Wirbellose - Spektrum Homöopathie 02/2021



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Wirbellose - Spektrum Homöopathie 02/2021

Eigentlich würde man am liebsten zu ihnen hinab tauchen: Denn die meisten wirbellosen Tiere leben im Meer in der Tiefe und sind von bezaubernder Schönheit. Am Beginn der evolutionären Entwicklung dieser Lebewesen stehen die architektonisch erstaunlichen Gebäudekomplexe der Schwämme mit ihrem ausgeklügelten Filtersystem. Umgeben sind sie von der blumigen Vielfalt der 400 Millionen alten Korallen, die der Menschheit in ihrer Sensibilität den Spiegel vorhalten: In der zivilisationsbedingten Verschmutzung der Meere verblassen und sterben sie. Als Arzneien helfen sie PatientInnen in ihrer Abhängigkeit, Ängstlichkeit und reizbaren Verletzlichkeit. Unsere indischen Kollegen haben die Korallenarznei Corallum rubrum in einem Fall von Schizophrenie erfolgreich eingesetzt.

Ähnlich heilsam wirken die anmutigen Seeanemonen wie z. B. Heteractis malu, um fragilen und zerbrechlichen Menschen wieder Boden unter die Füße zu schieben. Zu den pflanzenähnlichen Blumentieren gesellen sich die Medusen mit ihren grazilen und eleganten Verwandten, von denen nicht wenige ein tödliches Gift besitzen, eine der hochgiftigsten ist Chironex fleckeri, die einer chronischen Schmerzpatientin Erleichterung brachte. Neu erforscht wurden die kratzbürstigen Stachelhäuter, die heftig verletzen und selbst so verletzt sind. So hat sich Acanthaster planci, der potenzierte Dornenkronenseestern, unter anderem als wichtiges Mittel bei grippalen Infekten bewährt.

Der Vergleich der Evolution in den Naturreichen mit den psychologischen Entwicklungsstufen des Menschen hat in den letzten Jahren nicht nur zu einem besseren Verständnis der homöopathischen Materia medica beigetragen, sondern auch die Arzneigruppen neu in den Fokus gerückt, die mit dem Anfang der pflanzlichen und tierischen Entwicklung verbunden sind. Als Pendant zu den Urpflanzen „Moose und Farne“ (SPEKTRUM 3/2020) präsentiert diese Ausgabe von SPEKTRUM mit den „Wirbellosen“ die Gruppe, die am Beginn der Tierwelt steht und deren ältesten Vertreter sogar leicht mit Pflanzen zu verwechseln sind.

Ganshyam Kalathia und seinen indischen KollegInnen ist es zu verdanken, dass wir die noch unbekannten Arzneien der Invertebrata kennenlernen dürfen. In der Evolution voranschreitend stellen weitere erfahrene Autoren die bekannten und noch unbekannten Wirbellosen vor, die es teilweise oder ganz aus dem Meer geschafft haben: die Krebse, Muscheln, Schnecken und Würmer.

Der Flusskrebs Astascus bewährt sich bei urticariellen Ekzemen, die noch unbekannte Arznei der Napfschnecke Patella vulgata hilft einer depressiven Patientin, und der neu geprüfte Wattwurm Arenicola marina zeigt seine deutliche Wirkung bei Augenerkrankungen. Es zeigen sich die gemeinsamen Merkmale der Wirbellosen, ihre Primitivität und Verletzlichkeit, die sie schutzbedürftig und von Unterstützung abhängig machen, bei den Mitteln aus jeder Tierklasse auf ganz eigene Weise – in der körperlichen Symptomatik ebenso wie auf der psychischen Ebene und in der Lebensgeschichte. Raster wie das Evolutionsmodell oder das persönliche Erleben auf der Empfindungsebene können uns in Kombination mit repertorisierbaren Symptomen helfen, diese sehr heterogene Arzneigruppe zu differenzieren. Während wir die unscheinbaren Urpflanzen der Moose und Farne in der Natur oft gar nicht wahrnehmen, fasziniert die bunte Welt der Wirbellosen durch ihre vielfältigen Erscheinungsformen.

