch beim Intervallfasten. Eine gute Planung und eine realistische Tagesstruktur sind die wichtigste Basis, um erfolgreich mit dem intermittierenden Fasten zu starten.
Intervallfasten ist dann am effektivsten, wenn es flexibel, alltagstauglich und langfristig umgesetzt wird. Dabei sollte das intermittierende Fasten nicht als vorübergehende Diät, sondern als Routine betrachtet werden, die sich den individuellen Lebensumständen anpasst. Da die Umstellung gerade zu Beginn herausfordernd sein kann, finden Sie nachfolgend sieben Tipps, die Ihnen den Einstieg in das Intervallfasten erleichtern können.
- Beginnen Sie mit einem sanften Rhythmus: Wenn Sie lange Essenspausen bisher nicht gewohnt waren, ist es nicht ratsam, mit einem strengen 16/8-Rhythmus zu starten. Steigern Sie sich stattdessen lieber langsam. Ein guter Einstieg ist beispielsweise die 12/12-Methode (12 Stunden essen, 12 Stunden fasten). Sobald Sie sich daran gewöhnt haben, können Sie auf 14/10 oder 16/8 umsteigen. Alternativ können Sie das Fastenfenster auch schrittweise verlängern, indem Sie jeden Tag eine Stunde länger fasten. Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als Perfektion. Wählen Sie ein Zeitfenster, das zu Ihrem Alltag, Ihren eventuellen beruflichen und familiären Verpflichtungen sowie zu Ihrem Chronotyp passt.
- Priorisieren Sie nährstoffreiche Mahlzeiten: Während der Essensphasen gilt das Prinzip „Qualität vor Quantität“. Genießen Sie ausgewogene Mahlzeiten, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Besonders wichtig sind ausreichend Protein (z. B. Hülsenfrüchte, Eier oder mageres Fleisch), gesunde Fette (z. B. Nüsse, Samen, Avocado, Olivenöl) und Ballaststoffe (z. B. Vollkornprodukte, Gemüse, Obst). Diese Kombination stabilisiert den Blutzuckerspiegel, sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und beugt Heißhunger vor. Unbedingt vermeiden sollten Sie, in den Phasen der Nahrungsaufnahme wahllos oder übermäßig zu essen, da dies den potenziellen gesundheitlichen Nutzen des Intervallfastens zunichte machen kann.
- Verzichten Sie auf Snacks und doppelte Portionen: Damit sich der neue Rhythmus etablieren kann, sollten Sie während der Essensphasen bei Ihren geplanten Mahlzeiten bleiben und ständiges Snacken vermeiden. Kleine Zwischenmahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht und erschweren es, die Pausen zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. Ebenso wenig sinnvoll sind doppelte Portionen als „Vorrat“ für eine anstehende Fastenphase. Essen Sie stattdessen bewusst und achtsam, bis Sie eine angenehme Sättigung spüren.
- Trinken Sie während des Fastens ausreichend: In Fastenphasen ist die Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Das Trinken unterstützt nicht nur einen stabilen Flüssigkeitshaushalt, sondern kann auch Hunger und Kopfschmerzen, die insbesondere zu Beginn der Umstellung auftreten können, reduzieren. Achten Sie darauf, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Erlaubt sind Wasser, ungesüßte Tees sowie schwarzer Kaffee (ohne Zucker oder Milch).
- Passen Sie Ihr Training an das Intervallfasten an: Wer sportlich aktiv ist, sollte sein Training an das gewählte Fastenmodell anpassen. Leichte Bewegung (z. B. Spaziergänge, Yoga oder Stretching) ist in der Regel auch nüchtern gut möglich. Bei intensiven Trainingseinheiten (z. B. Krafttraining oder hochintensives Intervalltraining) ist es hingegen oft ratsamer, die sportliche Aktivität in ein Essensfenster zu legen. So steht dem Körper während des Trainings ausreichend Energie zur Verfügung und die Regeneration wird durch die zeitnahe Nährstoffzufuhr unterstützt. In Studien hat sich die Kombination aus Intervallfasten und Krafttraining für eine nachhaltige Gewichtsreduktion und den gleichzeitigen Erhalt von Muskelmasse als besonders effektiv erwiesen.
- Achten Sie auf Ihre Körpersignale: Das Intervallfasten soll Ihre Gesundheit unterstützen und nicht zusätzlichen Stress im Organismus verursachen. Beobachten Sie daher aufmerksam, wie Ihr Körper auf die Umstellung reagiert. Anhaltende Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsprobleme oder eine erhöhte Reizbarkeit können Anzeichen dafür sein, dass das gewählte Fastenfenster zu groß ist. In diesem Fall ist es häufig sinnvoll, zu einer sanfteren Variante zurückzukehren.
- Bleiben Sie flexibel: Viele Menschen schrecken vor dem intermittierenden Fasten zurück, weil sie befürchten, dass es mit ihrem Berufs- und Sozialleben nicht kompatibel sein könnte. Soziale Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten oder Essenseinladungen sollten jedoch weiterhin möglich sein. Wenn Sie beispielsweise zum Abendessen eingeladen sind und dieses ansonsten ausfallen lassen, können Sie an dem Tag stattdessen auf das Frühstück verzichten und Ihr Essensfenster entsprechend verschieben. Erst diese Flexibilität macht das Intervallfasten wirklich alltagstauglich und hilft dabei, es langfristig und ohne soziale Einschränkungen in Ihr Leben zu integrieren.
Disclaimer
Dieser Artikel ersetzt keine Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten. Die Grundlage dieses Beitrags bilden Studien und aktuelle Literatur. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden. Besprechen Sie ggf. Ihre Inspirationen aus diesem Artikel mit einem Therapeuten Ihres Vertrauens.
Biografisches
Katharina Korbach schreibt für den Narayana Verlag regelmäßig Blogbeiträge über Heilpflanzen und natürliche Wirkstoffe. Schon früh begann sie, sich für Sprache zu interessieren und eigene literarische Texte zu verfassen. Eine schwere Erkrankung während ihrer Abiturzeit veranlasste eine intensive Beschäftigung mit Gesundheits- und Ernährungsthemen, die bis heute anhält. Nach dem wiederholten Scheitern schulmedizinischer Behandlungsmethoden entschied sie sich für einen selbstwirksameren, naturheilkundlichen Therapieansatz. Eine pflanzenbasierte Ernährung war ein wesentlicher Schlüssel auf ihrem Heilungsweg.
Katharina studierte Kulturwissenschaften (B.A.) und Angewandte Literaturwissenschaft (M.A.). 2022 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Sperling“ im Berlin Verlag. Heute lebt sie als freie Autorin, medizinische Redakteurin und Dozentin in Berlin. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Freunden oder beim Barre-Training. Außerdem liebt sie es, zu reisen und neue vegane Rezepte auszuprobieren.
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12.03.2026