Seit die amerikanische Homöopathin Melissa Assilem mit ihrem Buch die Muttermittel in die homöopathische Welt gebracht hat, haben sich die „Gaben der Mutter“ einen wichtigen Platz in der Materia medica erobert und wer sie einmal für sich entdeckt hat, wird sie nicht mehr missen wollen. Es sind auch die „Gaben des Embryos“, des heranwachsenden Kindes im Mutterleib, die das gemeinsame Wunderwerk einer Schwangerschaft bis zur Geburt vollbringen.
Als sogenannte Muttermittel werden jene homöopathischen Arzneien bezeichnet, die von menschlichem Körpergewebe stammen, welches einen Bezug zu Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit hat. Bis auf Follikulinum, das kein eigentliches Schwangerschaftshormon ist, haben wir sie alle in dieser Ausgabe von SPEKTRUM versammelt: Den Mutterkuchen Plazenta humana, die Nabelschnur Chorda umbilicalis, das Fruchtwasser Amni liquor, die Käseschmiere Vernix caseosa, das Wehen-und Milcheinschuss auslösende Hormon Oxytocinum, die Muttermilch ohne Kolostrum Lac humanum und die Muttermilch mit Kolostrum Lac maternum.
Unsere international renommierten AutorInnen haben die Themen der Muttermittel weiter erforscht und die Arzneien in der Klinik erprobt. In dieser Ausgabe von SPEKTRUM zeigen sie, wie sich auch tief greifende Wunden heilen lassen, die während der fetalen Entwicklung stattgefunden haben und später zu krankhaften Lebensmustern führten. Mit den Muttermitteln lassen sich fehlerhafte Codierungen aus frühen Erfahrungen lösen, die sich in körperlichen, mentalen und psychischen Störungen der Gesundheit oder auch in traumatischem Erleben zeigen. Es geht um Inkarnation und Identität, um Schutz und Fürsorge, um Trennungsängste und Bindungssicherheit, letztlich um eine unversehrte Menschlichkeit.