 



Leseprobe
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Jürgen Hansel: Niedere Tiere ohne Rückgrat
Systematik der Wirbellosen aus homöopathischer Sicht


Ghanshyam Kalathia: Rundum versorgt
Schwämme und die typischen Themen der Wirbellosen


Ghanshyam Kalathia: Völlig schwerelos
Quallen und die typischen Themen der Nesseltiere


Ganeshwara Rao: Anhänglich, aber streitsüchtig
Corallium rubrum in einem Fall von Schizophrenie


Atul Patwardhan: Zart besaitet
Heteractis malu – ein Tier wie eine Blume


Jonathan Hardy: Ich gehe in mich selbst hinein
Muscheln, Schnecken und Kraken auf der Empfindungsebene


Cornelia Jud: Wenn alles zu viel wird
Venus mercenaria verschließt sich den Problemen


Wyka Evelyn Feige: Zusammengestülpt und abgeriegelt
Conchiolinum bei einer eigenartigen Essstörung


Iris Philippsen: Im Zimmer zusammengezogen
Helix pomatia – die Weinbergschnecke bei Angst und Panik


Deborah Collins: Meine sichere kleine Welt
Patella vulgata – unreif und voller Angst


Jutta Hettkamp: Tüddelig und voller Energie
Arenicola marina klart die Augen auf


Doris Drach & Franz Swoboda: Vor die Tür gesetzt
Astacus fluviatilis – Biologie, Prüfung und klinische Erfahrung


Anna Koller-Wilmking: Am liebsten Meeresfrüchte
Astacus und Homarus bei Infektanfälligkeit


Iris Philippsen: Leben im Gefrierfach
Crangon crangon – die Nordseekrabbe im Entwicklungsmodell


Jörg Hildebrandt: Von Stacheln gepeinigt
Seestern und Seeigel in der homöopathischen Praxis


Yamini Ramesh: Auf eigenen Füssen
Asterias rubens bei hormoneller Akne


Seiten:

Wirbellose - Spektrum Homöopathie 02/2021




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137
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93 Bewertungen (deutsch), 44 Bewertungen (englisch)

Top-Kommentare

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Dr. Ulrich Welte

vor 3 Jahren
Das Infekt-Spektrum ist eines der besten Hefte, die ich erinnere
Das Infekt-Spektrum ist eines der besten Hefte, die ich erinnere. So viele schlüssige Zugänge zum Mittel, alles von kompetenten Autoren geschrieben, so viele gute Facetten gibt es sonst nirgends in einer Zeitschrift. Jeder Artikel ist schlüssig und aufschlussreich.

Besonders gefallen haben mir die Tipps der erfahrenen Ute Bullemer, die ich bisher nicht kannte; ich werde an Anantherum denken bei der häufigen Portioerosion; Erodium ist übrigens auch öfters gut.

Heiner Freis Methode ist schlüssig dargestellt, bei uns längst dankbare Ergänzung des Alltags.

Super fand ich die Darstellung von T. Curtis über die Zitterpappel, die sie sehr schön schildert und durch Fälle belegt, die dann auch durch die Pflanzentheorie erklärbar sind: tolle Arbeit.

D. Payrhuber hat auch sehr schöne Fälle, vor allem die beiden Helleborus Fälle.

Auch Rajan Sankarans Pulsatilla Fall deckt sich mit unseren besten Puls-Fällen, sie sind nämlich nicht nur so sanft wie immer behauptet wird: diese Eigenschaft ist ein Teil des Bildes und entspricht Stadium 2. Die Tatsache, dass die Patientin empört einen Rikshafahrer ohrfeigte, fand ich interessant, denn es stimmt: die Ranunculaceae sind alle mehr oder weniger schnell empört und so gereizt, dass sie auch zuschlagen könn(t)en, wie man es von Staph kennt. Auch das innere oder äußere Zittern oder Beben gehört zu allen Ranunceln.

Franz Swoboda hat mich mit seinem ausgezeichneten Artikel sehr zum Lachen gebracht. Ergänzend wäre zu sagen, dass die Quintessenz seiner „Epidemie“ auch in Jan Scholtens Elementen beschrieben wird: Ant-t hilft praktisch in allen Fällen von chronischer Bronchitis mehr oder weniger (das hat er sonst von keinem Mittel so behauptet, und es stimmt), aber es heilt nicht. Vor allem seine neue Beobachtung der Mycoplasmennosode als Pendant ist sehr interessant.

Dann der Choleraartikel: einfach Super, das beste was ich über die Cholera bisher gelesen habe. Gerade die gute Widerlegung, dass nur das Meiden von Aderlässen und die (geringe) Flüssigkeitszufuhr der einzige Grund für die unbestreitbare Überlegenheit der damaligen homöopathischen Behandlungen sei, fand ich sehr schlüssig.

