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Spektrum Homöopathie 03/2019

Narayana Verlag
Aktuelles
- Minuten

Mit der Ausgabe zum zehnjährigen Jubiläum von SPEKTRUM DER HOMÖOPATHIE wollen wir als Diskussionshilfe für  unsere Leser den Stand der Forschung und die Evidenzlage zusammenfassen. Denn mittlerweile wird der Homöopathie in der öffentlichen Diskussion  jegliche Evidenz abgesprochen, sie wird diffamiert und lächerlich gemacht. Man wiederholt dabei gerne das objektiv falsche Argument, für die Homöopathie gäbe es keine wissenschaftlichen Beweise für eine Wirksamkeit über Plazebo hinaus.

Es ist ein verbreitetes Missverständnis, evidenzbasierte Medizin (EBM) beruhe allein auf wissenschaftlichen Studien. Wie unser Titelbild veranschaulicht, geht es bei einer evidenzbasierten Behandlungs-Entscheidung darum, die Erfahrungen, Erwartungen und Präferenzen von PatientInnen, die klinische Expertise der behandelnden ÄrztInnen und das Wissen aus Studien zu integrieren. Eine über viele Jahre konstant hohe Zustimmungsrate in der Bevölkerung spricht für die Präferenz vieler Menschen für die Homöopathie. Die klinische Expertise wiederum hat SPEKTRUM in den letzten Jahren an zahllosen Kasuistiken demonstriert.

Vier besonders eindrucksvolle Fallbeispiele unserer internationalen Autoren unterstreichen noch einmal auf dieser Ebene der Evidenz, dass die Homöopathie auch bei schweren Pathologien, wie Autoimmunhepatitis, Kardiomyopathie, multipler Sklerose oder systemischem Lupus erythematodes, wirksam sein kann. Alle Bereiche von EBM deckt Heiner Frei mit seiner Arbeit zur Behandlung des ADHS ab. Hier verbindet sich die aus Ängsten vor den Nebenwirkungen von Ritalin resultierende Präferenz der Patienten und ihrer Eltern mit der langjährigen Praxiserfahrung eines Kinderarztes und den Ergebnissen einer viel beachteten randomisierten Doppelblindstudie zu einer eindeutigen evidenzbasierten Entscheidung für die homöopathische Therapie.

Wer angesichts der Datenlage noch immer von einem Placeboffekt spreche, könne - so unsere Autoren, die in der wissenschaftlichen Forschung tätig sind – die Daten nicht lesen. Getestet haben sie  die Wirkung von Hochpotenzen ebenso an ausgefeilten experimentellen Pflanzen-Modellen in der homöopathischen Grundlagenforschung wie in einer umfangreichen Übersicht über die klinische Forschung. Hier geht der Trend in der Homöopathie wie auch in anderen Bereichen der Medizin in die Richtung von Studiendesigns, die die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen unter möglichst realistischen Bedingungen untersuchen. Weil randomisierte Doppelblindstudien zur Wirkung einer Therapie oft nur wenig Erkenntnis für die klinische Anwendung liefern, favorisiert man heute eine vergleichende Wirksamkeitsforschung mit dem Ziel, spezifische klinische Entscheidungen für PatientInnen, aber auch für die Gesundheitspolitik zu ermöglichen.

Für viele KollegInnen kann die Homöopathie als ganzheitliche und immaterielle Behandlungsmethode gar nicht nach den Maßstäben der naturwissenschaftlich-materialistischen Medizin beurteilt werden. Doch auch wenn die geistartige Wirkung einer Arznei nicht gemessen werden kann, bleiben genaue Beobachtung und gewissenhafte Dokumentation die Basis homöopathischer Praxis und Forschung und werden auch in Zukunft wesentliche Merkmale unserer Zeitschrift und ihrer Autoren sein.

Rajan Sankaran: Unbeweglich wie eine Statue / Ulrike Schuller-Schreib: Schlaff wie ein nasser Sack / Franz Swoboda: „Schön muss man nicht sein, Glück muss man haben“ / Dinesh Chauhan: Meine Familie erkennt mich nicht / Michael Schreiner: Hat mein Kind Scharlach? / Heiner Frei: Unruhe in der Familie / Ulrich Welte: Es wird eng / Klaus von Ammon: Wir haben Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie / Katharina Gaertner: Forschung für die Praxis / Annekathrin Ücker: Es keimt und sprießt in den Laboren / Joanne Greenland: Evidenz ausgeschlossen / Jörg Wichmann: Jenseits der Evidenz-Falle