Dann die Iquilai Studie: wo findet man so was heute? Erstklassig.

Selbst Kate Birchs Birkentrunk für alle Impfprobleme fand ich interessant, auch wenn man sagen muss, dass man es sich auch selbst unnötig schwer machen kann durch zu viele theoretische Erwägungen. Man versteht zumindest, warum so alles in einen Trank gepackt werden muss. Immerhin ein schöner Fall.

Die Mollusken von Fr. Schuller-Schreib sind auch lohnenswert. In diesem Zusammenhang auch der Calc-Fall von K Adal.

Dann auch der Hinweis auf den Index am Schluss: ein Super-Heft.
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simone

vor 4 Jahren
Empfehlenswerte Fachliteratur
Sehr informativ, sowohl für "Neulinge" in der Homöopathie als auch für erfahrene Homöopathen. Insgesamt sehr empfehlenswert. weiterlesen ...
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dr.b.stahlheber

vor 4 Jahren
Rheumabehandlung nicht einfach
mit diesem Spektrumsheft habe ich wieder neue Aspekte
die ich bei der Behandlung berücksichtigen werde
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Betina Quägber-Zehe M.A.

vor 4 Monaten
Sehr spannende und informative Lektüre
Als interessierte Nichtmedizinerin (gibt es eine weibliche Form von Laie??) habe ich die Artikel sehr aufmerksam gelesen und finde sie außerordentlich informativ.
Zum Glück hat niemand aus unserer Familie bislang Corona, wir nehmen aber schon seit einigen Jahren Influenzinum und sind seither Grippe frei.
Ich würde in unseren Breiten auch Bryonia als Genius epidemicus sehen, da es die meisten Übereinstimmungen zeigt.
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M. Sandvoss

vor 4 Monaten
wichtige Informationen
Ein sehr gehaltvolles, gelungenes Heft.
Auch hinsichtlich der allgemeinen Corona-Politik, die bislang versuchte, die Homöopathie zu ignorieren.
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Iris PH

vor 4 Monaten
Genius epidemicus
Letzte Woche kam das neue Spektrum- Heft "Genius epidemicus - Homöopathie in Zeiten der Pandemie" an und ich habe mich gleich drauf gestürzt. Das ist so wertvoll, diese wunderbaren Erfahrungen der KollegInnen (auf der ganzen Welt) so komprimiert studieren zu können. Danke dafür bei dieser Gelegenheit. Euer Spektrum-Team macht eine einmalige Arbeit, die ich sehr schätze! weiterlesen ...
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flurina

vor 6 Jahren
empfehlenswert
es lohnt sich "spectrum der homöopathie" zu abonnieren. es sind immer interessante und wissenswerte artikel zu finden.
ich freue mich auf jede ausgabe.
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Christiane Seidler

vor 4 Jahren
Echte Bereicherung
Die Art und Weise, wie man die 3.Reihe des Periodensystems herangeführt eird, ermöglicht auch Homöopathrn, die bisher nicht mit Reihen und Sradien gearbeitet haben einen sehr guten Einstieg. Fallbeispiele vertiefen das Gelernte und für bekannte Arzneimittel erhält man tiefere Einblicke.
Neulinge bekommen Lust sich in diese Methode zunzuarbeiten. Fortgeschrittene kesen sehr gute Fachartikel.
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Veronika Ehrler, Ärztin

vor 5 Jahren
Vielfältig und eindrucksvolle Fallbeispiele
Sehr schöner Überblick über das neue Feld der Lanthanide. Eindrucksvolle Fallbeispiele, schön auch, das verschiedene Kollegen und Kolleginnen dort zu Wort kommen, die völlig anders jeweils arbeiten und ein unterschiedliches Patientenklientel präsentieren.
Besonders hilfreich der Artikel zur Charakterisierung der Lanthanide und der Stadieneinteilung von Ulrich Welte. Selbst für Praktiker wie mich, die nicht nach Scholten arbeiten eine undogmatische und praktikable Einführung.
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moju

vor 4 Monaten
beruhigend,
sehr interessant und gut anwendbar, auch als Privatperson. Obwohl ich schon viele Jahre im Familienverband homöopathisch und mit Naturheilmethoden arbeite. weiterlesen ...
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